ViolaX
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ich möchte gerne mit euch über eine Sache sprechen, möchte dabei aber anonym bleiben.
Es geht darum, dass mein Exfreund und ich uns vor ca. 8 Monaten nach 4 Jahren Beziehung getrennt haben. Die Gründe waren vielfältig. Der Hauptgrund war allerdings, dass er katholischer Priester werden möchte. Mit hinzu kam dann gegen Ende der Beziehung noch, dass ich mich sehr einsam gefühlt habe, weil wir kaum noch Zärtlichkeiten ausgetauscht haben, und daraufhin habe ich Kontakt zu anderen Männern gehabt. Bei der erstbesten Gelegenheit habe ich dann auch mit einem anderen Mann geschlafen. Da war er zwar schon ausgezogen und vorerst bei seinen Eltern, wir waren aber noch nicht offiziell getrennt. War eine schwierige Zeit damals.
Jedenfalls sind wir dann erstmal getrennt Wege gegangen. Er hat in der Zeit seinen katholischen Glauben sehr vertieft und die Tatsache, dass er Priester werden möchte, stand für ihn fest. Mit der Zeit hatten wir dann wieder etwas mehr Kontakt und es kam auch dazu, dass wir ab und an mal Abende zusammen verbracht haben. Meistens eher aus Zufall, aber es war immer nett. Wir haben dann eigentlich meistens nur miteinander geredet und vielleicht was gegessen. Wir haben uns zwischenmenschlich immernoch gut verstanden. Ich muss aber gestehen, dass ich schon immer mal wieder Hoffnung auf mehr hatte und das auch kommuniziert habe. Allerdings war das Thema immer schnell wieder beendet, da er betonte, dass sein Weg als Priester fest stehe.
Nun war es gestern so, dass wir uns wieder getroffen haben. Wieder recht spontan und wir haben dann beschlossen den Tag miteinander zu verbringen.
Wir waren dann in einem Wald spazieren, weil er mir eine Kirche zeigen wollte, zu der er häufig fährt.
Jedenfalls sind wir danach noch zu mir gefahren und haben uns eine Pizza bestellt. Danach ist es irgendwie dazu gekommen, dass wir uns näher kamen. Ich muss gestehen, dass ich es auch etwas drauf angelegt habe.
Er sagte immer wieder, dass es eine Sünde sei, wenn wir uns näher kämen, aber schlussendlich konnten wir beide nicht mehr die Augen und Finger voneinander lassen und wir sind im Bett gelandet.
Ich habe allerdings gemerkt, wie er mit sich selbst gekämpft hat, aber schlussendlich hat er dann nachgegeben.
Ich fühle mich schuldig deswegen, aber ich war selbst einfach schwach und hatte mich nicht im Griff.
Danach war die Stimmung total im Keller. Er hatte große Schuldgefühle, sprach immer wieder von Sünde, und dass das nicht hätte passieren dürfen. Und er sagte, dass er sich schämen würde mich für seine Triebe benutzt zu haben, denn er hätte keinerlei romantische Gefühle dabei gehabt.
Ich hatte allerdings schon das Gefühl, dass wir währenddessen eine Art Verbindung zueinander hatten, die man nicht leugnen kann. Er hingegen, streitet dies so vehement ab, dass man meinen könnte, er würde es selbst einfach nicht wahr haben wollen. Meine Vermutung ist nämlich, dass er sehr wohl noch einiges für mich empfindet, allerdings versucht diese Gefühle wegzusperren und zu unterdrücken, um seinen Weg in's Zölibat einfacher zu haben.
Ich weiß wirklich nicht, was ich von all dem halten soll. Was sind eure Gedanken dazu? Ich bin etwas verwirrt über das alles.
