nurIch
Gast
Im Grunde sind wir nur noch wenige Schritte weit davon entfernt uns zu trennen. Zum wiederholten Mal, doch dieses Mal entgültig.
Gestern stand ich an der Tür, bereit sie hinter mir zu zu ziehen und zu gehen.
Nach langen Gesprächen und vergeblichen Versuchen eine Lösung zu finden wie zwei so unterschiedliche Charakter (er Löwe, ich Fische) es weiter mit einander aushalten sollen, ohne sich letztendlich zu zerfleischen.
Wir hatten so viele schöne Zeiten.
Doch überwiegen die Momente, wo ich ihn anscheinend in den Wahnsinn treibe mit meiner Art. Sei es ihm Denken, im Handeln, beim Sex und umgekehrt ist es genau so.
Wir haben uns lieb, schätzen die Qualitäten des Anderen (schließlich ist man mit Ende 40 erwachsen genug), aber es gibt zu wenig Anknüpfungspunkte.
Nach 5 Jahren haben wir Beide keine Kraft mehr und keine Geduld mehr, sind so verzweifelt und abgegessen von dem ewig und immer wieder Durchgekauten. Dem immer und immer wieder neuen Versuch und dabei doch nichts zu verändern.
Jeder in seiner Haut gefangen und an allen Versuchen gescheitert.
Gestern abend nahm er mich in den Arm und die mühsam zurückgehaltenen Tränen kamen dann doch.
"Wie kann er mich gehen lassen, wenn ich ihn doch so lieb hab", waren seine Worte.
"Behalten werden" als gute Tat? ... ja er ist kein schlechter Kerl und möchte es so wenig wahr haben wie ich, dass es nicht funktioniert.
Ich zu leise, zu verträumt, zu wenig vers.t, zu wenig von allem bin und er in allem zu laut, zu eingebildet, zu rau, zu *beep*.
Mir zerreist es das Herz bei der Vorstellung ihn zu verlieren.
Den gut aussehenden, starken Mann der meine Hand hält und mich bekocht. All die schönen Momente rücken in den Vordergrund und verdrängen alle Probleme.
Doch mein Kopf weiß, dass er mich niemals so akzeptieren kann wie ich bin.
Im Grunde haben wir wieder nur ein paar Tage gewonnen.
Ich bin ängstlich und traue mich nicht mehr zu agieren.
Im Grunde mehr den je genau dass was er nicht will.
Anstatt eine selbstbewußte Frau, die für ihre Sache einsteht, eher ein Mäuschen, etliche Stufen unter ihm, bemüht ihn nicht zu verärgern.
wenigstens das.