J
jaqen_h_ghar
Gast
Zitat von DieSeherin:man muss ja nun nicht in jedem "schwierigen beziehungskonstrukt" narzissmus wittern
Sorry, aber mein diesbezügliches Radar hat mich noch selten vollkommen getäuscht und das hier riecht förmlich nach Kollusion und narzisstischer Verstrickung. Und nach dem, was der TE jetzt noch geschrieben hat, läuft's genau darauf hinaus.
Die Sache ist eine ziemlich Zwickmühle:
Sie wird wahrscheinlich niemals zugeben, dass sie mit irgendwas auch nur ansatzweise überfordert ist und damit ist auch kein Anlass für sie gegeben, Anteile an der Thematik bei sich zu sehen, geschweigedenn, sich irgendwelche Hilfe zu holen. Ihr Argument, dass ihre Erschöpfung daher rührt, sich andauernd mit der Problematik des TE mit auseinanderzusetzen, ist scheinheilig, nicht authentisch und motivintransparent, weil sie gerade dadurch ihren eigenen Selbstwert erhöht, in dem sie sich dermaßen aufopfert. (Wardetzki lässt grüßen!). Aufgrund des bisherigen Verhaltens des TE scheint sie sich ja auch relativ sicher zu sein, dass er trotz des Chaos in ihrer Bude bei ihr bleibt und großzügig darüber hinweg sieht.
Der TE hingegen ist immer noch zu sehr in seiner Schuld- und Minderwertigkeits-Perspektive ihr gegenüber gefangen, um hier ausreichend autonom seinen Standpunkt klarzumachen und die notwendigen Konsequenzen zu ziehen. Wahrscheinlich hegt er immer noch die stille Hoffnung, dass sie allein ihn wird retten können. Aber genau so funktioniert das Spielchen nun mal nicht.