Solea
Gast
Ich bin grad sehr traurig. Es wäre nett, wenn Ihr Euch mein Problem anhören würdet.
Wir sind seit sieben Jahren zusammen. Sehr vieles passt gut, ich denke, von beiden Seiten ist echte Liebe da und alltagstauglich sind wir auch. Er kommt mir in vielen Dingen entgegen, bislang haben wir für jedes Problem eine Lösung gefunden. Ich finde, ich bin ihm ebenfalls eine gute Partnerin. Ungefähr nach zwei Beziehungsjahren zeichnete sich ab, dass ich gern heiraten würde und er nicht. Wir haben gefühlte tausend Gespräche und Diskussionen darüber gehabt, und auch Streits. Ich denke, es ist richtig, zu sagen, dass wir beide aufrichtig an der Fortführung der Beziehung interessiert sind und das niemand Beweggründe für seinen Standpunkt hat, die unlauter sind. Beides also an und für sich aktzeptable Standpunkte.
Weil er mir ein sehr guter und liebevoller Partner ist, habe ich lang versucht, meine Bedürfnisse zurückzustellen und quasi zu verzichten. Allerdings hatte ich meines Empfindens nach auch keine andere Möglichkeit, denn er sagte mir, wenn ich auf einer Heirat bestehen würde, würde er sich trennen. Ich habe dann zurückgesteckt.
Mittlerweile denke ich zwar immer noch, es wäre vielleicht angemessen, auf meinen Heiratswunsch zu verzichten, mein Leidensdruck wird aber höher, um nicht zu sagen, er ist ziemlich groß. Ich fühle mich abgelehnt und unsere Beziehung unverbindlicher als ich es mir wünsche.
Wir haben grade den nächsten Streit über das Thema gehabt. Ein Kompromiss käme für mich infrage, für ihn nach seinen Worten auch, seinen Taten (nämlich gar keine) nach aber nicht.
Ich möchte gern mit ihm alt werden, merke aber grade ziemlich unspektakulär, dass ich mich nicht weiter verbiegen kann (so gern wie ich würde).
Darüber bin ich traurig.
Danke fürs Lesen. Habt Ihr einen Kommentar für mich? Auch dafür danke.
Solea
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