Zitat von Blattfee:Mir ist es ein Anliegen dir das vor Augen zu führen, was ich denke
@Blattfee
Ich bin für jede ehrliche Meinung dankbar.
Vor allem: Danke für Deine Zeit und das Lesen
Zitat von Blattfee:
Als ich deinen Thread las, fiel mir immer wieder auf, dass dich nichts abgeschreckt hat. Aber gleichzeitig der Satz viel
" Hoffnung" "schöner Urlaub"
"Nichts dabei gedacht" "weiter gemacht
Blattfee,
schau. Wir sind schnell zusammengekommen, haben uns schnell ineinander verliebt. Sie hat sich auch sehr um mich und unsere Beziehung bemüht, Stichwort " Idealisierung ". Unfassbare Liebesbotschaften geschickt.
Deswegen kam ich ja auch anfangs auf Borderline (wovon ich mich ja wieder verabschiedet habe).
Jetzt sehe ich ihre Liebesbotschaften natürlich mit anderen Augen. Nicht, dass ich daran zweifel, aber ich erkenne die Absicht dahinter: Sie wollte ablenken, was ihr auch geglückt ist
Sie ging danb in die Psychatrie, nachdem sie völlig zusammengebrochen war durch ihre Panikattacken. Sie wollte nur, dass das aufhört. Da kannten wir uns schon über ein Jahr.
Ich lasse doch dann meine Partnerin nicht im Stich, so bin ich nicht.
Sie war ja auch nicht bei den ganz schlimmen Fällen (sprich nicht bei den Suizid Gefährdeten) , kam in der Zeit nachmittags immer wieder raus, wo wir uns auch trafen.
Nach ca 6-8 Wochen wurde sie entlassen und ging dann noch in eine Tagesklinik für einige Wochen.
Die Probleme waren da natürlich noch nicht weg. Sie hat aber mir (und vermutlich auch sich selber) immer wieder vorgemacht, es gehe bergauf und dass da noch Nachwehen seien, das sei ganz normal.
Irgendwo hatten wir ja beide die Hoffnung.
Im August sah das dann aber anders aus. Da hatte sie einen erneuten Nervenzusammenbruch. Am nächsten Tag war es bisschen besser, aber sie hatte das Gefühl, sich nicht auf den Beinen halten zu können.
Ich brachte sie in die Uniklinik. Ich werde nicht vergessen, wie sie auf dem Weg dorthin jammerte, nicht wieder ins Krankenhaus zu müssen.
Es war aber eben keine Psychatrie, sondern eine Uniklinik. Angekommen legte sie sich dann dann beim Warten auf den Boden. War echt heftig. Ich hatte echt Sorge.
Sie wurde dann 3 Stunden durchgecheckt. Es waren aber nur die psychosomatischen Auswirkungen ihrer Störung und vermutlich auch die der Tabletten ( kann das nicht besser erklären)
Die Tage danach waren aber noch schlimm. Sie zog sich danb aber wieder bei sich zurück, wo sie dann stärkere Psyhpharmaka bzw Beruhigungspillen nahm.
Hätte ich da gehen sollen?
Im September war es etwas besser, aber nicht weg
Der Urlaub im Oktober war toll.
Erst im November kamen dann die weiteren Dinge wie ihre 2. Mutter (was sie offenbar auch so blockierte, ins Leben zu kommen).
Mit einer wildfremden Frau aus dem Internet fühlte sie sich auf einmal total vereint.
Dann kamen noch andere Dinge hinzu wie Dinge fühlen können, die andere nicht sehen.
Erst da kam sie mir wirklich seltsam vor.
Und dann setze ja auch schon die Abwärtsspirale und ihre Abwertungen ein.
Sie hat das natürlich anders dargestellt. Sprach ständig davon, dass sie ihre inneren Probleme aufräumen wolle und komplett bereinigen wolle.
Ich habe das nicht so gesehen.
Das hätte niemand mitgemacht. Aber da hing ich ja drin, hab mit ihr auch das Thema 2. Mutter besprochen. Sie hatte die krudesten Theorien. Aber da war sie noch happy, dass ich das mit ihr sachlich und logisch besprach.
Zitat von Blattfee:
Egal was Sie gesagt oder gemacht hat, egal wie oft Sie dich weggestoßen hat, du warst immer auf Abruf wieder bei ihr.
Sie hat mich nicht weggestossen. Sie ist nach Hause "geflüchtet".
