Zitat von Conancy:Ich befürchte leider, nur Menschen, die von Grund auf konsequent sind (zu sich selbst und auch zu anderen), haben reelle Chancen, sich langfristig von Narzissten zu lösen,
Man muß sich klarmachen, daß
- Narzissten sich
nicht ändern wollen, können und
werden- Beziehungen zu ihnen
toxisch sind und einen auf Dauer
definitiv krank werden lassen.
Es hat also
überhaupt keinen Zweck, sich auf sie einzulassen oder um sie zu kämpfen, wenn man das doch getan hat - was auch konsequenten Menschen durchaus passieren kann, schließlich sind Narzissten hochmanipulativ.
Sinnlos! Sinnlos! Sinnlos!Das ist das, was man sofort assoziieren sollte, sobald man einen Narzissten als solchen erkannt hat. Aber natürlich habe ich als Außenstehende gut reden und hinterher ist man eh immer schlauer als vorher.
Zitat:das heißt: Menschen, die es infolge einer ungewöhnlichen elterlichen Erziehung nie gelernt haben, konsequent zu sein, werden wahrscheinlich nie imstande sein, dieser Macht durch Narzissten zu widerstehen.
Inkonsequente, selbstunsichere Menschen ziehen Narzissten natürlich an wie die Motte das Licht. Klar haben sie es schwerer, sich aus der toxischen Beziehung zu so einem hochmanipulativen Blender zu lösen, als ein sich selbst liebender, bodenständiger Mensch - zumal wenn letzterer obendrein in ein gutes soziales Umfeld eingebettet ist, das ihm seine Irritation als gerechtfertigt bestätigt und ihn darin bestärkt, eben dies zu tun.
Zitat:Das soll nicht heißen, dass es grundsätzlich nicht möglich wäre,
Natürlich nicht.
Zitat:Alles, was ich von Narzissten gelernt habe, ist es, in einer privaten Hölle gegen Windmühlenflügel zu kämpfen
Mehr wirst Du von ihnen auch niemals lernen können.
Gefährlich wird es, wenn solche Typen an die Schalthebel der Macht gelangen. Ein ehemaliger deutscher Reichskanzler mit österreichischem Migrationshintergrund beispielsweise wird in diversen Biografien als maligner Narzisst geschildert, was sich nicht nur an seinem privaten, sondern auch im politischen Verhalten krass äußerte.
Faszinierend ist, daß solche Menschen - ähnlich wie Psychopathen übrigens auch - ihr Umfeld extrem spalten, was das Verhältnis zu ihnen betrifft: Entweder inspirieren sie sofort eine tiefsitzende Abscheu, oder einen Fanclub, der ihnen hysterisch zukreischt, wenn die Inszenierung stimmt (was im Fall des besagten Reichskanzlers mehr als gegeben war). Womit wir wieder bei Deiner eigenen Feststellung wären, was die inkonsequenten Menschen betrifft, denen es schwerfällt, sich vom Narzissmus nicht blenden zu lassen und von ihm zu lösen.
Letztlich hat die Welt auch von diesem politischen Fall nicht mehr lernen können, als das, was ich eingangs schrieb: Es ist
sinnlos, solchen Typen irgendwelche Zugeständnisse zu machen und ändern tun sie sich auch nicht. Besagter Reichskanzler wollte unbedingt in die Geschichte eingehen und das ist ihm auch gründlich gelungen. Leider zog er zu diesem Zweck noch etliche Millionen vorher in den Tod und hinterließ einen schwer verwüsteten Kontinent, bevor er sich in einem Berliner Bunker mit einer Kombination aus Zyankalikapsel und Kopfschuß schließlich jeglicher Verantwortungsübernahme entzog, während er seinen untergebenen Generälen immer wieder Durchhalteparolen entgegengeschleudert hatte und dabei auch vor der Hinrichtung seines eigenen Schwagers ("Fegelein, ich will Fegelein!") nicht zurückgeschreckt war.
Soviel dazu... und jedes Mal, wenn ich einem Gestörten begegne, führe ich mir das vor Augen und stelle mir vor, er hätte dieselbe Macht wie dieser Reichskanzler damals und ich sei ihm wehrlos ausgeliefert... was er da wohl mit mir machen würde?
Die Antwort liegt so klar auf der Hand, daß zumindest ich mir nicht lange überlegen muß, ob ich zu so einem noch Kontakt will oder mich lieber lösen sollte... zumal wie gesagt: Mit Änderung ist
nicht zu rechnen,
egal, was ich dafür anstellen würde.