Katalina
Gast
Zitat:Er bleibt ein Teil meines Lebens und ich bereue nichts von allem...doch er ist nun nicht mehr da. Ich muss ihn los lassen und bin für ihn und sein Leben nicht mehr verantwortlich....
Genau!
Mir ging es mal ähnlich, dachte auch ich könnte den Anderen retten, es hat mich nur immer mehr reingezogen.
Damals bin ich umgezogen, wollte die Last nicht mitnehmen, ab da fing ich an mich abzulösen.
Es kamen dann noch ein paar Turbulenen, am Ende habe ich bei einem letzten ruhigen Gespräch deutlich den Schlusspunkt gesetzt.
Natürlich war's schwer, natürlich tat es mir leid, aber ich wusste ich kann nur für mich sorgen.
Das ist jetzt fast 20 Jahre her, man sah sich manchmal zufällig im Vorübergehen, anfangs gab es mir noch einen Stich, das wurde dann weniger bis ich es irgendwann vergessen hatte.
Vor ein paar Monaten dachte ich ihn zu sehen, er lief zufällig an mir vorbei.
Und der Eindruck war gut, nicht so wie ich immer befürchtet hatte, sah gut aus, gereift, gesund.
Warum ich das schreibe, man hat ja immer auch Sorge bei einem Menschen der sich selbst schädigt.
Das macht es besonders schwer die innerliche Trennung zu vollziehen.
Ich hab damals alle Wege aufgezeigt die raus aus der Sucht führen. Wir sind zusammen in eine Beratungsstelle. Er wollte damals nicht, konnte nicht.
Aber vielleicht hat es eine Saat gesät und die ging dann doch irgendwann auf, vielleicht ist es so und dieser Gedanke ist für mich tröstlich.
Man kann andere nicht verändern oder zu ihrem Glück zwingen, man kann sie nur loslassen im eigenen Interesse und vertrauen das es einen Weg gibt.
Dir alles Liebe und Gute, viel Kraft und Mut!