Zitat von Heffalump: Aber irgendwann kommt der Punkt der Akzeptanz, des Begreifens, dass ihre Art zu lieben, nie ein Hollywood Ende nehmen wird
Die Trennung kommt mir vor wie ein vorgefertigtes Drehbuch in einem Hollywood Film mit vorhersehbarem Ende. Und man kann nur daneben stehen und weinend zuschauen, wie die Beziehung den Bach runter geht.
Und es macht mich so wütend. Wir hätten ALLES haben können. Stattdessen wirft sie unser größtes Glück einfach weg.
Wenn ich mir all ihre Kritikpunkte anschaue, dann haben sie alle einen gemeinsamen Nenner:
Sie fühlt sich nicht genug wertgeschätzt!
Es war ihre innerliche, unerträgliche Zerrissenheit aus Sehnsucht nach Liebe und Angst vor dem Verlassen werden. Angst vor Abhängigkeit. Angst vor Nähe weil sie dadurch ihre Identität verliert.
Ich bin sicher, dass das so ist. Diese Ängste lösen eine derartige Zerrissenheit in ihr aus, dass sie zu den bekannten Fluchtreflexen führen.
Deswegen hält sie auch Beziehungen nicht lange aus uns läuft immer weg, weil es die einzige Lösung ist, diese Zerrissenheit zu beenden. Und um eine Abspaltung zum Partner zu erleichtern, wertet sie ihre Partner ab. Mich und vermutlich auch die Partner vor mir.
Sie ist 52. Ich bin sicher, dass sie eine lange Geschichte von unglücklichen Liebesbeziehungen und Trennungen hinter sich hat, die immer nach derselben Muster ablaufen:
Am Anfang wird Der Partner idealisiert und wenn er nicht dem perfekten Traummann aus den Hollywoodfilmen entspricht, wird er demontiert. Es gibt nur schwarz oder weiß. Entweder ist man der Allerbeste oder das Allerletzte. Es gibt nichts dazwischen. So wie bei mir.
Als sei es dann ein innerer Zwang, alle Menschen um sie rum, die sie liebt, die ihr wichtig sind, von ihr wegzustossen, zu blocken, vor ihnen zu fliehen. Am besten noch mit einem Umzug.
Egal ob ihre Ex Partner, ihre Familie, mich oder meine Familie: Alle Beziehungen müssen am Ende eingerissen werden.
Immer dasselbe Drehbuch.
Und um das zu erreichen, gibt sie sm Ende die Prinzessin, die nicht verzeiht. Die nicht einmal respektvoll eine Beziehung beenden kann, die ihrem langjährigen Partner zum Abschied lieber verletzende WhatsApp Nachrichten schickt als das persönliche Gespräch zu suchen. Und bevor er antworten kann und womöglich noch von seinen eigenen nervigen Gefühlen und Kummer berichten kann, wird er geblockt.
Sie bezeichnet sich selber als Gefühlsmensch.
Wenn das die Definition von Gefühlsmensch ist, möchte ich keiner sein.
Zieht nach 2 Jahren Bilanz so als ob sie mit den Problemen ja nichts zu tun hätte. Immer nur die anderen.
Und bevor der Partner Bilanz zieht, macht sie es und fühlt sich gut dabei, das Richtige getan zu haben.
Aber wenn da jemand ist, der trotz ihrer Bemühungen, ihn wieder loszuwerden, nicht geht, egal wie mies sie zu ihm ist, dann kommt ihr Drehbuch völlig durcheinander.
Egal wie bösartig sie ist, er liebt sie immer noch. Das versteht sie nicht und das gefällt ihr nicht, weil es eben nicht in ihr Drehbuch passt. Das stresst sie, denn ihre Hollywoodfilm sehen das nicht vor, brauchen ein dramatisches Finale.
Und jetzt stellt sie auf einmal fest, das dieser Mensch auf einmal doch keine so harte Schale hat wie sie immer behauptet hat, der vielleicht ein viel größerer Gefühlsmensch ist als sie je gewesen bist.
Hat ihr Drehbuch sie vielleicht getäuscht?
Der schaut in ihr Herz und sieht, dass sie tief im Inneren gar nicht böse ist, sondern ein absolut liebenwerter Mensch, der sich total nach Liebe und Geborgenheit sehnt, wie jeder andere auch. Der aber langfristig keine Beziehung halten kann, weil immer wieder dieselben Ängste hochkommen, die dann am stärksten sind, wenn sie in einer Beziehung ist.
Egal mit welchem Partner, egal wie oft sie sich trennt, egal wie oft sie umzieht, egal wie oft sie wegläuft. Sie hat Angst davor, dass dieser Schmerz dann niemals aufhört.
Ich sehe das! Habe es immer verstanden.
Dazu passt ihr Lieblingslied von Clueso "Bin immer weggerannt. Nähe war nie so meins. Alles zu seiner Zeit."
Deswegen trennt sie sich erneut und fühlt sich wieder befreit und voller positiver Lebensenergie. Wie bei den Beziehungen davor.
Aber nun alles wieder auf Null, alles wieder von vorne. Aber eines bleibt als Konstante dabei: Ihr Psychologe.
Und so hoffen wir beide wieder auf die Pralinenschachtel und suchen beide einen neuen Partner.
Die Jahre ziehen ins Land, sie wird älter, die Probleme, Ängste und Einsamkeit bleiben. So zieht das Leben an ihr vorbei.
Es gibt niemanden, der ihr Inneres besser kannte als ich, niemanden der sie besser versteht als ich. Niemand der sie ernster nimmt als ich. Niemand der sie mehr wertschätzt als ich. Und niemand, der sie mehr liebt als ich.
Der nicht einfach geht, wenn sie mies zu mir bist. Weil ich weiß, dass sie ein absolut liebenswerter Mensch ist. Der sie mehr liebt als sie selber.
Unser Beziehung hätte ein Happy End verdient!
Ihre Lieblingsfilme passten da zu ihr:
Casablanca
Jenseits von Afrika
Forrest Gump
Hab ihr an Ende gesagt:
Schau mal lieber "Wie ein einziger Tag"
Wer den Film kennt, kann gerne mal nach googeln.