Sternschnuppe9
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ich bin seit ca. 1 Jahr mit meinem Freund zusammen.
Die Beziehung läuft super harmonisch, weil ich mich stark anpasse und ihm bei vielen unterstütze und „ruhig“ bin.
Am besten keine tausenden Fragen stellen. Unkompliziert sein. Mitmachen.
Mich stören allerdings einige Punkte, nur weiß ich nicht zuzuordnen, ob ich eventuell das Problem in der Beziehung bin.
Zum einen fehlt mir die Nähe. Diese entzieht er mir fast immer. Aber damit habe ich mich abgefunden. Ich bin ein nähebedürftiger Mensch. Er nicht so, daher habe ich das etwas abgehakt, aber stören tut es mich enorm. Zwei drei mal bin ich auf ihn zu gegangen, er lenkte dann es oft ab „wir sollten jetzt schlafen“
Oder während dem TV schauen, sagte er „schau mal diesen Film“, Hauptsache die Nähe entsteht nicht. Außer dass er mir mal ein paar bussis gibt, mich kurz am Tag ein Mal umarmt ist da nichts. Naja nun gut.
Zum anderen, haben wir oft geplant, dass wir gemeinsam Urlaub machen wollen. Er verspricht es mir oft, aber es findet nie der geplante Urlaub statt. Häufig dann lenkt er es ab.
Wir waren 2 mal in zwei verschiedenen Städten in Deutschland. Bei beiden Male war er so extrem schlecht gelaunt. Auch da gab es keine Nähe. Kaum sind wir zurück, war er wieder glücklicher und besser drauf.
Und zum anderen, würde ich gerne wissen, ob es normal ist, dass man kein Gespräch findet? Er redet hauptsächlich über Arbeit, Geld verdienen und Autos. Ist wahrscheinlich ein Männerding. Ich frage ihn super gerne tiefgründige Fragen aus seinem Leben. Da fällt mir enorm viel ein. Auch detaillierte, Familienverhältnisse, weshalb er mit seiner Familie keinen engen Kontakt hat und möchte oder allgemeine Fragen. Er beendet die Themen. Und sagte dann, ich solle in Therapie gehen. Ich fragte weshalb, er sagte, weil ich zu viele Fragen bzgl. ihm und seiner Persönlichkeit stelle. Heute fragte ich ihn wie er sich fühlt. Von einer Skala von 1-10.
er sagte die Fragen, die ich stelle, sollte ich einem Therapeuten fragen. Ich sagte dann, ich will dich als Menschen super gerne tiefgründiger kennenlernen, du bist der Mann den ich liebe. Er sagte, dass ich bei egal wem viele Probleme mit meiner Art haben werde, wenn ich so schwachsinnsfragen stelle.
Ich fragte zum Beispiel, was seine Ängste sind. Worin er sich super gut sieht, worin er sich sehr schlecht sieht. Was er im Leben bereut. Was er gerne besser machen würde.
Zu mir:
Ich bin eine sehr gepflegte Frau. Achte viel auf mein äußeres.
Ich koche für ihn jeden Tag.
Ich putze für ihn.
Ich räume auf.
Ich bin sehr fürsorglich. Liebevoll. Verursache keine Diskussionen oder Streitereien. Ich möchte dass er sich wohl fühlt.
Zu ihm:
Er arbeitet viel. Unternimmt nichts. Mag es am liebsten nach der Arbeit zu essen und tv schauen. Entspannen. Macht mir morgens meinen Kaffee. Bügelt meine Kleider. Putzt meine Schuhe, obwohl ich das nie möchte. Aber mir fehlt die Nähe. Dieses umarmen, sich nahe zu kommen. Ich merke, dass ich mich distanziere.
Und will es nicht, aber mittlerweile denke ich mir, wie lange soll das noch gut gehen.
Leider finden bei uns kaum Unternehmungen statt. Unser Tagesablauf ist IMMER das gleiche:
Arbeiten, nach Hause kommen, ich koche, decke den Tisch. Es wird gegessen, er legt sich schon mal hin, ich räume auf, lege mich neben ihn. Schlafe dann ein und Wechsel ins Schlafzimmer. An Wochenenden wie heute: geschlafen, gegessen, obwohl wir heute in eine andere Stadt fahren wollten, ich gestern buchen wollte, sagte er, wir machen das spontan, und wir blieben dann wieder mal da. Wir sind dann bisschen mit dem Auto rumgefahren. Auto geputzt, und dann wieder nach Hause.
Ich weiß einfach nicht, ob ich zu hohe Erwartungen habe, und diese „Langeweile“ nicht aushalten kann.
Eigentlich wären wir in unserem Sommerurlaub geflogen. Aber wieder mal fand es nicht statt. Ansprechen kann ich es nicht, denn bei Kritik, eigene Meinung, reagiert er empfindlich, eiskalt und abweisend.
Ich weiß nicht ob ich einfach zu hohe Erwartungen habe und mich mit ihm zufrieden geben sollte, da wir einfach nie streiten und uns „verstehen“