Zitat von Freundin:wenn deine Kinder eines Tages von Mami hören, meine Kleine , wie du in meinem Bauch warst, ging Daddy sich lustig mit Kaufdamen vergnügen
Für ein Kind ist es ja in erster Linie wichtig, ob der Vater ein guter Vater ist, und nicht ob er ein guter Ehemann ist. Diese Ebenen sollte man nicht vermischen; das Se*ualleben der Eltern (egal ob deren gemeinsames oder individuelles) ist Privatsphäre der Erwachsenen, daraus eventuell resultierende Probleme sollten auch auf Paarebene gelöst werden und nicht dazu führen, dass die Kinder einem Loyalitätskonflikt ausgesetzt werden. Ich weiß, dass das manchmal schwer ist wenn die eigene Verletzung durch das Verhalten des Partners so groß ist, aber da geht mMn das Kindswohl immer vor.
MAKPAKIVH, ich sehe es nicht als pathologisch an, dass du professionelle Damen in Anspruch genommen hast. Ich finde man kann, wenn die Beziehung ansonsten für beide stimmig ist, man Grundregeln wie z. B. Safer Se* beachtet und sowohl Familien- als auch Paarzeit nicht zu kurz kommen, durchaus damit leben, dass Menschen auf Dauer gelegentlich Abwechslung suchen. Dabei haben Profis den Vorteil, dass die bestehende Beziehung viel weniger durch potentielle Emotionen für Dritte gefährdet wird, wie es bei Affären oder offenen Beziehungen häufig der Fall ist.
Aber (und das ist ein ganz großes ABER) ich bin a) nicht deine Frau, die das sicher sehr anders einschätzt, und b) kam die Paarqualität zwischen euch ja nach deiner Schilderung sehr wohl zu kurz. Dadurch, dass du heimlich und mit einer einseitig getroffenen Entscheidung aktiv warst, hast du deiner Frau leider die Möglichkeit genommen, gleiches Recht für sich zu beanspruchen und ebenfalls hast du sie mit der se*uell unbefriedigenden Situation zwischen euch beiden allein gelassen. Ich denke, dies sind sehr verletzende Punkte für deine Frau und für mich, wäre ich an ihrer Stelle, würde das deutlich schwerer wiegen als das eigentliche Fremdgehen.
Mir ist aber auch klar, dass man in der Durchschnittsehe selbige schon riskiert, wenn man nur darüber
redet dass man sich ausserhäusige Erlebnisse wünscht. Ich verstehe also irgendwo, dass du es heimlich getan hast, auch wenn ich es nicht richtig finde.
Einen guten Rat habe ich leider nicht für dich, außer dass ich dir empfehlen würde, den Rücken zu strecken und deiner Frau nicht länger als "reuiges Schwein", gegenüber zu treten, sondern tatsächlich Verantwortung zu übernehmen. Das bedeutet zu deinem Handeln zu stehen und anzubieten, aufrichtig in den Dialog zu gehen und gemeinsam die in den vorangegangenen Jahren entstandene Kluft zwischen euch aufzuarbeiten: wie kam es dazu, dass du dich im Bett mir ihr nicht mehr wohl gefühlt hast; wie kam es dass du nicht mit ihr offen sprechen wolltest/konntest; gibt es Möglichkeiten für euch, in diesen Dingen anders miteinander umzugehen usw.. Dies ergebnisoffen, d. h. es kann durchaus zeigen dass eine Trennung die passende Lösung für euch beide bleibt. Oder, falls ihr einen Neustart wagen wollt, diesen mit Bedingungen auszuhandeln, die für euch beide
langfristig (!) akzeptabel sind. Vielleicht wäre in eurem Fall eine Paarberatung tatsächlich eine gute Idee.