Die Angst.

zutraulich

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lässt mich nicht los, ich denke immer ich finde niemanden der mich so liebt wie er es bis dahin getan hat.

In meinem Buch Wenn der Partner geht (was ich nur empfehlen kann) sollte man bei jedem positiven Gedanken an den Ex-Partner einen negativen (praktisch zum Ausgleich) finden... man kann natürlich auch einen immer wieder verwenden aber das is ja jetzt hinfällig.
Schlimm für mich war also die Tatsache, dass ich bis dato wirklich total zufrieden mit meinem Ex war, es gab keine wirklich negativen Eigenschaften.
Und ich bin nicht mehr Blind vor Liebe oder so - nein - ich hab mich wirklich bewusst hingesetzt, hab mich damit gedanklich auseinander gesetzt und das Einzige was ich aus der bösen Kiste kramen konnte war, dass er manchmal nen Fitnesstick hatte, seine Scherze manchmal ein bisschen über den Rand hinausgeschossen sind... und UND das wars schon.
Ich weiß, was will ich jetzt mit dem Absatz sagen ...NEIN... ich will keine Lobeshymne loslassen..nein will ich sicher nicht.. aber der Aspekt dass ich nichts negatives an ihm finden kann macht mich noch trauriger ihn verloren zu haben.

wie geht man damit um wenn man sich wie der hässlichste, dümmste und letzte Mensch der Welt vorkommt?
Laut Buch bestimmen Gedanken immer auch die Gefühle - aber wie soll ich mein Gefühl ändern wenn die Gedanken bleiben.

Für heute wünsche ich mir nur noch einen schönen Traum...ich will nicht immer schweißgebadet mit einem panischen Gefühl im Bauch aufwachen...

...and the World turns...

Stephie

23.01.2008 22:59 • #1


Ehemaliger User


Guten Morgen Stephie,

sicher bestimmen die Gedanken die Gefühle, und nach 3 Monaten wirst du sicherlich in deinen Gedanken nichts Negatives über deinen Expartner finden, dazu bist du einfach noch nicht objektiv genug. Es braucht Zeit bis man in der Lage ist, den Ex vom Sockel zu holen, und ihn zu sehen wie er wirklich war.

So kurz nach der Trennung sieht man nur das Schöne, all das was vermeintlich gut war, und die kleinen Dinge, die einen irgendwie doch immer nicht ganz so gefallen haben tut man ab, und redet sich ein, dass alles ja gar nicht sooo schlimm war.

Wenn du etwas Negatives wirklich finden willst, dann schau dir sein Verhalten an in den Monaten bevor er dich verließ.
Er hat dich betrogen, gelogen, dir Liebe vorgegaukelt und tut es noch. Ein Mensch der dich wirklich liebt lässt sich nicht mit deiner Freundin ein, ist mit ihr zusammen und behauptet dann noch frech, dass du die Liebe seines Lebens bist und ihr ja eh wieder zusammen kommt.

Für mich sieht das ganz danach aus, dass er sehr wohl weiss, wie sehr du emotional von ihm abhängig bist, und dass er nur mit den Fingern schnippen muss, damit du wieder für ihn da bist!

Du schreibst
Zitat:
ich denke immer ich finde niemanden der mich so liebt wie er es bis dahin getan hat.


Du solltest lieber denken:
Ich hoffe dass ich jemanden finde, der mich ehrlich und aufrichtig liebt, und nicht so wie er es getan hat!

Und was dein momentanes mangeldes Selbstwertgefühl angeht, dafür kannst du selber etwas tun. Du musst dich nicht über einen Partner definieren, der bewirkt dass du dich attraktiv und angenommen fühlst. Du musst lernen, dich um deiner selbst willen zu lieben, dich gut zu finden so wie du bist und dir immer wieder vor Augen führen, dass du ein einzigartiger, wertvoller und liebenswerter Mensch bist!

Ich weiss, dass das schwer umzusetzen ist, aber jede Minute des Tages wo du nicht an ihn denkst, und wo du dich einigermaßen gut fühlst ist ein kleiner Schritt der dich aus deinem Schmerz herausführen wird.


Gruss
Thilde

24.01.2008 08:54 • #2



Die Angst.

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lone_rider


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Hey Stephie,

ich versuche jetzt mal, völlig emotionslos auf folgendes zu antworten:

Zitat:
aber der Aspekt dass ich nichts negatives an ihm finden kann macht mich noch trauriger ihn verloren zu haben.


