GastGast
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ich bin bestimmt nicht die erste in meiner Position und werde auch nicht die letzte sein.
Mein Freund, mit dem ich nun schon einige Zeit zusammen bin, ist gläubiger Moslem und ich bin Agnostikerin.
Wir haben eine wunderschöne Beziehung, alles war immer toll, ich kann mir auch jetzt keinen besseren Mann vorstellen - und das sage ich ganz ohne rosa Brille.
Jetzt stehen wir allerdings vor dem Aus, da er mit mir so wie ich bin - nämlich ohne Religion - nicht zusammen bleiben kann. Er hat unglaubliche Gewissensbisse, eine Hochzeit wäre für ihn unmöglich. Seine einzige Lösung ist, dass ich gläubig werde, und das nicht nur auf dem Papier, sondern im Herzen.
Mich trifft das sehr, denn er hatte mich genau so kennen gelernt und wusste es auch schon vom ersten Tag an. Genauso wie er wusste, dass ich keine Beziehung gesucht habe sondern wirklich nur etwas Ernstes mit Zukunft, Hochzeit und Kindern.
Gläubig werden geht nicht so einfach wenn man nichts vermisst und ihn oder mich selbst anlügen ist auch keine Option für mich. (Das wäre für ihn tatsächlich ok, wenn ich ihn einfach anlügen würde.)
Das heißt das Ganze wird auf eine Trennung hinauslaufen. Mir geht es unglaublich schlecht, vor allem weil ich das überhaupt nicht fassen kann, mit uns beiden war ja alles in Ordnung. Wir hatten niemals einen ernsten Streit, waren immer respektvoll zu einander und auch unsere Vorstellungen zu Beziehung und Familie passen unglaublich gut zusammen. So etwas hatte ich noch nie, und ich habe schon einige gescheiterte Beziehungen hinter mir.
War jemand von euch schon einmal in einer ähnlichen Situation? Wie seid ihr damit umgegangen? Habt ihr noch einmal genauso lieben können?
Ich freue mich auf eure Gedanken & bitte seht davon ab irgendetwas Herablassendes über ihn zu schreiben. Mich interessiert wirklich nur wie ihr mit der Situation umgegangen seid. Danke!
