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Der Weg, Steil bergab - alles schei.

K1ner

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Hallo zusammen,

bin auf dieses Forum gestoßen und hoffen auch guten Austausch und neutrale Meinungen.

Zu mir, bin Mitte 30, habe einen Sohn mit drei Jahren und bin (noch) in einer Beziehung, sie ist auch Mutter des Kindes.
Wir sind jetzt 7 Jahre zusammen, aber nicht verheiratet.
Wir haben vielen Krisen bewältigt, sie leidet an Depression, machte auch Psychosomatische Reha.
Seit längerem kriselt es immer mehr, kurzzeitig war vor 2 Jahren mal ein anderer im Spiel, sie beteuerte aber,
dass da Körperlich nichts gelaufen ist.
Mitte letzten Jahres habe ich ihr vorgeschlagen eine Paartherapie zu machen wurde abgelehnt.
Sie entschloss sich aber im Herbst wieder eine Therapie zu machen, was ich super fand.
Diese wurde leider aber schnell aufs Eis gelegt wegen eines neuen Jobs.
Ihre Meinung, Job ist wichtiger als Therapie. Ich war sehr enttäuscht.
Die letzten zwei Monate wurde alles schlimmer, ich mache das nicht, ich mache dies nicht, ich unterstütze sie zu wenig.
Einkaufen, kochen, Garten, handwerkliche Tätigkeiten werden von mir übernommen, ich sauge/wische auch mal durch und
Mach auch mal die Wäsche.
Zu den beiden letzten Elternabenden im Kindergarten musste ich alleine gehen, weil sie arbeiten musste (hat aber nicht mal versucht frei zu nehmen).
Im Oktober teilte ich ihr mit, dass ich wieder Schichtarbeiten muss, Früh- und Spätschicht. Gab ihr meine Schichtpläne.
Ihr wurde zugesagt, dass das mit meinen Schichten kompatibel ist und das holen und bringen in den Kindergarten kein Problem mit ihrem Job sei.
Jetzt ist es so, dass es eben nicht passt mit meinen Schichten, wenn ich Spätschicht habe, bringe ich ihn in den Kindergarten um 8°°.
Gestern musste ich mir anhören, dass sie keinerlei Unterstützung von mir erhält wie so oft.
Sie meinte damit, dass ich mich nicht kümmere wie der Kleine dann in den Kindergarten kommt.
Sie hat auch letztes Jahr ihre Eltern gefragt ob sie das ab und an mal übernehmen könnten.
Diese Woche ist es so, dass ihre Eltern 4x mal die Woche kommen müssen und ihn in den Kindergarten bringen müssen.
Ihre Eltern meinten, es ist schon schwach, dass ich meinen väterlichen Pflichten nicht nachkomme um ihn in den Kindergarten zu bringen.
Meine Familie könnte ihn ja schließlich auch in den Kindergarten bringen (in meiner Familie sind alle berufstätig)
Sie will aber jetzt den Job nicht kündigen, ich sollte dann von den Stunden her kürzer treten oder mich nach einem anderen Job umsehen.
Ich bin aber Hauptverdiener.
Ich habe das Gefühl, dass sie für sich die Trennung schon eingeleitet hat aber es nicht ausspricht.
Sie meinte auch, sollten wir uns trennen, wäre es ja am besten wenn wir miteinander weiterhin zusammen wohnen würden.
Ich sagte dann, wenn Trennung, dann auch räumlich. Ihre Antwort: Ich bin jetzt richtig enttäuscht, dass du so kalt bist und auch räumliche Trennung haben willst.

Ich frage ich natürlich auch oft, bin ich der der nicht richtig tickt oder ist mein Tun, meine Ansichten wirklich falsch, so wie sie das ausspricht.

Freue mich auf eure ehrlichen Antworten und euer Feedback.

Danke

14.01.2020 13:44 • x 1 #1


Vicky76

Vicky76


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Für mich hört sich das an, wie der normale Familienstress , mit sehr eigenartigen Schwiegereltern.
Ich glaube, das liegt daran, weil es kaum Zeit für Zweisamkeit, oder gar , für sich selbst gibt.
Ich denke, heutzutage ist es auch schwierig.
Sie Frauen wollen natürlich arbeiten gehen, sie haben ja einen Beruf gelernt und wollen den Anschluss nicht verlieren.
Natürlich ist dann noch Haushalt, Kind (das noch auf viel Hilfe , angewiesen ist) und drumrum, der Krempel.
Einen richtigen Rat, kann ich dir nicht geben. Vielleicht durchhalten und warten, bis das Kind größer ist.