Mist, geht nicht emotionslos, da ich z.B. Lügen und Betrügen durchaus als negativ werten würde und mich sowas immer in Rage bringt. Aber im Grunde geht es ja nicht darum, ihn vergessen zu machen, das würde Eurer gemeinsamen Zeit nicht gerecht werden. Behalte diese in Erinnerung, schöpfe daraus Kraft und werde wieder zu dem Menschen, der solch schöne Erlebnisse hatte. Gewöhn Dich an den Gedanken, dass Dir solche Erlebnisse auch in Zukunft widerfahren werden, u.U. dann eben mit einem anderen Partner, aber glaub mir, diese Erlebnisse werden kommen. Ich dachte vor vier Jahren auch, mein Leben sei zu Ende, bis ich merkte, dass ich es durch die Trennung erst wiederbekommen hatte.

Zitat:
wie geht man damit um wenn man sich wie der hässlichste, dümmste und letzte Mensch der Welt vorkommt?


In dem man aufsteht, sich in den Ar... tritt. Ich weiß, es tut weh und funktioniert nicht immer. Oft tritt man vorbei und es geht direkt in die ... (keine Angst, Du bist ne Frau, da tut es nicht ganz so weh ). Im Ernst, denke an DICH! DU bist die Hauptperson in diesem Spiel. Es ist DEIN Spiel, auch wenn es so aussieht, als würde jemand anderes dieses Spiel besser beherrschen. DEINES beherrscht er nur dann, wenn DU es zuläßt, und da bin ich zuversichtlich, dass Du dies nicht tun wirst, oder???

Zitat:
Ich weiss, dass das schwer umzusetzen ist, aber jede Minute des Tages wo du nicht an ihn denkst, und wo du dich einigermaßen gut fühlst ist ein kleiner Schritt der dich aus deinem Schmerz herausführen wird.


Genau das ist der Ansatz. Heute noch denkst Du, es ginge nicht ohne ihn. Morgen denkst Du dies ein bisschen weniger etc. Natürlich wird es auch wieder mal mehr werden, das ist aber ganz normal. Entscheidend ist, dass Du an DIR festhältst und die Minuten werden zu Stunden werden zu Tagen werden zu Wochen werden zu Monaten etc...

Zitat:
Du solltest lieber denken:
Ich hoffe dass ich jemanden finde, der mich ehrlich und aufrichtig liebt, und nicht so wie er es getan hat!


Und auch das könnte ich nicht besser sagen. Vielleicht hatte er innerhalb Eurer Beziehung nicht allzu viele Fehler, aber das, was er Dir durch seine Untat letztendlich angetan hat, wiegt eigentlich alles andere auf. So etwas wäre nur durch eine wirklich ehrlich gemeinte Entschuldigung wieder halbwegs zu kitten, aber die wird ja wohl eher nicht erfolgen...

Ich drück Dir die Daumen, dass die Zeit sich für Dich schneller bewegt...

Möge die Kraft mit Dir sein!

Grüße vom Rider

24.01.2008 15:23 • #3


angi


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Hallo!

habe gerade deine Geschichte gelesen. Ich sehe irgendwie Parallelen zu meiner Geschichte. Mein Ex war auch mein erster Freund und auch ich beschäftige mich im Moment viel mit der Frage: Kann die erste Liebe überhaupt halten, musste er sich noch ausleben? Musste es so kommen? etc. und auch kann bis heute fast keine schlechten Eigenschaften an meinem Ex finden. Aber es stimmt, was die anderen geschrieben haben. Meistens hilft es ein wenig, an die Zeit kurz vor der Trennung zu denken. Mein Ex hat mich zwar nicht betrogen, aber er hat mir lange verschwiegen, dass er mich nicht mehr liebt. Erst als er eine andere kennengelernt hat, hat er Schluß gemacht. Das ist ja eigentlich auch nicht die feine Art. Aus Bequemlichkeit oder was auch immer so lange mit jemanden zusammen bleiben, bis es überhaupt nicht mehr geht. Irgendwie bin ich da schon ein bisschen enttäuscht von ihm. An das musst du immer denken, auch wenn es schwer fällt. Ich meine damit aber nicht, dass du ihn nur schlecht machen sollst, weil das würde eurer Beziehung sicher nicht gerecht werden. Er hat sicher auch gute Seiten.

Lg, Angi

26.01.2008 19:32 • #4


zutraulich


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Hi Angi,

ja ich versuche mich damit abzulenken wie er zum Ende hin war.. und das war unterste Schublade...

Aber für was Liebe nicht alles blind macht - ich dachte tatsächlich das könnte noch was werden - ich dachte ich könnte ihm die ganzen Lügen, sein Verhalten, diese imaginären Schläge die er mir erteilt hat verzeihen...

