Lighty2508
Mitglied
- Beiträge:
- 42
- Themen:
- 2
- Danke erhalten:
- 24
- Mitglied seit:
ich bin mit meiner Freundin jetzt seit fast 6 Jahren zusammen, seit 4 Jahren wohnen wir zusammen und seit 2 Jahren sind wir verlobt. Sie ist 33 Jahre alt, ich bin 35.
Seit knapp 1,5 Jahren sind wir beide beruflich recht weit aufgestiegen, was bei uns beiden zu viel Stress geführt hat und entsprechend hat es sich auch auf unser Privatleben und unsere Beziehung ausgeführt. Wir hatten zwar nicht häufig Streit oder so, aber man hat schon gemerkt, dass es einen negativen Einfluss hatte.
Im Dezember 2020 hat meine Freundin dann unter Tränen gesagt, dass sie nicht mehr kann und sich eine Pause wünscht, um für sich selbst Kraft zu tanken. Sie hat von Anfang an gesagt, dass es nicht um eine Trennung geht, sondern dass ich es als Chance sehen soll, dass wir danach unsere Beziehung wieder verbessern können.
Meine Freundin stellt sich und ihre Bedürfnisse immer zurück, um für andere da zu sein. Nicht nur in der Beziehung, sondern auch auf der Arbeit und bei der Familie. Ich selber bin zudem seit Jahren wegen der Alk. meiner Eltern und meiner Kindheit in Therapie. Sie hat auch immer versucht, für mich da zu sein, was sie letztlich viel Energie gekostet hat.
Wie dem auch sei. seit Dezember haben wir also eine Pause gemacht. Ende Januar haben wir uns wieder getroffen und gehen seitdem am Wochenende immer für ein paar Stunden spazieren. Da ist alles normal. sie nimmt meine Hand, wir küssen uns. manchmal kuscheln wir etwas. sie sucht meine Nähe. Aber sie sagt, dass sie emotional noch sehr instabil und weint oft und sagt sie habe "ein großes Chaos in sich", erwähnt aber auch oft, dass ihre momentane Lage mit niemandem persönlich zu tun hat, sie ist nur einfach total fertig.
Unter der Woche schreiben wir uns in Whatsapp, meistens am Abend. Manchmal länger, manchmal auch nur ein "Gute Nacht, schlaf gut". Ab und zu telefonieren wir auch. Sie sagt immer, dass sie sich auch noch nicht in der Wohnung treffen kann, weil sie Angst hat, dass sie dann in ihre alte Rolle zurückfällt und die ganzen alten Emotionen wieder hochkommen würden. Der Plan sei aber, dass wir weiter an unserer Beziehung arbeiten und ein gemeinsames Leben haben.
Das geht jetzt seit vier Wochen so. Sie wohnt seitdem bei ihren Eltern. Sie hat auch ihre ganzen Sachen noch in der gemeinsamen Wohnung.
Für mich ist diese Situation aber besonders schwer. ich fühle mich momentan sehr alleine gelassen und einsam. Sie fehlt mir sehr und ich wünsche mir so sehr ihre Nähe. aber ich möchte sie auch nicht drängen und fragen, wann wir einen Schritt weiter gehen. es sind ja (von der Pause mal abgesehen) auch erst vier Wochen bzw. vier Treffen vergangen.
Bin ich zu ungeduldig? Ich weß, dass ich ihr noch Zeit lassen muss und die möchte ich ihr auch sehr gerne geben. aber immer, wenn wir nur ganz kurz am Abend schreiben, dann frage ich mich, ob sie mich denn nicht vermisst? oder ob sie denn nicht an mich denkt? Ich meine, sie wird wahrscheinlich jetzt mit sich selber beschäftigt sein. aber ich habe nur so Angst, dass wir uns voneinander entfernen, wenn es in dem Tempo weitergeht.
Liebe Grüße von mir