14.01.2020 14:09 • #2



Der Weg, Steil bergab - alles schei.

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LostGirl1


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Zitat von K1ner:
Gestern musste ich mir anhören, dass sie keinerlei Unterstützung von mir erhält wie so oft.

Nie, Keine, Immer - das sind so Totschlagargumente.
Habt Ihr Euch dazu denn mal wirklich in Ruhe hingesetzt? Oftmals sind solche Eindrücke subjektiv, und es hilft, wenn man sich mal aufschreibt, wer was im Haushalt macht und wie viel Zeit dafür so drauf geht. Das kann dieses "alles muss ich alleine machen" Gefühl ein wenig aushebeln. Gleichzeitig ist es oft so, dass Männer zwar "helfen", die Verantwortung und die Organistaion dennoch bei der Frau liegen. Typischer Männer-Satz in so einer Konstellation "Wenn Du mir sagst, was ich tun soll, helfe ich dir doch"- So war es nicht bei Euch?


Zitat von K1ner:
Ich sagte dann, wenn Trennung, dann auch räumlich. Ihre Antwort: Ich bin jetzt richtig enttäuscht, dass du so kalt bist und auch räumliche Trennung haben willst.

Hm - das klingt für mich eher danach, dass sie offiziell Single (und frei) sein will, aber dennoch weiter die Annehmlichkeiten Eurer Beziehung (finanziell und organisatorisch) nutzen möchte. Gibt es denn Anhaltspunkte, dass sie Interesse an einem anderen Mann haben könnte?


Zitat von K1ner:
Sie meinte damit, dass ich mich nicht kümmere wie der Kleine dann in den Kindergarten kommt.
Sie hat auch letztes Jahr ihre Eltern gefragt ob sie das ab und an mal übernehmen könnten.
Diese Woche ist es so, dass ihre Eltern 4x mal die Woche kommen müssen und ihn in den Kindergarten bringen müssen.
Ihre Eltern meinten, es ist schon schwach, dass ich meinen väterlichen Pflichten nicht nachkomme um ihn in den Kindergarten zu bringen.

Auch hier: Aufschreiben, wer bringt ihn wann. Die Aussage der Eltern ist ja schon ganz schön - ihr habt als Eltern beide Pflichten, es ist nirgends in Stein gemeißelt, dass der Vater das Kind in die KiTa zu bringen hat. Aber auch hier hab ich den Eindruck, dass Eure Kommunikation, Eure Absprachen nicht die Besten sind - kann das sein?

14.01.2020 14:29 • #3


K1ner


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Zitat von Vicky76:
Für mich hört sich das an, wie der normale Familienstress , mit sehr eigenartigen Schwiegereltern.
Ich glaube, das liegt daran, weil es kaum Zeit für Zweisamkeit, oder gar , für sich selbst gibt.
Ich denke, heutzutage ist es auch schwierig.
Sie Frauen wollen natürlich arbeiten gehen, sie haben ja einen Beruf gelernt und wollen den Anschluss nicht verlieren.
Natürlich ist dann noch Haushalt, Kind (das noch auf viel Hilfe , angewiesen ist) und drumrum, der Krempel.
Einen richtigen Rat, kann ich dir nicht geben. Vielleicht durchhalten und warten, bis das Kind größer ist.


Danke aber einen Rat hab ich hier auch gar nicht gesucht oder erhofft. Klar versteh ich auch, dass die Mütter wieder arbeiten wollen, aber müssen es dann 5-6 Tage die Woche sein, an denen man abends dann auch nor zu Hause arbeiten muss

14.01.2020 20:25 • #4


K1ner


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Hi lostgirl,

der Vorschlag mit dem aufschreiben, sei es "was einen stört, was man gern wieder haben möchte, wer was macht usw" wurde sehr schnell abgelehnt. Mir geht's auch nicht drum wer was macht, gestern sagte sie sie hat wegen Arbeit keine Zeit mehr was im Haushalt zu machen, seit 14 Tagen.
Sagen wir es so, alle Vorschläge die ich brachte um was zu verbessern, zb. Gesprächsregeln aufstellen, kein Handy beim Essen am Tisch usw. war die Antwort und was soll das bringen?

