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Hilfe1234
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Hallo liebe Community,
nach langem Mitlesen, habe ich mich jetzt auch dazu entschieden nach Rat zu fragen, weil alle meine Kontakte sehr voreingenommen sind und meinen Ex-Partner verfluchen. Ich hoffe, dass ich hier konstruktiven Rat erhalte und eine oder einer schon einmal in einer ähnlichen Situation gesteckt hat.
Also zu meiner Geschichte: Mein Ex-Partner und ich waren insgesamt 4 1/2 Jahre zusammen, davon wohnten wir die letzten 1 1/2 Jahre in einer gemeinsamen Wohnung. Wir haben uns in unserer Jugend kennengelernt und er ist somit mein erster fester Freund und somit wohl auch meine erste (letzte?) große Liebe gewesen. Wir führten eine im Ganzen relativ schöne Beziehung, bis ich selbst einige Fehler gemacht habe, die mir glücklicherweise verziehen wurden und ich anschließend auch eine Therapie besucht habe um vieles an meinem eigenen Verhalten zu ändern. Ich habe sehr viel geklammert, aber ohne aggressiv zu werden oder massive Vorwürfe zu machen.
Ich bin ein generell sehr emotionaler Mensch und rede über quasi alles was in mir vorgeht. Das KOMPLETTE Gegenteil von meinem Ex. Er redet sehr wenig über seine Gefühle und über das was in ihm vorgeht. Er definierte sich sehr lange eher über sein sehr ambitioniertes Studium, träumte von hohem Ansehen und hatte große, wenn nicht sogar übermenschliche Erwartungen an sich selbst. Das ging tatsächlich so weit, dass er täglich 10 Stunden in der Bibliothek verbrachte und sich über Monate hinweg nicht um unsere Beziehung scherte. Ich war traurig, aber nahm es so hin. Ich denke, dass er dadurch irgendetwas kompensieren wollte. Ein eher kühleres Verhältnis zu seinen Eltern hat er auch. Es geht nur um oberflächliche Dinge, eine richtige Streitkultur gab es nicht und ob er jemals gelernt hat mit Konflikten umzugehen weiß ich nicht.
Nun kam es vor quasi einem halben Jahr dazu, dass er sich anfing schlecht zu fühlen. Er berichtete von Grübelzwängen, Antriebslosigkeit in den Morgenstunden und keine Möglichkeit für ihn ohne Melatonin einzuschlafen. Sein Zustand verschlechterte sich. wohl ein schlechtes Gefühl, dass ihn heimsuchte. Ich bekam davon leider relativ wenig mit, weil er nie redete, außer dass er sich einzig und allein von mir zurückzog, ständig mit Kopfhörern auf der Couch saß und irgendwelche belanglosen Videos guckte oder häufig bis in die Nachtstunden mit Freunden um die Häuser zog, was er sonst aber auch so gemacht hat.
Er ging dann im Dezember zu einem Allgemeinmediziner, der ihm Tabletten verschrieb und eine Depression diagnostizierte. Daraufhin suchte er sich auch einen Therapeuten. Die Therapie fängt aber erst jetzt allmählich an. Mitte Januar kam es dann zum Supergau. Er wüsste nicht mehr was andere Leute glücklich mache, stellt sein Studium, seine Zukunft und unsere Beziehung in Frage. Der sonst so ambitionierte Mensch, weiß nicht mehr was er vom Leben wolle - weiß aber, dass er wieder glücklich werden will. So hat er sein Studium kurz vor seinem Examen pausiert, seine sehr gute Arbeit pausiert/gekündigt und mir eine ein monatige Pause vorgeschlagen. Er sei sich unsicher mit uns und weiß nicht mehr ob er mich liebt oder mit mir weiterhin zusammen bleiben möchte. Diese Pause ging einen Monat, an meinem Geburtstag meldete er sich nicht. Das waren glaube ich die schlimmsten vier Wochen meines Lebens, habe 10 kg abgenommen und sehr gelitten und er wirkte so als hätte er sich damit nicht auseinander gesetzt.
