Sonnenschein333
Gast
mein Freund und ich sind beide Anfang 20. Sind nach 1 Jahr Fernbeziehung zusammen gezogen. Jetzt schon 1 1/2 Jahre. Am Anfang lief es gut. Im Sommer letzten Jahres hatte ich nun ein sehr schlimme depressive Phase. Das war sehr anstrengend für uns beide. Ich konnte kaum was machen und offensichtlicher Weise musste mein Freund zu der Zeit viel im Haushalt etc. Übernehmen.
Ich war sehr unzufrieden mit meiner Ausbildungsstätte, weswegen sich meine Energie auch danach noch in Grenzen gehalten hat. Ich habe mit Restreserven an Energie einfach versucht meine Prüfungen zu schaffen.
Seit dem ich meine Prüfungen geschafft habe geht es mir besser, ich bin generell aktiver und habe auch endlich wieder Zeit und Energie mich mit dem Wohlsein der Menschen in meinem Umfeld zu befassen. Außerdem gehe ich in klinische Behandlung in ein paar Wochen.
Kurz nach meiner Prüfung kam mein Freund zu mir und meinte, dass er ausziehen möchte. Dass das jetzt eine feste Entscheidung ist und er das machen möchte. Am liebsten jetzt sofort.
Ich war erst einmal ziemlich überrumpelt und kann dadurch dass ich das bis jetzt so nicht wahrgenommen hatte, nicht einfach aufnehmen wie einen tollen Vorschlag. Ich fühle mich mit dem Rücken zur Wand gepresst.
Das zieht sich jetzt schon so seit ca. 2 Wochen, wir reden/streiten viel darüber. Ich möchte gerne verstehen, was der Grund ist und ob wir nicht doch noch etwas daran ändern können. Für Ihn ist es anscheinend so, dass er so oft negative Gedanken hat in Bezug auf “objektiv unnötige” Dinge im Haushalt. Die machen Ihn fertig und er möchte diese Gedanken nicht mehr haben. Er hat in seinem Kopf schon alles durchgegangen und es gibt für Ihn keine Lösung außer auszuziehen.
Für mich sage Ich gar nicht, dass Ausziehen keine Lösung ist. Ich möchte doch nur, dass er mir und der Beziehung eine Chance gibt, daran zu arbeiten. Ich hatte keine Möglichkeit alles durchzugehen. Er meint, dass aber genau diese Optionen zu erforschen schon getan wurde und er ja dann nur machen würde was ich möchte. Ich möchte aber nicht einfach sagen “hey, okay. Dann zieh halt aus”. Dafür war das ganze zu plötzlich und mir ist auch mein erstes richtige Zuhause wichtig. Meine Kindheitstraumas haben auch mit Wohnen zu tun. Außerdem bin ich auch einfach (noch!) nicht stabil genug sowas anzugehen. Ich habe ja das erste mal seit langem wieder Energie für einen Heilungsprozess.
Ich bin auch bereit viel zu ändern, damit er sich wohl fühlt. Auch wenn es unnötige triviale Sachen sind. Das meinte er möchte er nicht, dass ich so perfektionistisch daran gehen muss. Ich verstehe nicht wie er dass nicht für mich möchte, aber dann diese Situation gerade, bei der er sieht dass es mich fertig macht?
Wir möchten also verschiedene Dinge. Er möchte sofort Ausziehen, und ich möchte alle anderen Möglichkeiten außer das. Keine Ahnung was man an so einem Punkt machen sollte.
Ihn nicht einfach gehen zu lassen ist auch nicht gut, dass weiß ich. Aber was soll Ich tun wenn es mir so weh tut? Und er nicht einmal bereit ist irgendwie auf mich einzugehen. Wir waren immer so ein gutes Team.
Liebe Grüße