Kati90
Gast
mir geht's grade echt schlecht. Ich habe mich vor einem Monat von meinem Freund getrennt mit dem ich drei Jahre zusammen war. Zur Vorgeschichte: Ich lernte ihn kennen, als ich mit meinem damaligen Freund (5J Beziehung) grade Schluss gemacht habe. Er vereinte alles, was mir in der vorherigen Beziehung gefehlt hatte. Mit ihm konnte ich in die Zukunft planen und wir haben uns stets gut verstanden und hatten die gleichen Vorstellungen. Nach einem Jahr gut laufender Beziehung sind wir zusammen gezogen. Das zusammenleben hat super funktioniert und sogar gemeinsame Tiere haben wir uns angeschafft.
Aber dafür hatte er andere Qualitäten. Er war aufmerksam, fürsorglich, hat alles für mich gemacht und leben und wohnen konnten wir auch gut zusammen.
Irgendwann staute sich in mir immer mehr das Gefühl der Unzufriedenheit. Wirklich mit ihm reden konnte ich nicht, da er im Endeffekt nichts falsch gemacht hat.
Da wir dann irgendwann nur noch so nebenher lebten und unserer Beziehung aus "Was essen wir heute? und wie war die Arbeit?" bestand und die Vorstellungen und Träume die wir hatten (Haus, Kinder. ) sich mehr und mehr wie eine Schlinge um den Hals angefühlt hatten musste ich ausbrechen. Ich musste wirklich daraus!
Die ersten drei Wochen waren ok. Hatte viel zu tun zwecks neuer Wohnung etc. Am schmerzlichsten habe ich unsere beiden Katzen vermisst, da ich sie da gelassen habe und ihm nicht auch noch die beiden wegnehmen wollte, wenn ich gehe.
Dadurch haben wir halt auch immer noch Kontakt. Da ich mich noch mit um die beiden kümmern will oder sie zumindest besuchen will. Wir gehen dann auch ganz normal miteinander um.
Doch nun gehe ich wieder arbeiten, der Alltag ist eingekehrt und ich könnte nur noch heulen. Ich weiß nicht ob ich ihn vermisse, die Gewohnheit, das geregelte Leben was ich hatte oder mich trotz Unterstützung von Freunden und Familie einfach nur einsam fühle. Wie in einem tiefen Loch, aus dem ich nicht mehr herauskomme.
Ich dachte bis vor kurzem noch, dass es genau das richtige ist. Sich trennen. Da ich in der Beziehung ja auch nicht mehr wirklich zufrieden war.
Ich habe so Angst, dass ich einen Fehler gemacht habe und es zu spät merke. Ich mein, ich hatte alles - netter Freund, Tiere, tollen Wohnung, beide genug Einkommen für ein Leben zu zweit.
Oder ist es normal, dass es mir trotz MEINER Entscheidung so beschissen geht? Mir ist grade einfach alles zu viel und es schmerzt so furchtbar. Ist es die Gewohnheit die mehr fehlt? Manchmal frage ich mich sogar, ob ich nur so an unseren gemeinsamen Katzen hänge, um die ich mich nicht mehr täglich kümmern kann und ob es mir einfacher fallen würde, wenn wir sie nie gehabt hätten. Versteht ihr was ich meine? Ich bin so verwirrt und weiß nicht was ich genau vermisse nur nachher weiß ich das erst in einem halben Jahr und dann ist es zu spät.
Oder ist es richtig zu lernen mal alleine zu sein? Um sich selbst kennenzulernen und zu erfahren wie man wirklich ist und was man will?
Da ich seit 9 Jahren von einer Beziehung in die nächste rutsche sagen mir viele, ich müsse dadurch. Ich habe nämlich absolut keine Ahnung was ich will. Außer ich habe etwas uns dann will ich irgendwann etwas anderes. Nie zufrieden. Immer das was man nicht haben kann, jaja.
Und jetzt habe ich gar nichts mehr. Nur mich selbst und ich könnte nur noch heulen. Auf der Arbeit, Zuhause egal. Ablenken ist schwer bis gar unmöglich.
Habt ihr vielleicht irgendwelche Tipps? Ich drehe noch durch!
