Kerstin_2016
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Zitat von Anne9117:Natürlich haben viiiiel geredet, aber irgendwann kommt man einfach an seine Grenzen.
Vielleicht sind es auch nur Deine Grenzen aus der Problematik heraus. Du hast Deine Bedürfnisse, dein richtig/falsch, Deine Wünsche... was absolut OK ist. Dann sollte man für sich die Verantwortung übernehmen und gehen, aber auch weg bleiben und nicht aus einer Wut heraus, Schluss machen, um beim Gegenüber etwas zu bewegen. Der Mann wird seine Erfahrungen und Gründe haben, wenn er sich (wirklich) unsicher fühlt. Damit muss man umgehen können. Er wird solange nicht an seinen Baustellen arbeiten (wenn es denn für ihn Baustellen sind!), bis er eine Umgebung dafür hat. Zudem die Basis (Deine Ehe) schon etwas mit in diese Beziehung getragen haben könnte, die für Euch Beide nicht konform waren/sind.
Und
Zitat von Anne9117:viiiiel
reden...kann auch zum Totquatschen führen, zuviel Druck ausüben, zuviel dem Mann signalisieren...Du bist OK, aber eben nicht perfekt... Wird zuviel geredet, verhärten sich die Standpunkte und jeder bleibt haargenau auf der Stelle stehen, nämlich auf seiner eigenen Stelle. Kompromisse werden nicht mehr bedacht, jeder beharrt auf seinen Standpunkt (auch vielleicht befeuert durch Außenstehende). Man kann/darf durchaus eine "ich habe Recht Mentalität" verpackt in einem vermeidlichen "wir-Gespräch" führen. Sind wir da aber mal ehrlich, ist das auch nur eine Art von Manipulation. Die ein oder andere "Diskussion" wurde von mir schon mal mit "OK, wir sind und einig, dass wir uns nicht einig sind." beendet. Und ganz ehrlich...das tut einem Miteinander nicht zwangsläufig einem Abbruch.
Ich habe (für mich) einen recht beziehungsunsicheren Mann an meiner Seite. Ja, es war schwer für mich, dass für mich innerlich zu "bewerten", denn mir als emotionaler Mensch, fällt es schwer, einen Macher mit sehr kontrollierten Emotionen zu verstehen, der dann auch noch seine Beziehungserfahrungen einbringt. In den Jahren habe ich mir zweimal erlaubt emotional, fast schon manipulativ zu reagieren und die Konsequenzen merke ich manchmal noch heute. Ansonsten merkte er nichts von meinen innerlichen Eskapaden. Es war Arbeit.... nicht an ihm, nicht an der Beziehung. Es war Arbeit an mir selbst, ihn wirklich so zu akzeptieren wie er ist. Warum? Weil ich total vernarrt in ihn bin und zwar, weil er ist wie er ist. Ich habe gelernt, weil ich es so wollte, und weil ich wusste...nur ich kann entscheiden, ob ich das will oder nicht. Möchte ich einen Mann nach meinen Vorstellungen, dann muss ich mich in die Küche stellen und einen backen.
Ich sage nicht, dass ich mich verbiege oder er keine Fehler macht...natürlich könnte ich mich hinstellen und sagen: seine Erfahrungen = seine Konsequenzen = seine Baustelle.
Ich stelle mich aber hin und sage: seine Probleme = nicht meine Probleme und... ich mache sie nicht (mehr) zu meinen Problemen. Ich nehme damit Druck raus und lass ihn sein wie er ist, denn genauso will ich ihn und weil ich das ganz bewusst entschieden habe. Liebe ist auch eine Entscheidung.
Liebe TE... du solltest ihn weder ändern wollen, noch seine (für Dich!) existiernden "Macken" dazu nutzen, um ihn zur Veränderung zu bewegen. Entweder er macht es auch freien Stücken oder er lässt es bleiben. Du kannst nur für Dich entscheiden, was Deine Konsequenzen sind. Ein, zwei Mal in einem ruhigen Gespräch aufzeigen was ggfls. seine Verhaltensweisen bei Dir auslösen ist natürlich richtig. Alles schlucken sollte man auch nicht. Wenn er das Gesagte ernst nimmt, passt er sich vielleicht an bzw. kommt einen Schritt auf Dich zu. Fällt das regelmässig weg, hast Du Deine Antwort.
Wobei ich auch immer sage, dass ureigene (teils unterbwusste) Muster wirklich schwer abzustellen sein können und es Zeit braucht, denn dafür muss es einige Vorraussetzungen geben (neben Zeit auch Vertrauen, Mut, Reflektion, Kompromissbereitschaft und und und)
Das ist aber nur meine Meinung
Liebe Grüße
Kerstin