Jean-P
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nachdem ich hier passiv nun länger mitlese, traue ich mich aus der Deckung und versuche meinen Trennungsschmerz mit eurer Hilfe besser verarbeiten zu können.
Für eine bessere Verständlichkeit liefere ich kurz den Kontext.
Ich (m, 44 Jahre alt) habe mich am 17.02.19 nach 24 Jahren Ehe von meiner Frau getrennt. Vorausgegangen ist eine mehrjährige Phase des Versuchens, Aufrechterhaltens und profan gesagt, des Kämpfens um die Ehe. Wir haben zwei Kinder, 18 und fast Jahren, wohnen noch zuhause. Vor aht Jahren haben wir unser drittes Kind bei der Geburt verloren, damals und bis heute, zum Teil eine harte Zeit.
Wir hatten viele schöne Zeiten, für die ich dankbar bin, aber in den letzten Jahren beherrschte immermehr ein nebeneinander her unser Leben, trotz intensivster Bemühungen. Nachdem ich meiner Frau, auch 44 Jahre alt, meinen Entschluss in einem Gespräch mitgeteilt hatte, unter Verweis auf die Möglichkeit, das wir uns vermissen können und wiederfinden, fing eine von mir nicht für möglich gehaltene Dynamik der Dinge an. Ich sage dazu, das die Zeit für uns beide sehr schmerzhaft war und nicht so rationell ablief, wie ich hier berichte.
In der darauffolgenden Woche war meine Frau sehr stark bemüht, mich vom Entschluß abzubringen, emotional hat sie mich damit aber rausgedrängt. Ich habe ihr gesagt, das wir Luft brauchen,zum Ende eben dieser Woche drehte sie dann ab. Sie machte mir schlimme Vorwürfe und meinte, das wir dann keine Basis haben. Eine! Woche nach unserem Trennungsgespräch sagte sie mir, das sie jemanden kennengelernt habe, er könnte ihre Chance sein, wieder glücklich zu werden. Ich weiss, das meine Frau in Ausnahmesituationen nervlich schnell labil ist, aber das hat mich dann schon geschockt. Zumal sie dann Vollgas in diese Richtung gegeben hat. Ich habe getan, was man tun musste ( Konten ändern, Wohnung suchen, etc. ) und bin am 10.03.19 ausgezogen. Das Auszugswochenende hat sie schon beim "neuen" verbracht. Ich habe aber erst ab 01.06. eine Wohnung und bin in eine Pension gezogen. Möbel habe ich eingelagert. Zwei Tage nach Auszug hat mein Sohn einn Streit mit meiner Ex gehabt, er kam vom Sport und auf der Couch saß der Neue! Mein Sohn hat ihr Vorwürfe gemacht, die sie mit den Worten entgegnete, es ist jetzt so und man muss sich öffnen für neues. Ich komme hier gerade in der Pension zur Ruhe und fühle mich schlecht, zumal wir in einer Kleinstadt leben, viele das mitbekommen haben und trotz des Protestes meiner Kinder der neue bei meiner Frau ein und aus geht. Ich kann das gar nicht nchvollziehen, ich bin gerade erst dabei uns zu verarbeiten und lehne alle Avancen von Frauen ab, und sie holt nahtlos jemand neues ins Leben und angeblich ist alles besser. Ich tauge jetzt nichts, seh komisch aus, rede komisch. alles O-Ton meiner Frau. Ich habe mich eigentlich immer gut im Griff, und ich war ein guter Ehemann, der lange um seine große Liebe gekämpft hat. Ich war immer da für sie, für die Kids, Haus, Autos, Urlaube, naja alles halt, was man so macht im Leben. Aber jetzt in diesem kleinen Zimmer, Wohnung erst in zwei Monaten und einer total irrationalen Exfrau fühle ich mich total mies und das schmerzt alles! Habt ihr ähnliches auch schon mal erlebt?