Zitat von Freedom6: Er richtet sein Trinkverhalten nach Anlass. Wo sich was ergibt, ist er dabei. Und somit gibt es immer wieder weniger und immer wieder auch mehr Anlass. Er trinkt dann bis er voll ist meistens.naja definiere viel. Ich finde 3 Tage am Stück schon viel. Ich habe Angst dass er in eine Abhängigkeit abrutscht. Vielleicht ist meine Angst auch unbegründet. Immer wenn ich so ein Thema beginne, sagt er nur es sei doch alles ok.
Deine Angst ist nicht per se unbegründet, auch wenn er wohl derzeitig noch nicht abhängig ist.
Grob gesagt gibt es 2 Arten von Abhängigkeiten: Physische und psychische. Alk. kann sich auf beide Arten manifestieren.
Eine physische Abhängigkeit würdest du an den körperlichen Manifestationen der Entzugserscheinungen bemerken, wie z.B. das "Zittern", Kreislaufprobleme bis hin zum Herzstillstand. Der Abhängige braucht dann immer einen gewissen Pegel um überhaupt funktionieren zu können.
Etwas anders sieht es bei einer psychischen Abhängigkeit aus. Da ist der Alk. eher ein Fluchtmittel vor Problemen oder dem "Alltag".
Dein Freund ist wohl noch nicht abhängig, gehört aber schon zur Risikogruppe, in dem er übermäßig viel Alk. konsumiert. Für ihn gehört das zum "feiern" dazu...
Zitat von Freedom6: Heute war ich dann wieder besorgt. Und dann wollte ich das ansprechen, also ohne Vorwürfe und ganz ruhig. Aber ihm fällt sowas schwer und dann verlässt er beim Reden den Raum, oder ist am Handy. Er guckt mich dann nicht einmal an. Habe ihn 3 mal drum gebeten mir zu zuhören. Er meinte nur immer tut er doch. Aber ich sage ihm immer dass er mir das 0 signalisiert. Und dann ist er sauer weil ich ihm unterstelle er hört nicht zu & ich weil ich mich 0 ernstgenommen fühle. Finde man sollte sich schonmal 2 Minuten hinsetzen und den anderen kurz anschauen beim reden. Vor allem bei wichtigen Themen. Oder ernsteren Themen.
Ganz schlechte Streitkultur.
Zitat von Freedom6: Und dann bin ich in Tränen ausgebrochen. Weil ich alleine war mit meinen Sorgen, und ich mich nicht ernst genommen gefühlt habe. Anschließend haben wir uns versöhnt. Aber das hat mich hart getroffen. Die Sorgen wegen seinem Konsum und gleichzeitig das Gefühl nicht ernst genommen zu werden.
Warum versöhnst du dich mit ihm? Hat er gesagt, dass er was ändern wird oder hast du deinen Standpunkt geändert?
Dieses "versöhnen" ohne Klärung des zurundeliegenden Streitgrunds ist einfach sinnlos....