111

Bitteres Ende nach 36 Jahren Warum?

M
Zitat von Waldfee47:
Das ist sehr schade, dass sie eine Paarberatung abgelehnt hat.
So was verstehe ich immer nicht...
Ich finde, so etwas wäre man dem Partner und der langen Ehe-Zeit "schuldig".

Wenn man eh nicht mehr will, ist eine Eheberatung ohnehin vertane Zeit. Der eine will was, der andere ist schon meilenweit weg und hat schon eine Idee vom kommenden Leben. Was soll denn da noch eine Eheberatung, auf die man sich halbherzig einlässt um dem anderen zu signalisieren, ach, so schlimm bin ich ja gar nicht. Du siehst doch, du bist mir sogar noch eine Eheberatung wert.

Mein Ex. trennte sich von Langzeitfreundin und Lebenspartnerin, als das gemeinsame Haus fertig war. Denn auf einmal gab keine Fluchtpunkte mehr wie Baumarkt und handwetkliche Tätigkeiten. Aber jetzt, wo alles fertig war, sah er nur erdrückende Langeweile und Einengung vor sich und er wollte ausziehen oder war schon ausgezogen.
Dennoch willigte er in eine Paarberatung ein, um seinen guten Willen zu beweisen, ihr zuliebe, dabei war ein Entschluss aber längst gefallen. Und es gab keine Next am Horizont, nein, er wollte einfach nur allein leben und das tat er dann auch. Bis seine Chefin auf den Plan trat, mit der er eine heimiche Liaison hatte, bis sie ihn auch langweilte, weil sie zu viel wollte. Und dann kam die nächste dumme, ich nämlich, die glaubte, den Traummann endlich gefunden zu haben. Aber auch die wurde ihm langweilig mit ihrer Anhänglichkeit, ihrem Bemühen, das Richtige zu tun und ihm zu zeigen, wie wichtig er doch für sie war.
Ja, und dann kam die übernächste. Eine frühere Kollegin die sich ein paar Hundert Kilometer weiter eine Stelle gesucht hatte und der er beim Umzug half, trotz Halsweh. Er ist ja so edel. Ob er mit ihr noch zusammen ist, weiß ich nicht. Und am besten ist es, dass es mich gar nicht interessiert..

x 4 #31


Gorch_Fock
DNA, Schade mit der Eheberatung. War aber meiner Ex genauso. Nur da hatte sie längst die Affaire als "Exit-Option" aus der Ehe. Daher war auch kein Interesse mehr vorhanden.

Stell Dich geistig zumindest mal auch auf ein solches Szenario ein. Guten Anwalt solltest Du auch in Stellung bringen. Scheidungsrecht in den USA können hier vermutlich nur wenige im Forum helfen. Wie schätzt Du Ihre Ansprüche ein?

Das Forum unterstützt Dich auf jeden Fall.

x 6 #32


A


Bitteres Ende nach 36 Jahren Warum?

x 3


A
Zitat von DNACHIP:
Es ging auf einmal so schnell. 36 gemeinsame Jahre durch dick und dünn und dann ist alles in einem Moment vorbei.

Und vor ihrem Ausbruch Anfang des Jahres hat sie NIE irgendwas gesagt / beklagt / vorgeschlagen?

Wann zieht sie aus?

x 1 #33


Arnika
@DNACHIP Echt? Dein Traum war, deine demenzkranke inkontinente Frau zu pflegen? Seltsam.

x 1 #34


C
Zitat von Margerite:
Wenn man eh nicht mehr will, ist eine Eheberatung ohnehin vertane Zeit. Der eine will was, der andere ist schon meilenweit weg und hat schon eine Idee vom kommenden Leben. Was soll denn da noch eine Eheberatung, auf die man sich halbherzig einlässt um dem anderen zu signalisieren, ach, so schlimm bin ich ja gar ...

So ähnlich war/ist es bei meinem Ex auch. Er ist keiner, der alle paar Monate eine neue "Beziehung" hat - die waren schon immer recht lang. Aber irgendwann wurde es langweilig. Wenn er so lange mit Next zusammen sein wird wie mit mir, wird er ca. 80 sein, bis dieser Punkt erreicht ist. Bin mal gespannt, ob er sich dann auch noch trennt.😄 Halbherzig Paarberatung angeboten hat er übrigens auch. Ich bin sehr froh, mich auf diese Farce nicht eingelassen und mich damit völlig zum Affen gemacht zu haben.