Klar kam das auch mal vor, dass ich gesagt habe wo soll ich sie mehr unterstützen. Aber durch Die Zeit hat sich eben die Konstellation eingespielt, sie macht Wäsche und putzt und einkaufen, kochen, Garten ist meins. Ihre Devise war bisher, es gibt männeraufgaben und Frauenaufgaben.

Den Gedanken, bzw das Gefühl dass jemand anderes im Spiel sein könnte hab ich paar mal gehabt ja.
Den Vorteil des zusammen wohnen bleiben wird es aber nicht geben.

Mit der Kommunikation gibt es Probleme ja. Aber warum frage ich mich, richte ich meine neue Arbeit nicht an der des Mannes aus von den Arbeitszeiten her? Es war so ausgemacht letztes Jahr, dass in meinen frühschichten, sie ihn bringt und in den Spätschichten ich, ähnlich beim abholen. Es hat geheißen die Arbeit richte sich bei ihr nach den Zeiten des Kindergartrns
Aber zu sagen, ja ist hald jetzt so und ich unterstütze sie nicht, ist nicht fair. Bin jetzt seit 16 Jahren in dieser Firma, sie erst 2 Monate.
Und sie wusste meinen Arbeitszeiten als abgemacht wurde wie sie zu arbeiten hat.

Danke für deine Antwort.

14.01.2020 20:38 • x 2 #5


Femira

Femira


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Zitat von K1ner:
Ich habe das Gefühl, dass sie für sich die Trennung schon eingeleitet hat aber es nicht ausspricht.
Sie meinte auch, sollten wir uns trennen, wäre es ja am besten wenn wir miteinander weiterhin zusammen wohnen würden.
Ich sagte dann, wenn Trennung, dann auch räumlich. Ihre Antwort: Ich bin jetzt richtig enttäuscht, dass du so kalt bist und auch räumliche Trennung haben willst.

Hmm...also ich könnte mir vorstellen, dass @Gorch_Fock dir raten würde: hör auf dein Bauchgefühl, zieh aus, harte Kante. Damit ihr seht, ob da noch Gefühle sind oder nicht. Die einzige Chance noch was zu retten, wenn es was zu retten gibt.

Ich halte viel von @Gorch_Fock und seine Meinung zu solchen Situationen. Vielleicht hast du Glück und er shcreibt was bei dir?

15.01.2020 01:15 • x 1 #6


VictoriaSiempre

VictoriaSiempre


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Zitat von K1ner:
Klar versteh ich auch, dass die Mütter wieder arbeiten wollen, aber müssen es dann 5-6 Tage die Woche sein, an denen man abends dann auch nor zu Hause arbeiten muss


Das ist ja großzügig von Dir

Grundsätzlich ist doch eine 5-Tage-Woche völlig normal, wenn man Vollzeit wieder in einen Job einsteigt? Ich finde es auch völlig normal, dass sich die Eltern (beide!) sich rechtzeitig absprechen, wie die Betreuung künftig gehändelt wird. Ohne selbstverständlich Omas und Opas mit einzuplanen, denn Eure Kinder sind Eure Kinder. Für mich liest es sich so, als ob Du erwartet hast, dass sie sich mitsamt Eurem Kind um Deine Gegebenheiten organisiert.

Wenn Deine Partnerin einige Zeit aus dem Job raus ist und jetzt wieder rein will, da kann es durchaus passieren, dass sie was nachholen muss und deshalb auch mal abends - je nach Job - im Homeoffice sitzt.

Ich finde es schon bemerkenswert, dass hier im Forum grade aus Männersicht einerseits viel gejammert wird, dass Frauen doch gefälligst für sich selber sorgen sollen müssen, trotz Kinder. Tun sie es, wird geheult, dass es so unbequem wird und der Haushalt drunter leidet.

