Mischa67
Mitglied
- Beiträge:
- 14
- Themen:
- 1
- Danke erhalten:
- 14
- Mitglied seit:
Aus einem anderen Beitrag:
Zitat:Jeder ist seines Glückes Schmied und deswegen darf auch jeder, eine Beziehung zu jedem Zeitpunkt beenden, auch wenn man Tage oder Wochen zuvor noch anderer Meinung war.
(von-worten-taten-und-der-vergaenglichkeit-t4414.html)
Boah! Das finde ich heftig. "Jeder zu jedem Zeitpunkt" - das ist doch verantwortungslos!?
Sicher nicht jede, aber viele Beziehungen, in denen eine Trennung "vor der Tür steht", dürften es doch verdient haben, dass sich beide Partner gemeinsam damit auseinandersetzen, ob noch etwas zu retten ist, bevor ein Partner einseitig eine Trennung ausspricht - selbst wenn er sich noch so sicher ist, sich die Entscheidung "nicht leicht gemacht" zu haben.
Ich stehe vor genau so einer Situation, dass ich mich jeder Chance beraubt fühle, weil es überhaupt keine Auseinandersetzung gegeben hat. Das soll nicht heißen, dass die Trennung ohne sichtbare Konflikte vorweg ausgesprochen wurde. Aber Ehe, Kinder und viele gute Dinge darf man wirklich einfach wegwerfen, weil man zu dem Schluss gekommen ist, dass keine Liebe mehr vorhanden ist?
Ich kenne die Ratschläge, wie wichtig das Akzeptieren für die Trennungsbewältigung ist und ich kann auch verstehen, dass ein Akzeptieren schon schwierig genug ist, wenn man sich "nur" sagt: Eigentlich ist doch das alles (die Trennungsgründe) gar nicht so schlimm. Aber wenn man das Gefühl hat, der trennende Partner ist "von Sinnen" und redet sich einiges ein? Da rangiert Akzeptanz für mich doch stark außer Reichweite.
Stehe ich mit so einer Haltung eher allein da? Ist das ein falsches Menschenbild - quasi wie die früher übliche völlig überzogene Moralvorstellung von "Ehepflichten"? Oder ist es "nur" ein Trugschluss, dass dies nicht möglich ist, weil die Verantwortung sich selbst gegenüber allen anderen Verantwortlichkeiten voransteht und/oder stehen sollte?
Freue mich über Rückmeldungen!
