Ursela
Gast
Bei meinem Ex und mir war es neben dem Alltag eine problematische Kommunikation.
Als Beispiel: ich will immer alles ausdiskutieren, mein Ex war öfter so drauf, dass er sagte: du, ich hab keinen Bock auf das Thema, lass mich in Ruhe. Ich dann: ja, aber mir ist daa wichtig. Er: ja, mir ist aber wichtig, dass ich da nicht drüber reden will.
Das führte über Jahre hinweg immer wieder zu heftigem Streit. Ich war in 90% diejenige, die ihren Ärger runter geschluckt hat und wieder einen Schritt getan hat - bis es eben reichte.
Der Alltag, die Organisation mit vier Kindern, verlangt einem Paar alles ab.
Spontane Leidenschaft? Fehlanzeige.
Sex war uns beiden zu wenig, auch Unternehmungen außer Haus - aber oft sind wir abends einfach komplett ko auf dem Sofa eingeschlafen, die Kinder waren krank oder oder oder....
Geld war immer knapp, Babysitter für vier Kinder rar, Familie haben wir beide nicht in der Nähe gehabt. Putzhilfe o.Ä. war finanziell auch nie drin.
Bis zum zweiten Kind gings ganz gut. Danach sind wir als Paar auf der Strecke geblieben und mich hat meine Geduld und Sanftmütigkeit verlassen.
Und auch hier lese ich ähnliches oft. Da kommt dann eine Affäre ins Spiel oder einer verliebt sich neu, in jemanden, der eben mit diesem Stress nichts zu tun hat.
Ich will mich mit dem nächsten Partner nicht ebenso auftreiben, sehe aber kaum Luftlöcher oder Spielräume.
Wie organisiert ihr euch?
Ist das einfach ein "naturgemäßer" Verlauf?