Zitat von Eremit:Guten Morgen
Bei mir ist die Trennung nun auch etwas über ein Jahr her.
Meine Ex-Frau vergessen ? Nö, wie soll das auch gehen, sie war ein großer Teil meines Lebens und wird immer die Mutter meines Sohnes bleiben.
Sie vermissen ? Kein Stück und ich würde sie nicht einmal mehr mit einer königlichen Mitgift wieder in mein Leben lassen und das obwohl ich vor knapp einem Jahr noch dachte sie wäre die oberallereinzigeste Frau auf dem ganzen Planeten ... ach was sag ich: Dem Universum
Ich kann mich auf Abruf noch an ganz kleine Details meiner Ehe erinnern, kann mich sogar noch an die Gefühle erinnern die ich hatte als wir uns verliebt haben, als wir zusammengezogen sind, als unser Sohn geboren wurde ... alles schöne Erinnerungen ... aber Vergangenheit.
Ich bin aber froh diese Erinnerungen abrufen zu können ohne dass sie mir wehtun ... da wollte ich hin und da bin ich.
Eine Sache treibt mich immer noch um ... die Schmierwurst die mir meine Frau damals "ausgespannt" hat, der sich andauernd in ihrem Restaurant aufgehalten hat und um sie rumschlawenzelt ist ... ja ich stelle mir schon manchmal vor wie aus dem ein ganz persönliches Origami mache, obwohl ich weiß das der Typ austauschbar ist weil die Beziehung hinüber war ... aber das ist nunmal Testosteron und gekränkter Stolz und solange ich die Wurst regelmäßig sehen muss bleibt dieses Gefühl im Hinterkopf.
Wird aber dankbar abgelöst von dem Gedanken "Du arme Pfanne hast jetzt meine Ex an der Backe"
Also "Ja" ich denke noch an sie
... ist mir aber egal
Schönen Sonntag
der Eremit
Schöner Beitrag, an den Punkt wollen wir alle irgendwann mal hin. Ist aber als Zielvorgabe perfekt.
Und was den Typen angeht, kann jeder hier nachvollziehen. Ich bin da der Meinung, dass dies eine Begleiterscheinung der männlichen Natur ist. Es ist kein Bug, es ist ein Feature. Ebenso wie es ein Teil der weiblichen Natur ist, nach dem besten Partner Ausschau zu halten und dies ist in den Frauen (in unterschiedlichen Intensitäten) in Form von Unsicherheit, einem Latenten Zweifel, vorhanden.
Wenn man sich als Mensch soweit kennt und akzeptiert, dann kann man etwas sehr faszinierendes entdecken. Dann erkennt man auf einmal die Menschen um sich herum, die diese Knöpfe in uns drücken wollen. Ich meine jetzt nicht die liebevollen Tests der cooleren Frauen, sondern das Durchsetzen der eigenen Agenda durch Manipulation (die an sich und für sich gesehen weder negativ noch positiv ist). Und noch schöner ist es, wenn man auf diesem Weg Menschen um sich herum erkennt, die ganz ohne Drücken von Knöpfen einem zur Seite stehen und sich mit einem freuen. Für die eigenen Erfolge. Oft sind dies Menschen, die ihre eigenen Schwächen ebenfalls gut im Griff haben.
Ich hatte mal eine Situation, in der ich nicht weiter gekommen bin. In der sich die Knöpfe massiv in meinem Leben bemerkbar gemacht haben. Die schwerste Sache dabei war, diese Knöpfe als Teil von mir zu akzeptieren. Und im Nachgang habe ich zwei von meinen "Kumpels" aus dem nahen Freundeskreis aussortiert, weil die mit sich selber nicht klargekommen sind und ich davon teils direkt betroffen war. Die haben ihre eigenen Baustellen auf mich projiziert und im Umfeld ihre Fehler als meine ausgegeben. Das ganze noch kombiniert mit der nicht vorhadenen Fähigkeit, eigene Fehler bei sich anzugehen. Ich sag mal so, ich würde mit denen nicht tauschen wollen und seit dem ich solche Menschen aus meinem Leben aussortiert habe, macht alles nochmal doppelt so viel Spaß.
Und so wie ich den Beitrag von Dir lese, ist der Typ auch so ein Exemplar. Und da hat Deine Dame vermutlich einen schlechten Tausch gemacht.