Juli94
Gast
Meine große Liebe (w26) hat sich vor ca. 9 Wochen wegen "emotionaler Entfernung" von mir (m28) getrennt. Ich schreibe hier weil ich eure Meinungen zur richtigen Trennungsbewältigung einholen möchte.
Kennengelernt haben wir uns zu Beginn der Studienzeit vor 5 Jahren, ich wusste direkt dass ich mit dieser Frau mein Leben verbringen möchte. ein halbes Jahr später sind wir zusammen gekommen. Ich habe zwar auch Freundschaften in der neuen Stadt kennengelernt, aber Sie war mir dort mit Abstand das wichtigste.
Nun zu meiner jetzigen Situation:
Ich habe nach der Trennung direkt meine Sachen gepackt und bin zurück in die Heimat gegangen (muss nur noch Bachelorarbeit schreiben, das geht auch von daheim aus). Ich habe eine Kontaktsperre eingeleitet, die nur einmal wegen dem Tod ihres Opas und einmal zufällig beim feiern in meiner Studentenstadt (musste noch Dinge wegen meiner alten WG klären) gebrochen wurde. Ich habe jegliche Erinnerungen aus meinem Leben verbannt (Bilder etc.) und meine sozialen Netzwerke gelöscht damit ich nichts mehr von ihr mitbekomme. Gefühlsmäßig geht es mir tagsüber okay, morgens habe ich allerdings schlimme Gedanken bis hin zur Selbstverletzung. Allerdings ist mir durch die Trennung bewusst geworden, dass ich sehr viele Probleme in meinem Leben habe die dringend angegangen werden müssen und woran schlussendlich auch die Beziehung zerbrochen ist, deshalb kann ich diese schlechten Gedanken nicht zweifelsfrei nur der Trennung zuordnen. Ich bin persönlich eine Person die stark dazu neigt seine Probleme zu verdrängen, weshalb ich mittlerweile meine Herangehensweise zur Trennungsbewältigung infrage stelle. "Aus den Augen aus dem Sinn" wie in der Vergangenheit bei vieler meiner Probleme. Ich habe manchmal das Gefühl, dass ich hier in meiner Heimatstadt noch garnicht wirklich realisieren kann, dass es wirklich vorbei ist, obwohl sie mir das ziemlich klar gemacht hat (außer ein "man kann nie wissen was irgendwann in der Zukunft passiert, aber geh nicht davon aus". Und ich hab ihr gesagt was für schlimme Gedanken ich seit der Trennung habe, sie hat es sehr sicher nur gesagt um mich nicht komplett in den Abgrund zu stürzen. Manchmal denke ich es wäre besser sie noch ab und zu auf dem Campus zu sehen, oder in Instagram mitzubekommen falls sie einen neuen hat oder irgendwas das mir eben vor Augen hält, dass die Beziehung Geschichte ist. Ich möchte nicht Verdrängen und deshalb später in meinem Leben auf die Schnauze fallen, ich möchte richtig verarbeiten!
Um Tipps und Erfahrungen währe ich sehr dankbar!