SarinaX
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Also, ich weiß gar nicht so genau, wie ich anfangen soll, aber irgendwie muss ich mal anfangen, das ganze irgendwie abzuarbeiten.
Also, ich bin mitte vierzig, vier kinder im alter von 13,16,18 und 20 jahren.
Nach knapp 23 jahren ehe hat mir mein mann vor gut einem monat eröffnet, dass er
a) mich nicht mehr liebt
b) aufgrund der tatsache, dass er sich schon seit jahren nicht ernstgenommen fühlt, sich die dinge, die ihm fehlten und die er meinte zu brauchen, zunächst als ero. abenteuer woanders geholt hat und sich jetzt in eines dieser abenteuer verliebt habe.
Mir war durchaus bewusst, dass unsere ehe nicht mehr perfekt lief, aber ich habe in keinster weise an trennung gedacht und es ist auch nie vorher thematisiert worden . und die art und weise wie es jetzt gelaufen ist entwertet auf einen schlag, viele jahre, die ich eigentlich als glücklich bezeichnet hätte.
Da gäbs noch viel zu schreiben, aber akut beschäftigt mich ein anderer aspekt: mein mann hat zuerst etwas von umgehend getrennte wohnungen und kinder aufteilen gesagt. nachdem ich ihm gesagt habe, dass ich erstmal hier wohnen bleiben will (wohnung ist sehr günstig) und dass ich zum wohle der kinder es gar nicht gut fände sie aufzuteilen (es ging darum sie zu fragen bei wem sie leben wollen) und aus ihrer gewohnten umgebung zu reißen, hat er sich entschlossen, dass er bis auf weiteres hier wohnen bleiben will.
Das hat bestimmt auch damit zu tun, dass er nicht zu seiner neuen freundin ziehen kann, weil diese weiter entfernt wohnt. Sie hat zwar die neue beziehung zum anlass genommen, sich von ihrem mann zu trennen und ist ihm auch entfernungstechnisch um die hälfte entgegen gekommen, aber sie kann/will arbeitstechnisch nicht noch weiter von ihrem arbeitsort weg. Mein mann ist hier selbständig, hat einen festen klientenkreis und kontakte zu öffentlichen hand, die seine auftraggeber sind, so dass er deswegen und auch wegen der kinder nicht hier weg ziehen will also bleibt er erstmal hier.
Die letzten wochen haben wir damit verbracht, zwei getrennte schlafzimmer zu installieren, was auch umfangreiche umzüge der kinder zur folge hatte (der älteste studiert auswärts).
Ansonsten soll aber alles so bleiben, wie es ist. D.h. ganz normales familienleben. Er lebt hier fast wie früher (wenn er denn zu hause ist, was nicht sooo häufig ist), mit dem unterschied, dass er des öfteren über nacht wegbleibt oder auch mal einen ganzen tag und auch sonst sich öfters in sein zimmer zurückzieht.
Er ist höflich distanziert mir gegenüber und sehr bemüht, was die kinder betrifft.
Grundsätzlich war ich ja froh, dass dann nicht alles so überstürzt gehen sollte. Aber ich kann mir das so nicht als dauerzustand vorstellen. Emotional finde ich es ziemlich heavy und ich komme so auch gar nicht dazu zu begreifen, dass es wirklich zu ende sein soll und bestimmte aussagen und verhaltensweisen treffen mich immer aufs neue, wie ein hammer.
Auf meine einwände, dass das ja kein dauerzustand sein könne, meinte er, ich könne ihn ja nicht rausschmeißen, wir seien schließlich beide im mietvertrag eingetragen, außerdem müsste man der ganzen konstellation erstmal zeit geben sich zu etablieren, bevor man entscheiden könne, ob es auf dauer funktioniert. Wenn es doch nicht funktionieren sollte, wolle er auf jeden fall die kinder fragen, wer von ihnen mit ihm gehen will.
Gedanklich bin ich voll hin und her gerissen. Die vernunft sagt mir, dass es eiegntlich kein so übles arrangement ist, die kinder haben ihre gewohnte umgebung, die wenige zeit die ihr papa da ist, haben sie zumindest die chance, was von ihm mitzukriegen, man muss keine weitere wohnung finanzieren etc.
Aber sobald ich nicht abgelenkt bin (vorzugsweise nachts zwischen 4.oo uhr und aufstehen) ärgere ich mich über seine kackendreiste art, alles haben zu wollen und weine über die kälte, die mir entgengeschlägt und wünsche mir, dass er lieber heute als morgen auszieht . auch wenn mich dann wieder die panik beschleicht, was dann alles auf mich zukommt.
Ist lang geworden jetzt, aber vielleicht weiß jemand rat oder trost oder hat konstruktive anregungen, wie ich damit umgehen kann.