Ja, was denn nun? Gute Beziehungen zeichnen sich für mich dadurch aus, dass Herausforderungen - und ein 3jähriges Kind ist defintiv eines - zusammen gemeistert werden.

15.01.2020 01:51 • x 2 #7


K1ner


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Zitat von VictoriaSiempre:

Das ist ja großzügig von Dir

Grundsätzlich ist doch eine 5-Tage-Woche völlig normal, wenn man Vollzeit wieder in einen Job einsteigt? Ich finde es auch völlig normal, dass sich die Eltern (beide!) sich rechtzeitig absprechen, wie die Betreuung künftig gehändelt wird. Ohne selbstverständlich Omas und Opas mit einzuplanen, denn Eure Kinder sind Eure Kinder. Für mich liest es sich so, als ob Du erwartet hast, dass sie sich mitsamt Eurem Kind um Deine Gegebenheiten organisiert.



Absprechen, da geb ich dir recht. Aber solche Dinge spricht sie nicht ab,
sondern trifft die Entscheidungen und dann sollen die weiteren Umstände geklärt werden.
Ich erwarte nicht, dass sie sich meinen Gegebenheiten anpasst, sondern den Gegebenheit die bereits vorliegen.

Ich jammere nicht, dass der Haushalt drunter leidet, das habe ich vielleicht falsch beschrieben.
Von ihrer Seite kommt das gejammer, ich habe keine Zeit für den Haushalt, zu wenig Zeit fürs Kind,
keine Zeit für meine Hobbys

Nach ihrer ersten Sitzung letztes Jahr im Oktober bei der Therapie,
erzählte sie mir, so schlecht wie jetzt ging es ihr noch nie in der Depression,
sie habe Selbstmordgedanken und sie müsste eigentlich Zwangseingewiesen werden.

Ich verstehe einfach nicht, warum ich dann den Rest meiner Energie die ich noch habe,
dann in einen Job stecke. Drum hat sie auch mit 3 Tagen angefangen.
Finanziell sind wir auf das Geld nicht angewiesen.
Wie gesagt es wurde auch so besprochen, dass sie in den Gegenschichten zu meinen Schichten arbeitet,
was dann alles kein Problem wäre.

Heute haben wir einen Termin bei der Paarberatung, die letzten Tage höre ich nur,
den sollten wir absagen der Termin bringt sowieso nichts.
Für mich sieht es so aus, als hätte sie schon abgeschlossen.

15.01.2020 09:58 • #8


LostGirl1


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Zitat von K1ner:
wurde sehr schnell abgelehnt. Mir geht's auch nicht drum wer was macht,

Wurde der Vorschlag abgelehnt, weil damit Ihre "nie machst Du was" Aussage zweifelsfrei widerlegt worden wäre? Denn einfach ins Blaue nörgeln ist einfach, sich im Recht fühlen schön. Die Auflistung wäre eher dafür gedacht gewesen, sie in ihrer Denke ein wenig zu erden, und die Sache etwas objektiver zu betrachten.

Zitat von K1ner:
Klar kam das auch mal vor, dass ich gesagt habe wo soll ich sie mehr unterstützen. Aber durch Die Zeit hat sich eben die Konstellation eingespielt, sie macht Wäsche und putzt und einkaufen, kochen, Garten ist meins. Ihre Devise war bisher, es gibt männeraufgaben und Frauenaufgaben.

Das ist ja grundsätzlich auch nix verkehrtes, ich hatte nur gefragt, weil ich die Beobachtung so schon öfter im Bekanntenkreis gemacht habe, dass die Männer lediglich "Befehlsempfänger" sind, die Verantwortung selbst aber bei den Frauen liegt. Und die Männer die Problematik hinter so einer Dynamik nicht erkennen.

Zitat von K1ner:
Sagen wir es so, alle Vorschläge die ich brachte um was zu verbessern, zb. Gesprächsregeln aufstellen, kein Handy beim Essen am Tisch usw. war die Antwort und was soll das bringen?

Das, in Verbindung mit
Zitat von K1ner:
Aber solche Dinge spricht sie nicht ab,
sondern trifft die Entscheidungen und dann sollen die weiteren Umstände geklärt werden.