Nun hat er sich dazu entschieden, seinen Neuanfang ohne mich zu starten. Er sei sich weiterhin unsicher mit unserer Beziehung, aber der Faktor, dass er nicht weiß wie lange er brauche um sich zu entscheiden und mich damit nur auf die Folter spannt und eventuell ein halbes Jahr brauche um mich dann zu verlassen, wäre inhuman. Ebenfalls weiß er, dass er alleine sein muss um seinen Zustand zu überwinden, er wolle einfach nur wieder glücklich sein.
Es läge nichts an mir und er hätte momentan jede Liebesbeziehung beendet, da er alle Kraft für seinen Prozess braucht und da alleine durchmüsse. Vor drei Tagen hieß es noch, dass er sich später wieder annähern wolle, da er an diese Beziehung glaubt. Gestern hat er diese Aussage revidiert und sagt, dass er mich auf keinen Fall für immer aus seinem Leben haben will, das wäre ihm sehr bewusst - jedoch wird sich mit der Zeit herausstellen, ob das hier gerade eine Trennung auf Zeit ist oder endgültig. Das könne man jetzt noch nicht sagen.
Was denkt ihr besteht hier Hoffnung? Wie kann ich vorgehen? Er scheint anscheinend befreit nach der Trennung zu wirken, er hat ja jetzt auch gar keine Verpflichtungen mehr. Zieht wieder zu seiner Mutter und geht wieder mit seinen Freunden feiern, seiner Aussage nach ,,Ablenkung''. Ich fühle mich schrecklich, ich wäre so gerne für ihn da und erkenne ihn nicht wieder.
Wie geht man mit einer solchen Situation um? Es fühlt sich nämlich auch nicht nach einer normalen Trennung an, unter diesen Umständen. Ich hoffe irgendwer kann mir hier weiterhelfen. 
nach langem Mitlesen, habe ich mich jetzt auch dazu entschieden nach Rat zu fragen, weil alle meine Kontakte sehr voreingenommen sind und meinen Ex-Partner verfluchen. Ich hoffe, dass ich hier konstruktiven Rat erhalte und eine oder einer schon einmal in einer ähnlichen Situation gesteckt hat.
Also zu meiner Geschichte: Mein Ex-Partner und ich waren insgesamt 4 1/2 Jahre zusammen, davon wohnten wir die letzten 1 1/2 Jahre in einer gemeinsamen Wohnung. Wir haben uns in unserer Jugend kennengelernt und er ist somit mein erster fester Freund und somit wohl auch meine erste (letzte?) große Liebe gewesen. Wir führten eine im Ganzen relativ schöne Beziehung, bis ich selbst einige Fehler gemacht habe, die mir glücklicherweise verziehen wurden und ich anschließend auch eine Therapie besucht habe um vieles an meinem eigenen Verhalten zu ändern. Ich habe sehr viel geklammert, aber ohne aggressiv zu werden oder massive Vorwürfe zu machen.
Ich bin ein generell sehr emotionaler Mensch und rede über quasi alles was in mir vorgeht. Das KOMPLETTE Gegenteil von meinem Ex. Er redet sehr wenig über seine Gefühle und über das was in ihm vorgeht. Er definierte sich sehr lange eher über sein sehr ambitioniertes Studium, träumte von hohem Ansehen und hatte große, wenn nicht sogar übermenschliche Erwartungen an sich selbst. Das ging tatsächlich so weit, dass er täglich 10 Stunden in der Bibliothek verbrachte und sich über Monate hinweg nicht um unsere Beziehung scherte. Ich war traurig, aber nahm es so hin. Ich denke, dass er dadurch irgendetwas kompensieren wollte. Ein eher kühleres Verhältnis zu seinen Eltern hat er auch. Es geht nur um oberflächliche Dinge, eine richtige Streitkultur gab es nicht und ob er jemals gelernt hat mit Konflikten umzugehen weiß ich nicht.
