Sternchen0
Gast
habe mich ganz frisch angemeldet da ich das Gefühl habe nicht weiterzukommen. Ich hoffe hier Meinungen zu bekommen, die mich vielleicht aus meinen Gedankenschleifen holen. Noch mehr hoffe ich auf Austausch mit Betroffenen. Toll, dass es dieses Forum gibt!
Vor ca. 8 Wochen ist meine Welt zusammen gebrochen. Ich habe herausgefunden dass mein Mann mich seit ca. 1,5 Jahren hintergeht. Er hat mit unzähligen Frauen im Internet geschrieben, Sexfotos und Videos ausgetauscht. Angefangen hat das ganze als ich im 6. Monat schwanger war. Ich habe immer mal wieder etwas geahnt und ihn angesprochen, er hat es abgestritten und da ich ihm vertraute und alles schön war zwischen uns habe ich nicht auf mein Bauchgefühl gehört. Ja, es war tatsächlich alles schön, auch er sagt immer wieder dass er mit mir unendlich glücklich ist und immer war, sich wahnsinnig auf das Baby gefreut hat etc. Während der SS hatten wir kaum GV da ich schon ein Baby verloren hatte und beim Sex in der SS immer starke Blutungen hatte. Wir waren uns aber anders nah und man kann ja auch ohne GV sexuell aktiv sein, hoffe man versteht was ich meine. Er hat auch Rücksicht genommen und selbst gesagt dass ja wieder andere Zeiten kommen. Er versteht selbst nicht wie er mir das antun konnte, hat sich nun aus freien Stücken einen Therapieplatz gesucht, da er sich selbst verstehen möchte, und mich gebeten eine Paartherapie zu machen. Die ersten Sitzungen sind erfolgt und taten sehr gut.
Ich glaube ihm wirklich dass er mich und unser Leben liebt, mich nie verletzen wollte und alles bereut, dies zeigt mir sein jetziges Verhalten. Ich möchte unsere Beziehung fortsetzen, allerdings ist das Vertrauen natürlich weg. Ich habe einfach auch das Gefühl dass er mich um die schöne Zeit der Schwangerschaft und Geburt betrogen hat. Diese Phase ist so besonders im Leben einer Frau und jetzt, im Rückblick, ist auf dieser Zeit ein dunkler Schleier. So empfinde ich es. Er hat z.b. nur zwei Stunden nach der Geburt einer der Frauen geschrieben. Das tut unendlich weh.
Manchmal denke ich, dass ich mich gar nicht mehr traue, glücklich zu sein, da im Nachhinein die Enttäuschung so groß und der Schmerz so tief ist. Würde ich mir selbst gegenüber stehen als ich Hochschwanger und glücklich war, würde ich mich am liebsten selbst ohrfeigen wie ich so naiv sein konnte.
Am liebsten würde ich mich einfach verkriechen, aber mein Kleiner ist erst ein Jahr alt. Ich muss funktionieren.
Vielen Dank fürs lesen und ich würde mich freuen wenn jemand Tipps hat, wie ich mich selbst wieder aufrichten kann und mich auf meinen Mann wieder zugehen kann.