Zitat von K1ner:
Von ihrer Seite kommt das gejammer, ich habe keine Zeit für den Haushalt, zu wenig Zeit fürs Kind,
keine Zeit für meine Hobbys


Zitat von K1ner:
die letzten Tage höre ich nur,
den sollten wir absagen der Termin bringt sowieso nichts.


Klingt für mich leider ebenfalls, als ob da wenig Interesse besteht, die Beziehung zu verbessern. Eben vor allem auch keine Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten oder seinen Teil an der derzeitigen Situation überhaupt anzuerkennen. Statt dessen zieht sie sich auf einen "Du bist Schuld" Standpunkt zurück und läßt Versuche, das sachlich anzuschauen (zB eine Liste) an sich abprallen.
Wenn Du Dich so zurück erinnerst, seit wann hast Du diesen Eindruck? Gab es da den Versuch von ihr, mit Dir zu reden und eben die Beziehung zu verbessern und das hat irgendwann aufgehört? Der "Status quo" bei Euch wird ja nicht von Anfang an so gewesen sein.

Ist sie denn wegen der Depression in Behandlung?
Von solchen Erkrankungen selbst hab ich leider (?) keine Ahnung, ich weiß nicht, was von ihrem Verhalten darauf zurückzuführen sein könnte.
Allerdings geht es Dir mit ihrem Verhalten derzeit nicht gut. Gefühlt soll alles an Dir hängen bleiben, Du scheinst Dir den Schuh ein Stück weit auch anzuziehen. Du und Deine Wünsche scheinen ein Stück weit unter zu gehen.
Natürlich kann (und sollte) man so etwas in einer Partnerschaft auch vorübergehend mal aushalten können - sich selbst hinter den anderen zurückstellen. Aber das ist kein Dauerzustand, Du hast auch nur das eine Leben, und musst schauen, worauf Du es verwenden möchtest.

15.01.2020 11:04 • x 1 #9


T4U

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Zitat von K1ner:
ihn in den Kindergarten bringen müssen.
Ihre Eltern meinten, es ist schon schwach, dass ich meinen väterlichen Pflichten nicht nachkomme um ihn in den Kindergarten zu bringen.

Sollten sich raushalten, wenn ihnen die hälfte der Informationen fehlt und das würde ich den Großeltern auch so mitteilen!


Zitat von K1ner:
Heute haben wir einen Termin bei der Paarberatung, die letzten Tage höre ich nur,
den sollten wir absagen der Termin bringt sowieso nichts.

Sie hat wohl eine sehr genaue Vorstellung, wie es zu Laufen hat und Kompromisse will sie keine vorschlagen oder annehmen, lieber den schwarzen Peter in deine Richtung schieben. Auch das würde ich heute so mit dem Therapeuten besprechen

15.01.2020 11:20 • x 2 #10


willan


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Zitat von K1ner:
Für mich sieht es so aus, als hätte sie schon abgeschlossen.


Der Termin ist trotzdem eine gute Idee. Der Therapeut kann als Mediator vermitteln wie es jetzt laufen soll. Ich würde ihr auch ganz klar die Pistole auf die Brust setzen, dass Du Dir so eine Fortsetzung der Beziehung nicht mehr vorstellen kannst, wenn sie auf sämtliche Vorschläge nicht eingeht und einfach ihr Ding macht.

Klingt nämlich ein bisschen so, als wäre jammern und Dir die Schuld geben einfach ne Strategie von ihr mit der sie schon immer durchgekommen ist und Du kuschst halt.

15.01.2020 11:40 • x 4 #11


K1ner


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Hi zusammen, war etwas stressig in letzter Zeit, hier mal ein Update für euch.
Waren bei der Paarberatung und ja mein Gefühl hat sich bestätigt, für sie ist die Trennung sehr aktuell.

Zitat:
Klingt für mich leider ebenfalls, als ob da wenig Interesse besteht, die Beziehung zu verbessern. Eben vor allem auch keine Bereitschaft, an sich selbst zu arbeiten oder seinen Teil an der derzeitigen Situation überhaupt anzuerkennen. Statt dessen zieht sie sich auf einen "Du bist Schuld" Standpunkt zurück und läßt Versuche, das sachlich anzuschauen (zB eine Liste) an sich abprallen.
Wenn Du Dich so zurück erinnerst, seit wann hast Du diesen Eindruck? Gab es da den Versuch von ihr, mit Dir zu reden und eben die Beziehung zu verbessern und das hat irgendwann aufgehört? Der "Status quo" bei Euch wird ja nicht von Anfang an so gewesen sein.