Nun kam es vor quasi einem halben Jahr dazu, dass er sich anfing schlecht zu fühlen. Er berichtete von Grübelzwängen, Antriebslosigkeit in den Morgenstunden und keine Möglichkeit für ihn ohne Melatonin einzuschlafen. Sein Zustand verschlechterte sich. wohl ein schlechtes Gefühl, dass ihn heimsuchte. Ich bekam davon leider relativ wenig mit, weil er nie redete, außer dass er sich einzig und allein von mir zurückzog, ständig mit Kopfhörern auf der Couch saß und irgendwelche belanglosen Videos guckte oder häufig bis in die Nachtstunden mit Freunden um die Häuser zog, was er sonst aber auch so gemacht hat.
Er ging dann im Dezember zu einem Allgemeinmediziner, der ihm Tabletten verschrieb und eine Depression diagnostizierte. Daraufhin suchte er sich auch einen Therapeuten. Die Therapie fängt aber erst jetzt allmählich an. Mitte Januar kam es dann zum Supergau. Er wüsste nicht mehr was andere Leute glücklich mache, stellt sein Studium, seine Zukunft und unsere Beziehung in Frage. Der sonst so ambitionierte Mensch, weiß nicht mehr was er vom Leben wolle - weiß aber, dass er wieder glücklich werden will. So hat er sein Studium kurz vor seinem Examen pausiert, seine sehr gute Arbeit pausiert/gekündigt und mir eine ein monatige Pause vorgeschlagen. Er sei sich unsicher mit uns und weiß nicht mehr ob er mich liebt oder mit mir weiterhin zusammen bleiben möchte. Diese Pause ging einen Monat, an meinem Geburtstag meldete er sich nicht. Das waren glaube ich die schlimmsten vier Wochen meines Lebens, habe 10 kg abgenommen und sehr gelitten und er wirkte so als hätte er sich damit nicht auseinander gesetzt.
Nun hat er sich dazu entschieden, seinen Neuanfang ohne mich zu starten. Er sei sich weiterhin unsicher mit unserer Beziehung, aber der Faktor, dass er nicht weiß wie lange er brauche um sich zu entscheiden und mich damit nur auf die Folter spannt und eventuell ein halbes Jahr brauche um mich dann zu verlassen, wäre inhuman. Ebenfalls weiß er, dass er alleine sein muss um seinen Zustand zu überwinden, er wolle einfach nur wieder glücklich sein.
Es läge nichts an mir und er hätte momentan jede Liebesbeziehung beendet, da er alle Kraft für seinen Prozess braucht und da alleine durchmüsse. Vor drei Tagen hieß es noch, dass er sich später wieder annähern wolle, da er an diese Beziehung glaubt. Gestern hat er diese Aussage revidiert und sagt, dass er mich auf keinen Fall für immer aus seinem Leben haben will, das wäre ihm sehr bewusst - jedoch wird sich mit der Zeit herausstellen, ob das hier gerade eine Trennung auf Zeit ist oder endgültig. Das könne man jetzt noch nicht sagen.
Was denkt ihr besteht hier Hoffnung? Wie kann ich vorgehen? Er scheint anscheinend befreit nach der Trennung zu wirken, er hat ja jetzt auch gar keine Verpflichtungen mehr. Zieht wieder zu seiner Mutter und geht wieder mit seinen Freunden feiern, seiner Aussage nach ,,Ablenkung''. Ich fühle mich schrecklich, ich wäre so gerne für ihn da und erkenne ihn nicht wieder.
Wie geht man mit einer solchen Situation um? Es fühlt sich nämlich auch nicht nach einer normalen Trennung an, unter diesen Umständen. Ich hoffe irgendwer kann mir hier weiterhelfen. 
Könnte mir selbst in die Finger beißen, aber da ich immer selten Zuneigung bekam, weil er viel mit seinen Zielen beschäftigt war, hat es mich weiter darein getrieben. Die Angst ihn zu verlieren war riesig. Jetzt ist es eingetreten und ich kann es nicht ganz akzeptieren, weil es eine Trennung unter ganz komischen Umständen ist.