Anonym_2
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Trotzdem hing ich in den immer gleichen Verhaltensmustern und Gedanken fest. Wir sind in eine gemeinsame Wohnung gezogen (vorher ein Jahr in einer 1-Zimmer Wohnung) und haben einen Hund in unser Leben geholt. Mein ganzen Verhalten hat sie aber immer und immer mehr fertig gemacht. Auch körperliche Zuneigung konnte ich ab einem gewissen Punkt keine mehr geben.
Dann kam meine Aufbruchsstimmung. Ich hatte es endlich geschafft da wieder rauszukommen und war volller Energie das zu ändern. Einen Tag später kommt sie nach Hause und sagt, dass sie das nicht mehr kann. Es geht nicht mehr und sie das auch nicht mehr könnte. Ich aber ein netter Kerl sei.
Die letzten zwei Wochen habe ich versucht alles bei mir wieder zu ordnen. Tagesstruktur, Umstellung der Ernährung, Sport betrieben und mit dem Rauchen aufgehört. Ich hätte es als unfair gefunden etwas zu unternehmen, wenn ich bei mir nicht mit allem im klaren gewesen wäre.
Am Wochenende habe ich dann den Mut gefasst ihr einen ausführlichen Brief zu schreiben. Das wollte ich erst tun, wenn ich mit mir im reinen bin. Zusätzlich hatte ich ihr auch noch ein paar Geschenke gemacht. Diese habe ich dann Nachts vor ihre Haustür gestellt.
Am nächsten morgen kam die Antwort: "Es tut ihr leid. Aber gibt keine Chance mehr, auch nicht mehr in Zukunft. Ich will den Abstand"
Ich weiß dass ich das akzeptieren muss. Aber ich habe das Gefühl in einer Glocke zu schweben, da ich es einfach nicht ganz verstehen und nachvollziehen kann. In meinem Kopf ist es manchmal nicht so ganz angenehm und dieser malt sich so ziemlich jeden schlimmsten Grund aus und ich stelle mein ganzen Verhalten während der 3 Jahre in Frage. Einfach alles und wahrscheinlich ist das auch nicht richtig.
Ich weiß natürlich, dass sie die zwei Jahre mit der Depression auch vollkommen in ein Loch gezogen haben und sie jeglicher Kraft entzogen haben muss. Und das tut mir auch sehr leid. Ich hatte selbst davor zwei zwiemlich schwierige Beziehungen. Die eine ging über 5 Jahre und man könnte diese Ex Freundin damals als typische Borderlinerin bezeichnen. Das war eine schwierige Zeit und auch die Zeit danach hat mich sehr mitgenommen.
Es ist einfach unglaublich schwer, dass mich diese Krankheit wieder eingeholt hat und mir mein Lebensglück vernichtet hat. Und genau das zieht mich gerade wieder runter in diesen Strudel.
Momentan ist da einfach keine Energie mehr, kein Lebensmut und keine Hoffnung. In meinem Leben bin ich sehr oft hingefallen und immer wieder aufgestanden und habe mir etwas neues aufgebaut. Aber dieses Mal ist es irgendwie das eine Mal zu viel. Es fühlt sich nur noch an wie existieren mit dem Wunsch aufhören wollen zu existieren. Ich weiß nicht ob das jemadn nachvollziehen kann.
Zu realisieren, dass man sein Lebensglück gefunden hat und es die eine große Liebe war. und diese an der Depression (sprich Vergangenheit) gescheitert ist, macht es gerade einfach unerträglich. Ich habe das Gefühl, dass ich den "wahren" Grund erfahren muss, um damit abschließen zu können. Wahrscheinlich ist das aber auch falsches denken.