Ist sie denn wegen der Depression in Behandlung?
Von solchen Erkrankungen selbst hab ich leider (?) keine Ahnung, ich weiß nicht, was von ihrem Verhalten darauf zurückzuführen sein könnte.
Allerdings geht es Dir mit ihrem Verhalten derzeit nicht gut. Gefühlt soll alles an Dir hängen bleiben, Du scheinst Dir den Schuh ein Stück weit auch anzuziehen. Du und Deine Wünsche scheinen ein Stück weit unter zu gehen.
Natürlich kann (und sollte) man so etwas in einer Partnerschaft auch vorübergehend mal aushalten können - sich selbst hinter den anderen zurückstellen. Aber das ist kein Dauerzustand, Du hast auch nur das eine Leben, und musst schauen, worauf Du es verwenden möchtest.


Ja das hast du recht, dass ich mir den Schuh ein Stück weit anziehe, aber nur wegen unseres Sohnes. Er soll so wenig wie möglich mitkriegen und seine Kindheit genießen können.
Sie hat die Behandlung ihrer Depression hinten angestellt weil Job für sie wichtiger ist.
Es gab von meiner Seite viele Versuche, das Ruder wieder rumzureißen, der einzige der was geändert hat war ich.
Welches Verhalten darauf zurückzuführen ist weis ich leider auch nicht, aber lass es mich so erklären, heute ist der Schnee weis und morgen ist er schwarz.

Zitat:
Klingt nämlich ein bisschen so, als wäre jammern und Dir die Schuld geben einfach ne Strategie von ihr mit der sie schon immer durchgekommen ist und Du kuschst halt.

Das ist auch laut eines Psychologen keine Strategie sondern die Denkweise eines Depressiven Menschen, bevor man noch weiter ins Loch fällt, die Schuld auf andere abzuwälzen.
Z.b. ich bin so weil meine Kindheit beschissen war; also auch hier die Schuld an anderer Stelle suchen und nicht versuchen das Verhalten zu ändern.

Durch viele Gespräche mit Freunden, Kollegen usw. bin ich aber sehr gut gestärkt, bekomme von allen Seiten ob nahestehend oder fremde Personen das gleiche Feedback.
Gehe auch derzeit alle Eventualitäten durch und war auch schon in der Sozialberatung bei uns auf Arbeit. Betriebsrat ist mittlerweile involviert usw.

Gestern z.B. hatte sie Vormittag frei, wir haben telefoniert und sie sagte sie macht heute nichts zu Hause, im selben Atemzug kam: "du könntest Nachmittag, den kleinen sein Zimmer aufräumen und putzen und die Wäsche machen....

Danke euch

23.01.2020 12:23 • #12


T4U

T4U


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Eine Depression kann dich daran hindern, Kraft für die kleinsten Dinge aufzubringen. Sie würde bestimmt gern selbst aufräumen, aber sie kann eben nicht

23.01.2020 12:27 • x 2 #13


K1ner


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Zitat von T4U:
Eine Depression kann dich daran hindern, Kraft für die kleinsten Dinge aufzubringen. Sie würde bestimmt gern selbst aufräumen, aber sie kann eben nicht


Das weis ich, ich mein kenn sie ja seit 7 Jahren mit Depression. Habe sie dabei bei allem unterstützt, aber irgendwie sträubt sie sich dagegen auf die Beine zu kommen.

23.01.2020 13:38 • #14


T4U

T4U


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Zitat von K1ner:
irgendwie sträubt sie sich dagegen auf die Beine zu kommen.

Der, der nicht in sowas steckt - hat, sorry für, leicht reden. Ich hab da früher auch gesagt, stell dich nicht so an - heute weiß ich aus eigener Erfahrung, wie schwer das sein kann. Man will ja, will es wirklich, wer ist schon gerne so drauf - aber wenn es einfach wäre, hätte sie es auch schon längst überwunden

23.01.2020 14:18 • x 1 #15



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