Kann man natürlich auch andere sehen.
Das kam häufig vor, wenn sie bei mir war (aber natürlich nicht immer) und weniger in ihrer Wohnung.
2x im Urlaub war sie auch unruhig. Aber das hat sich dann gelegt
Okay ungefähr 4x war sie dann wie von einem Dämon besessen, wo sie mich in der Tat wegstossen wollte. Da habe ich gesehen, das was nicht stimmte und hatte sie beruhigt.
Vielleicht kommt das alles auch etwas zu negativ rüber. Wie gesagt, ich schätze 70-80% der Zeit war angenehm und schön mit ihr.
Zitat von Blattfee: An einer Stelle fragtest du, ob du vorbei kommen kannst. Sie antwortete, dass es Ihr nicht gut gehe, Sie das nicht kann.
Was heißt nicht respektieren?
Ich bin ja dann nicht hingefahren, als sie mir sagte, dass es ihr sonst noch schlechter gehen würde.
Dann schrieb sie tonnenweise Nachrichten, ich könne nicht auf ihre Gefühle eingehen etc. Sie wolle lieber in den Arm genommen werden, ich wolle vermutlich nur eine schöne Zeit haben.
Das hätten wir ja alles machen können.
Und am Ende der hunderten Nachrichten drehte sich dann aber irgendwie die Stimmung und ich hatte den Eindruck, sie wolle insgeheim doch, dass ich vorbeikomme. Sie war ja auch hier total widersprüchlich.
Bin dann nicht gefahren.
Zitat von Blattfee:
Bei dem ganzen fragte ich mich, warum du keine Grenzen gesetzt hast und zum Schluß (für mich sehr deutlich) du auch Ihre Grenzen nicht respktiert hast
Blattfee, sie hat sich immer beklagt, ich sei zu wenig bei ihr vorbei.
Ich nenne es nicht Co-Abhängigkeit. Ich nenne es Liebe.
Zitat von Blattfee: Deswegen "musst" du Grenzen für dich festlegen und das nicht aussitzen, bis sich was ändert.
Wie beschrieben, die dicken Brocken kamen alle am Ende: Ihre Retraumatisierungen, Abwertungen, zwischendurch wieder Idealisierungen, Schluss machen, dann wieder Fotos von Eheringen schicken usw.
Grenzen hatte ich ihr in den 2 Jahren aber schon gesetzt, da sie mich gelegentlich als arrogantes A..loch bezeichnete. Keine Ahnung wieso, aber sie hat nicht verstanden, dass mich das tierisch verletzt hat. Ich sage so etwas ja auch nicht.
Zitat von Blattfee: Das ist keine Beziehung- nur alles aushalten, damit es endlich mal einen schönen Tag gibt, IST selbstaufgabe
Ich habe in der Tat viel für die Beziehung getan, viel erduldet. Deswegen bin ich ja auch so verletzt, dass sie mich am Ende so abgewertet. Zu sagen, sie bräuchte diesen Helferfreund nicht mehr, qar mega verletztend. Sie hatte sich bei mir ja nach ihren Aussagen immer sehr geborgen gefühlt.
Selbstaufgabe? Nein, so extrem war es für mich nicht.
Zitat von Blattfee: Davor sogar noch ein Treffen um sich zu Verabschieden, um sich zu Umarmen
Das war aber ihr Wunsch, da sie nicht in Hass und Wut gehen wollte, weil das unsere Liebe nicht verdient hätte.
Ich denke mal, dass sie ihren Hass meinte. Denn ich hasste sie nicht. Vermutlich kam der von ihren alten Ängsten.
Ich wollte erst nicht diesen Abschied, weil ich darin nur den Versuch sah, ihr ein gutes Gewissen zu geben. Ich habe es dann aber gemacht, weil ich nichts unversucht lassen wollte.
Zitat von Blattfee: Endweder lässt du Sie los und guckst in die Zukunft oder du wirst kein glückliches Leben führen können- was macht das mit dir?
Ich muss sie loslassen, sonst gehe ich vor die Hunde. Das Forum hier hilft mir dabei, mich jeden Tag Schritt für Schritt aus der Krise rauszuarbeiten.
Im Moment flüchte ich mich in diese Onlinewelt.
Aber das wird schon. Es haben mir auch etliche zu professioneller Hilfe geraten aber ich schaffe das auch ohne.
Anfangs war der innere Schmerz das einzige, was mich daran erinnert hat, dass ich noch lebe.