Hallo liebe Leidensgenossinnen, nach 26 Jahren Ehe, einem halben Jahr Kampf um Ihn, lebt er nun seit einem halben Jahr bei seiner Neuen. Ich habe ihn rausgeworfen, denn ich hatte es nicht mehr ausgehalten das er sich nicht entscheiden konnte/wollte. Ich habe mich mit der Entscheidung sehr schwer getan, denn ich habe geahnt was auf mich zu kommt-Einsamkeit. Und genau so war und ist es. Durch die Feiertage, durch Geburtstage und Jahrestage werde ich mir immer mehr bewußt, wie Einsam ich bin. Ich wollte immer eine Familie, einen Halt. Die Einsamkeit macht mir sehr große Angst. Die Angst blockiert mich in allem was ich tue. Ich hinterfrage Wünsche und Bedürfnisse und schon bin ich in einer Gedankenendlosschleife und weiß nicht was ich machen soll.

Richtig wütend war ich nicht auf ihn, auch wenn er mich wochenlang betrogen und belogen hatte. Von mir bin ich enttäuscht und auch oft wütend,aber nicht auf ihn.Ich schaffe es nicht los zu lassen, obwohl er mich schon jahrelang nicht mehr respektiert hat.

Und im nach hinein weiß ich nun, durch Äußerungen von ihm, das er nur wegen dem Kind geblieben ist und vor seinen Eltern nicht als verantwortunglos darstehen wollte. Kind ausgezogen, seine Eltern starben vor 1,5 Jahren und siehe da, schon ging es auf Beutezug.
Ein bisschen viel Geschichte von mir, aber was ich sagen wollte,bei Einigen von uns dauert es leider länger, je nach Kindheit und Trennungsgeschichte. Und die Trennungsphasen kommen leider nicht wie im Lehrplan. Ich wünsche mir für alle Trennungleidenden den ersehnten "Klick" im Kopf. Das los lassen und das neu starten, ohne große "downs".
Fröschchen