Zitat von Vanilla42:ab da wurde unsere heile Welt nur noch von seinem grauen Nebel heimgesucht.
Diesen 'grauen Nebel kenne auch ich.
Man kann ihn selbst nicht beiseite schieben, dann und wann lichtet er sich, doch er umwabert einen stets and ständig. Es gibt gute Tage und es gibt die wirklich schlechten.
Zitat von Vanilla42:Ich gehe stark davon aus dass er manisch depressiv ist. Eine Weile ist er extrem euphorisch und dann wieder antriebslos.
Das kann sein, muss es aber nicht. Depressionen hat viele Gesichter.
Deine Überlegung in allen Ehren aber deine Diagnose halte ich persönlich nicht für ausreichend. Hier ist meiner Meinung nach die Einschätzung und Hilfestellung von geschulten Leuten gefragt, die sich mit dieser Materie wirklich auskennen.
Zitat von Vanilla42:Aber seine andere Seite ist unberechenbar, kalt und verletzend, zurückgezogen.
Wie ich schon schrieb, Depression hat viele Gesichter. In diesen Momenten habe ich z.B. nur Kraft für mich und für nichts anderes. Auf Außenstehnde mag das dann so wirken, aber ich selbst kann einfach nicht anders agieren.
Zitat von KBR:Depressionen. Dazu möchte ich sagen, dass diese sich in vielfältiger Weise äußern könne
Genau das! Das Spektrum ist so breit angelegt.
Zitat von Vanilla42:Meiner Meinung nach wurde ihm die Depression auch vererbt. [pid]2248049[/pid]
Das mag tatsächlich so sein.
Bei mir zieht es sich wie ein roter Faden durch die Familie und ja, bei mir ist es 'vererbt'. Die Wahrscheinlichkeit an einer Depression zu erkranken ist jedenfalls erhöht, wenn z.B. ein Elternteil damit schon zu tun hat.
Zitat von KBR:Eine Depression hat ihre eigenen Geseetze. Nichts als der Antrieb des Depressiven kann dazu etwas beitragen, dass es besser wird.
Das hier empfinde ich als sehr wichtig.
Niemand sonst kann da helfen, nur der 'Erkrankte' selbst.
Wäre ich an deiner Stelle, so würde ich mir als Angehöriger erst einmal Hilfe suchen und mich beratschlagen lassen, was es für Möglichkeiten gibt and wie ich weiter vorgehen sollte.
Es gibt zum Glück heute viele Anlaufstellen; alleine ein Nachfragen beim Hausarzt kann helfen.
Aber bitte unterlasse es die Hilfe so zu gestalten, in dem du dir über die Tante Johanniskrauttabletten holst.
Johanniskraut ist auch nicht ganz ungefährlich und kann Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten hervorrufen oder Allergien auslösen.
Zitat von Vanilla42:dass er sich professionelle Hilfe holen muss und wenn er es nicht kann ist das Leid nicht groß genug!
Hier ist meiner Ansicht nach wirklich Vorsicht geboten!
Das Ausmaß des Leids ist für einen Außenstehenden nicht ersichtlich. Das der Betroffene aber leidet ist keine Frage. Ebenso ist es keine Frage des Wollens, sondern des Könnens - es geht schlicht und ergreifend nicht and du alleine bist einfach nicht in der Lage an diesem Punkt zielgerichtet zu helfen.