Zitat von Blake88:Klar ich kenne euch nicht und beziehe mich nur auf deinen Text. Meine Frage an dich, wieso willst du immer gleich alles?
Darauf muss ich wohl näher eingehen. Als ich gestern meinen Beitrag verfasst habe, habe ich vielleicht bewusst oder unterbewusst Dinge weggelassen.
In dieser Beziehung ist sehr viel vorgefallen. Vertrauensbrüche auf beiden Seiten, man hat sich in den letzten 2-3 Jahren ausseinandergelebt und noch dazu kamen Kommunikationsprobleme. Also die Beziehung war wirklich das Gegenteil von unbeschwert.
Ich hab bestimmt meine Macken und er genauso. Habe sehr oft das Gespräch in der Beziehung gesucht und wollte Dinge klären. Er reagierte eigentlich immer gleich; Nahm alles direkt als Angriff auf oder zog sich völlig zurück.
Irgendwann hab ich dann aus Verzweiflung begonnen, gar nicht mehr zu reden und alles in mich reinzufressen. Alles was mich störte, habe ich für mich behalten bis es eben irgendwann nicht mehr auszuhalten war und im Eklat endete. Er natürlich völlig perplexich wäre streitsüchtig, ich müsste ja mal die "Schnauze aufmachen", wenn mich was stören würde und nicht monatelang sauer sein und dann durchdrehen. Toll, nur leider hat er seinen Anteil nicht gesehen, wieso ich mich gar nicht mehr getraut habe, Dinge anzusprechen.
Diese Art zu Streiten ist auch ganz klar bei seinen Eltern erkennbar. Sein Vater flüchtet bei Konflikten und dreht seine Runden mit dem Rad bis er sich abreagiert hat. Sobald er zurück ist, wird so getan, als hätte es das Gespräch nie gegeben.
Zitat von Blake88:Alleine seine Reaktion das ihr nicht gemeinsam eine Wohnung sucht zeigt mir das. Er hat dir da eigentlich schon gezeigt das ihm das so nicht passt.
Ich lehne mich jetzt mal aus dem Fenster und sage das er enttäuscht war. Ich weiß du hast es nur gut gemeint, aber deine gesamte Aussage sagt eigentlich nur eins aus. Es ist meine Wohnung und wenn es nicht passt musst du halt dann gehen.
Wie soll man da bitte vertrauen aufbauen? Das würde jedem nicht gefallen und war der total falsche Schritt in meinen Augen.
Das verstehe ich schon irgendwie, aber mir wurde die Wohnung vorgeschlagen und ich habe ihn dann ganz konkret darauf angesprochen, was er davon hält und dass wir ihn ja evtl. dann auch in den Mietvertrag schreiben können, wenn er das wünscht. Für mich war nur klar, dass ich keinesfalls wieder daheim einziehen wollte und das wusste er auch. Ich bin ja 1 1/2 Monate vor ihm schon in die Heimat zurückgekehrt.
Von mir wurde auch ganz klar kommuniziert, dass man die Wohnung als "Übergangslösung" gesehen werden darf und ich hoffe, dass er sich nicht übergangen fühlt.
Er war dann damit voll und ganz einverstanden. Erst später fielen dann so Kommentare wie "keine Ahnung, ist doch deine Wohnung" und ich habe ihm dann immer entgegnet, dass er das auf keinen Fall so sehen darf, dass ich mir hier Mühe für uns beide gebe und ich unbedingt möchte, dass er sich hier wohlfühlt und das als seinen Rückzugsort sieht.
Erst in dem Trennungsgespräch fing er dann an zu sagen, dass er extreme Zweifel hätte was das Zusammenziehen betrifft. Auch hier habe ich mehrmals gesagt, dass ich doch gar kein Druck machen wollte. Dass wir erstmal schauen sollten, dass wieder eine Spontanität einkehrt und es ganz normal wird sich regelmäßig zu sehen. Er könne hierher wenigstens 2-3 Mal die Woche kommen und ich ab und zu mit dem Fahrrad zu seinen Eltern, aber er sagte ja immer wieder, dass er glaubt es bringt nichts mehr.
In dieser Beziehung müsste man so viel aufarbeiten, aber wenn er ja nichtmal mehr breit ist, sich mit mir zu treffen (und das hat er ja die letzten 2 Monate gezeigt) Was bleibt mir denn da noch übrig?
Zitat von Blake88:Ihr lebt jetzt wieder in der Heimatstadt, da kann man doch alles langsamer an gehen lassen. Ich denke so groß ist die Stadt nicht oder? Also kann man auch mal schnell mit dem Fahrrad zum anderen heizen. Zeit verbringen ohne großen Druck und mal schläft der eine da und dann wieder dort. So was kann auch Wunder bewirken.
Habe ich ja genauso vorgeschlagen, aber jeder meiner Vorschläge wurde nur noch madig geredet und dann habe ich eingesehen, dass ich nicht mehr betteln werde und seine Entscheidung wohl akzeptieren muss...