@DNACHIP:

Das muss bei euch natürlich nicht so sein. Es klingt aber tatsächlich so, als ob sie abgeschlossen hat, egal ob mit Next im Hintergrund oder nicht. Ist dann auch nicht mehr relevant.

Was ich mit vorstellen könnte und in welche Falle viele Frauen tappen: Sie hat jahre- oder jahrzehntelang schon gemerkt, dass sie ein bisschen die A...karte hat, was die Verteilung der Aufgaben in der Familie angeht, dass ihre Bedürfnisse weniger "gesehen" wurden - hat aber immer geglaubt, das würde sich für sie zu gegebener Zeit noch "ausgleichen". Irgendwann hat sie dann realisiert, dass das gar nicht möglich ist und dass sie die Jahre, die sich für sie in der Rückschau irgendwie "verloren" anfühlen, nicht mehr wird zurückholen können. Daher ihre große Wut. Da kann jetzt keiner was dafür - oder eigentlich seid ihr beide "schuld". Ihr hättet engmaschig immer wieder über die Aufgabenverteilung in der Familie reden müssen, wie sich die aktuelle Situation für euch beide anfühlt, was die eigenen Erwartungen sind ... und ggf. "nachjustieren" müssen, zeitnah bzw. fast in Echtzeit. Das passiert in vielen Partnerschaften nicht, war bei uns auch ein Problem.

x 3 #35


D
@Gorch_Fock
Ich glaube auch mehr und mehr das sie schon eine ganze Zeit einen neuen Partner gesucht hat. Das perfide ist das sie mir bis zum Schluss im glauben gelassen das alles wieder ok. sei. Morgens noch ein Abschiedskuss und Abends dann: 'Wir müßen reden.....'. Grausam. Als ob sie mich zusätzlich weh tun wollte.

#36


D
@Akelei76
Natürlich gab es immer mal Streit. Aber als sie im Januar auf einmal loslegte hat es mich sehr überascht und verletzt. Und, es hörte sich fast so an als ob ihr Therapeut oder eine Freundin geholfen hat die 'Rede' zu verfassen.

#37


D
@Akelei76
Sie ist am umziehen. Gestern hat sie versucht eine Matratze runter zu schleppen. Ich glaube sie hätte sich lieber die Zunge abgebissen als mich um hilfe zu bitten. Ich hatte ihr schon vorher gesagt das ich sie unterstütze und ihr mit allem helfe. Aber, sie geht mir aktiv aus dem Weg und schweigt.

#38


D
@Arnika

Ich verstehe nicht ganz. Natürlich wollte ich keine Demenzkranke oder inkontinente Frau zu pflegen. Aber ich hätte es gemacht. So wie ich hoffte sie würde es bei mir tun. 'In guten und in Schlechten Zeiten'. Heute wird das als Spruch der beim heiraten dazugehört abgetan. Ich bin nicht besonders religiös aber für mich war es ein Versprechen. Ich wollte das Versprechen halten. Nach 36 Jahren besonders, auch wenn es unangenehm wird.

x 2 #39


D
@Caecilia
Ja, ich glaube da hast Du recht!

#40


BunteKatze
Zitat:
Ja leider. Es ging auf einmal so schnell. 36 gemeinsame Jahre durch dick und dünn und dann ist alles in einem Moment vorbei.

Ich stand vor ein paar Monaten an dem selben Punkt. Nach 16 Jahren Beziehung und einigem hin und her ein für mich überraschendes „Ich ziehe aus“. Hier hat mir jemand geschrieben, dass die Trennung doch gar noch plötzlich war, sondern sich sehr lange angekündigt hat. Rückblickend hatte diejenige Recht.
Aber auch ich wurde am Abend vor der Trennung noch im Arm gehalten, mir wurde gesagt man liebe mich, am Morgen wurde ich liebevoll geweckt und am Nachmittag genauso liebevoll begrüßt. 10min später wurde ich verlassen. Feige war er eben schon immer …

#41


VictoriaSiempre
Zitat von DNACHIP:
als ich 2015 meine Karriere aus gesundheitlichen Gründen aufgeben musste, ist meine Frau arbeiten gegangen. Nicht aus finanziellen Gründen, da waren wir durch Versicherung und Kapital abgesichert, sondern wegen der Krankenkasse. Ist halt leider nicht einfach in den USA.

