Ich finde es irgendwie bemerkenswert wie man eine Meinung als "Beziehung und Liebe -
die Wahrheit" anpreisen kann.
Mal ehrlich, es ist ja völlig logisch das jeder Mensch irgendwie ein wenig anders tickt.
Auch wenn manche Situationen oder Geschichten hier sich ähneln, allein durch die Protagonisten ist keine Geschichte hier wie die andere. Also warum soll es dann die eine Wahrheit geben....eine Art ultimativer Lösungsansatz?
Jeder reagiert anders, hat andere Erfahrungen, andere prägende Ereignisse unterschiedliche Wertvorstellungen und Erwartungen...manch einer weiß am ende selbst nicht warum er so ist wie er ist.
Die Kraftreserven die angesprochen wurden, sind durch sooooo viele äußere Faktoren beeinflusst. Manch einer will, kann aber nicht, andere sagen sie könnten nicht wobei das eher "nicht wollen" bedeutet usw. ....wirtschaftliche Sorgen, Veränderungen in der Familie usw. alles wirkt irgendwie auf einen ein. Aber es gibt DIE WAHRHEIT?
Und mal ganz am Rande was ich nicht nur hier festgestellt habe...sondern auch bei vielen anderen Beiträgen die man so findet, in YT Vorschau, Lebensratgebern usw.
Es scheint ein riesen Trend zu sein "Denk erstmal an dich, dir muss es gut gehen". Ich weiß ja, wenn jeder nur an sich selber denkt ist auch an jeden gedacht. Aber für mein Verständnis geht das in einer Partnerschaft halt nur begrenzt. Da Bedürfnisse, Wünsche und Ansprüche halt oftmals nicht 100%ig deckungsgleich sind. Wenn dann jeder nur sagt " ich will aber" oder "ich will aber nicht" ohne das irgendeine Kompromissbereitschaft da ist auf die Bedürfnisse des anderen einzugehen oder auch mal über seinen Schatten zu springen...naja dann dürfte ein Forum wie dieses zunehmend größer werden.
In jeder Beziehung entwickelt man sich weiter, der eine schneller der andere langsamer, manche bleiben stehen die Interessen können auseinanderdriften usw. ,aber man hat immer die Option zu sagen "wo stehen wir, wollen wir eine Lösung finden mit der beide leben können" oder pocht jeder auf 100%ig Glückseligkeit und "erstmal ich und dann der Rest der Welt".
Und das ist auch der einzige Punkt wo ich dem TE irgendwie zustimmen kann....der Investitions bzw. Kraftaufwand sollte irgendwie ausgewogen sein. Mal verschiebt es sich mehr zu dem einen, mal mehr zu dem anderen.
Aber wenn einer immer investiert aber den Eindruck hat das es eine One-(wo)man-Show ist....naja dann wird das mit der Zeit logischerweise auch reduziert.
Zitat von VictoriaSiempre: Naja. Du bist aber auch schon 28. Diese Annahme, alles Wissen der Welt in sich zu tragen, kenne ich eher von Menschen in der Pubertät - das legt sich meist später wieder.
das Alter würde ich persönlich nicht so pauschal als Kriterium sehen, man kann auch schon mit Mitte 2 einiges an Erfahrung gesammelt haben und mit Ü60 nichts wissen (weil es einem immer gut ging z.B. oder man nie etwas ändern wollte usw.)
Ich störe mich eigentlich weniger am Alter als an der Art wie hier etwas angepriesen wird. Denn man darf auch nicht vergessen, das hinter jeder Geschichte egal ob Verlassener,Betrogene,Betrügender usw. steckt mehr als nur eine Person und da man diese persönlich nicht kennt und auch nicht alle Umstände die zu der Situation führten die eine Anmeldung hier zur Folge hatten würde ich mich oftmals weniger Wertung und Verurteilung wünschen. Weil man nicht weiß was man mit einem "denk erstmal an dich, trenn dich von ihm/ihr, das bringt nix mehr" auslöst.
Und da ist so eine "Die Wahrheit" Nummer, gerade für Menschen die vielleicht wirklich gerade in einer sch. Situation sind und nicht weiter wissen unter Umständen eine gefährliche Nummer.