Chuckn
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ich habe in den letzten Tagen hier einiges geschrieben und mich auch entschlossen mich hier anzumelden.
Ich merke dass es mir hilft, aber heute ist mir mit Erschrecken das erste mal so richtig etwas aufgefallen:
Ich habe mich seit meiner Trennung enorm verändert. Das alles wurde mir irgendwie erst jetzt bewusst als ich die Woche ein Gespräch mit meinen Eltern hatten die mir sagten sie hätten diesen Eindruck.
Nebenbei hätte ich in 2 Tagen eine Klausur die ziemlich wichtig für mein weiteres Studium ist und ich habe in den letzten Tagen einfach nichts lernen können. Nichts, aber auch gar nichts ging in meinen Kopf rein und irgendwann habe ich resigniert...
Grund dafür mag v.a. sein, dass ich vor ca 1 1/2 wochen das erste mal eine "normale" sms meiner Ex bekommen habe, in der sie mich fragte wo ich hingezogen bin und etwas von ihr erzählt hat. Vorher ging es beim kontakt immer nur über das beziehungsende...
so habe ich das gefühl gehabt das erste mal seit damals wieder kontakt mit der person zu haben die ich mal geliebt habe. vorher war eigentlich immer das bild der person da, die mich betrogen hat!
Wer meine Geschichte gelesen hat weiß, dass die Trennung jetzt schon 6 Monate zurück liegt. Ich dachte auch lange ich wäre auf einem guten Weg bei der Verarbeitung aber jetzt wurde ich wieder so dermaßen zurückgeworfen.
Irgendwie sind es diesmal auch nicht nur die Gedanken an die Beziehung, das Vermissen des Partners, sondern viel mehr die Erkenntnis die ich anfänglich geschildert habe.
Ich glaube was mir immer noch so zu schaffen macht ist, dass mir bei der Trennung so dermaßen schmerzhaft vor Augen geführt wurde wie kalt ein Mensch sein kann. Ich bin jemand der jeden immer fair behandelt und Dinge ausdiskutiere bevor ich jmd verurteile.
Ich weiß dass es vielen anderen hier auch so ergangen ist, dass der Partner quasi von einem auf den anderen Tag sich dazu entschlossen hat die Beziehung zu beendet. War bei mir auch so. SIe hat sie nicht wörtlich beendet, aber sich ohne vorher mit mir darüber zu reden mit jmd anderen auf etwas festes eingelassen (bevor ich es beendete).
Auch danach kam nichts mehr entschuldigendes oder so....
Anfänglich habe ich versucht das alles zu verdrängen. Hatte Phasen in denen ich das alles versucht habe zu reflektieren, evtl Gründe zu finden.
Niemals jedoch konnte ich mit meine Ex- Freundin über alldass reden...
Nun habe ich eben wieder dieses elendige Gefühl von ganz am Anfang und es wird seit Tagen nicht besser. Da es jetzt schon so lange her ist und ich langsam auch Schiss davor habe mein Studium zu gefährden bin ich am überlegen zu meinem Hausarzt zu gehen und ihn danach zu fragen ob er mir eine Therapie empfehlen würde. gerade auch wegen der klausur die jetzt ansteht und die ich wohl nicht schreiben kann, bzw. nicht bestehen würde wenn ich es mache.
Ich weiß nicht ob ich da jetzt erstmal übertreibe, deswegen wollte ich mal fragen ob jmd anderes schon erfahrungen damit gemacht hat?