Naja, auch in den USA kann man sich freiwillig krankenversichern - kostet halt Unwissender Smiley

Heißt das, dass Du seit 2015 nicht mehr arbeitest, sondern Ihr die Rollen getauscht habt und Du Haushalt und Kinder übernommen hast, während sie arbeiten geht?

Nicht missverstehen: Ich finde das völlig in Ordnung und es tut mir leid, dass Du gesundheitlich angeschlagen bist! Nicht gut finde ich, wenn Du es so darstellst, als ob sie das nur wegen der Krankenversicherung machen müsste und es sonst gar nicht notwendig wäre. Bei ausreichendem Vermögen gibt es auch andere Möglichkeiten - demnach muss sie doch anscheinend arbeiten, damit bestimmte Standards erhalten bleiben Unwissender Smiley

Völlig normal, gehört auch zu den guten und schlechten Zeiten, die man miteinander teilt: Aber so wie Du es beschreibst empfinde ich es als kleinreden, dass sie arbeitet. „Nur wegen der Krankenversicherung“, die in den USA ne heftige Bank sein kann. Obwohl, gewagte These - vielleicht arbeitet sie ja auch durchaus gerne und würde das auch ohne finanzielle Not gerne machen?

Zitat von DNACHIP:
Vom Teenager Alter an haben wir unsere beiden Kinder in schwierigen Lebenslagen, ein Sohn ist Transgender und der andere hat schwere Angstzustände die zur völligen sozialen Isolation führen, unterstützt. Das hat beide bis an unsere Grenzen und darüber hinaus gefordert!

Nun ja, ist es nicht selbstverständlich, dass Eltern ihre Kinder in schwierigen Lebenslagen unterstützen? Deine Kinder waren 2015 im besten/schlimmsten Teenageralter (17 und 14). D. h., wenn ich es richtig interpretiere, da warst Du derjenige, der am meisten mit ihnen zu tun hatte.

Ich kenne das Leben in Wisconsin nicht, jedoch das in Kalifornien ganz gut. Dort ist man wie in anderen Bundesstaaten lange, lange Zeit Elterntaxi. Vermutlich wurde deshalb der Führerschein mit 16 eingeführt Grinsendes grünes Gesicht Schon absurd, dass in USA Autofahren und Waffen völlig okay sind, aber wehe, ein Teenie wird mit B!er erwischt…

Hier in D werden Teenies flügge, man lässt sie laufen, sie fahren mit Fahrrad und Mofa (gibt es die eigentlich noch? Klatschender Smiley ) umher und nabeln sich ab. In den USA werden sie gepampert und wenn ein Kind draußen alleine mit dem Fahrrad rumfährt, steht CPS auf der Matte. Aber gut, anderes Thema - mag in Wisconsin anders sein!

Wie haben sich denn diese letzten 11 Jahre Eurer Ehe gestaltet? Das war ja schon ein deutlicher Bruch durch diesen Rollentausch, grade mit schwierigen Teeniekindern, und vermutlich war es für Dich auch nicht einfach, vom Macher und Versorger auf Hausmann umzuswitchen? Wenn man sich da nicht einig ist, auf Augenhöhe agiert und grundsätzlich nicht wertschätzt, was der andere leistet, dann führt das vermutlich automatisch zu Frust und Groll.

#42


alleswirdbesser
Ich sehe die Berufstätigkeit, der die Frau nach vielen Jahren ohne, nachgehen musste/sollte nicht als Problem, das ist eher ganz normal, dass man seinen Lebensunterhalt verdienen muss, auch wenn es hier nur um die Versicherung ging. Manche Frauen arbeiten immer mit einer kurzen oder längeren Auszeit wegen der Kinder. Sich darauf verlassen, dass immer der Mann es ist, der die Kohle reinschleppt, ist doch heutzutage eher naiv.

ElternTaxi in dörflichen Gegenden ist doch auch in Deutschland nicht ungewöhnlich oder wer will schon, dass sein Kind, Tochter nachts im Dunkeln am Bahnhof allein ist oder durch die Dörfer radelt? Ich kenne das mit der Fahrerei zu gut und muss das seit vielen Jahren allein machen, dazu Vollzeitjob usw. Jetzt sind die Kinder flüge und der TE als Backup nicht mehr von nützen. Keine Ahnung. Ich vermute wie gesagt, dass sie nicht vor lauter Optimismus glaubt eine neue Beziehung zu finden, da ist was im Busch.

#43


A


x 4