Zitat von scallisia:Irgendwie hänge ich in meinen Gedanken fest. Zur Zeit geht es nur noch um IHN. Ich war doch schon weiter. Fuxx... Wie kann ich meine Gedanken kontrollieren? Wie komme ich dahin, endlich nur noch das positive zu sehen, ohne dann gleich in diese bekloppte Gedankenschleife zu fallen?
Vielleicht weil Du noch nicht soweit bist, "endlich nur noch das Positive zu sehen". Oder weil du es erwartest. . .oder weil es auch nicht geht. An sich ist das doch unwichtig?! Ist so und fertig. Lohnenswerter ist es doch vielleicht zu schauen, was man daraus macht.
Ja, ich habe mich schon arrangiert und bin ihm dankbar. Ich konnte lernen ect.pp. Ich sehe vieles positives, kann aber nicht abstreiten, dass ich auch Zeiten habe, Tage, Momente, Situationen wo ich eingeholt werde. Warum auch nicht?! Der Forengrund hat mir vieles gezeigt, nicht nur Positives. Über Monate hinweg, immerhin fast zwei Jahre. Wer bin ich, dass ich erwarten/hoffen kann, dass es nach einem Jahr alles tutti ist?! Wie soll es dann Menschen gehen, die x Jahre mit einem Menschen zusammen waren und jetzt verarbeiten?!
Ich denke man sollte davon runterkommen, zu denken, dass der Ex keine Rolle mehr spielen sollte. Nur noch das Positive sehen sollte oder die ehemals empfundene Liebe in All geschossen werden sollte. Ich glaube nicht, dass das alles geht.
Ich glaube vielmehr, dass es ein Arrangement aus allem ist mit dem guten Freund des "eigenen inneren Friedens". Das ist ein Prozess den wir beeinflussen, aber nicht heraufbeschwören können.
Wir können auch einfach akzeptieren, dass immer Mal Momente gibt, die triggern und uns in der Vergangenheit festhalten.
Wir können annehmen, dass es da einen Menschen gibt, mit dem wir unglaubliches erlebt haben.
Wir können Verständnis haben für uns, dass wir nicht in der Lage sind Erlebtes ins Nirvana zu verdrängen, zumindest nicht auf Dauer.
Wir können so vieles. Mit einer großen Portion Verständnis, mit soviel Zeit wie es braucht, einem Sack voll Mut, einem Herz voll Geduld, dem grandiosen Bauchgefühl und einem rational denkenden Verstand schaffen wir es.
Ihn aus den Gedanken bekommen?
Im Ernst. . .einfache Ablenkung. Finde zu jedem Buchstaben im Alphabet das passende Land. Klapper das 1*1 runter. Zähle Kennzeichen auf. . .oder beschäftige das Hirn mit absoluten Blödsinn wie aufsagen von "a,b,a,b,a,b,...".
Oder lass den Gedanken zu, lege dich hin, schließe die Augen und spüre in dich hinein, wo du den Gedanken genau spürst. Welche Emotion ist das? Wie sieht sie aus? Konzentriere dich darauf. Viele sind der Meinung dass Emotionen die einem weh tun, weg rationalisiert werden sollten. Das mag bei vielen funktionieren. Bei mir nicht. Ich sehe für mich auch die Möglichkeit die Emotion richtig doll zu spüren, sie auszuhalten, sie willkommen zu heißen. . .ihr glaubt nicht, wie schnell die Emotion sich dann auf einmal auflösen kann. Es ist nicht DER Weg, aber ein Weg

Es wird leichter mit der Zeit, wenn man wirklich bereit ist loszulassen.
Mein Forengrund beeinflusst teilweise noch immer meinen Alltag. Mal stärker, Mal gar nicht, Mal ein wenig. Das sind Phasen.
Wie aktuell auch. Es ist gar nicht Mal er als Mensch, sondern er als Buchautor, der irgendwann Mal etwas von sich gegeben hat, was mich jetzt zum Nachdenken anregt. Ja, es ist nicht immer super entspannt, das auszuhalten, wenn ich die Hintergründe dazu wieder auf die Leinwand hole. Es zeigt mir aber auch, dass es noch Dinge gibt wo ich meine eigenen inneren Frieden noch nicht spüre. Das ist OK, das bin ich. . .noch immer in einem Prozess. Und dieser wird nie abgeschlossen sein, weil ich bereit bin mich immer weiter zu entwickeln. Immer häufiger mit einem Lächeln im Gesicht und nur noch selten mit Tränen in den Augen.