Wahrscheinlich wäre ich aus Angst allein zu bleiben jetzt auch noch so blind und würde auf einen Versuch seinerseits eingehen - ich kenn mich - ich bin so schwach im Moment.
Aber ich habe den Kontakt soweit erstickt... ich denke nicht, dass er sich trauen würde - bzw. ich denke nicht mal er würde es wollen.

bin heute spazieren gegangen und hab mal so prozentual aufgestellt... ich denke er denkt an mich noch so zu 55 % und ich an ihn um die 75% (das hab ich mir einfach so ausgedacht von meinem Gefühl heraus)
Und ich kann nur sagen - ich hoffe die Prozente werden fallen... weit fallen..

Was tust du um zu vergessen?

...and the world turns..

Stephie

28.01.2008 21:06 • #5


lone_rider


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Hey Stephie,

Zitat:
Wahrscheinlich wäre ich aus Angst allein zu bleiben jetzt auch noch so blind und würde auf einen Versuch seinerseits eingehen - ich kenn mich - ich bin so schwach im Moment.


Alleine schon, dass Du Dir diese Schwäche eingestehst, zeigst Du große Stärke. Jetzt mußt Du nur noch lernen, mit der Wahrheit umzugehen.

Wieviel Prozent wer an wen denkt... mannomann, da hab ich mich an mich erinnert, als es bei mir damals soweit war. Ich hatte ähnliche Gedanken, habe mir sogar so eine Art Langzeitplan überlegt, wie ich sie zurückgewinnen könnte. Bis ich eines Tages merkte, dass ich sie gar nicht mehr zurückhaben will. Es ist schon komisch, wie man jahrelang mit einem Menschen zubringen kann, an den man sich nur gewöhnt hat. Alles, was ich damals als Liebe empfand, war lediglich nur noch Gewohnheit. Erstickende, erdrückende Gewohnheit.

Zitat:
Was tust du um zu vergessen?


Aufwachen und dann leben! Mein Leben! Ein besseres als vorher. Man glaubt nicht immer sofort dran, aber es ist so. Ich hab mich auch schon oft gefragt, weshalb man diese Erkenntnis nicht sofort haben kann. Weshalb es immer soviele Schmerzen und soviel Leid bedarf, ehe man realisiert, dass das Leben sich seinen Weg sucht. Man muß ihm nur ab und an die Gelegenheit dazu geben.

Damals hab ich mir eingeredet, dass sie eine Affäre hätte, die sie zu Beginn wohl noch nicht hatte. Ich habe mir das aber so gut einreden können, dass ich dadurch die Verdrängung beschleunigen konnte. Klar wiegen die guten, die schönen Zeiten schwer, aber am Ende zählen erstmal die Verwundungen. Die waren zahlreicher.

Ich wünsche Dir ganz, ganz, ganz, ganz ... viel Stärke.

Möge die Kraft mit Dir sein!

Grüße vom Rider

28.01.2008 22:44 • #6


lonely


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[quote author=zutraulich link=board=allgemeines;num=1201125564;start=0#4 date=01/28/08 um 21:06:12]Was tust du um zu vergessen?
[/quote]

Ich denke, man muss sich immer wieder vor Augen halten, wieviel man auch ohne den anderen noch wert ist.
Ich erfahre das jeden Tag durch meine Familie und meine Freunde.
Also viel unternehmen, was dir Spaß macht, um neue Erinnerungen ohne den anderen zu schaffen.

29.01.2008 09:49 • #7


Ehemaliger User


Weisst du, ich wollte eigentlich NICHTS vergessen damals, ich wolllte verstehen, und ihm und mir selbst verzeihen können für alles was passiert ist.

Ich wollte mich damit auseinandersetzen und ich habe viele viele Stunden mit Nachdenken verbracht, ich wollte Antworten auf meine Fragen oder Erklärungen mit denen ich umgehen konnte...nicht (nur) von ihm, sondern hauptsächlich von mir selbst.

Es war wichtig für mich, mich jeden Tag mit diesem Schmerz auseinander zu setzen um auch in mir Veränderungen hervor zu rufen.

Das bedeutet nicht zwangsläufig, dass man sich deswegen entliebt , es bedeutet viel mehr den anderen vielleicht immer noch im Herzen bewahren zu können und trotzdem seinen Weg zu gehen.

Und es bedeutet, seinen eigenen Wert zu erkennen, zu begreifen, dass man auch ohne diesen Menschen ein zufriedenes Leben führen kann. Klar hatte ich sowas wie Ablenkung, Sport, Theater, Tanzen..aber er war doch immer da in meinem Kopf und in meinem Herzen und ich hab ihn einfach da gelassen und immer wieder reflektiert.

Ich habe vieles gelernt in dieser Zeit, über mich und darüber wie andere Menschen ticken, und dass ich es nicht erzwingen kann, dass mich jemand liebt und zu mir steht.

Und was ich nach all diesen Jahren auch gelernt habe, ist, dass es nicht einfach ist zu vergessen was war auch wenn ich es hundertmal verziehen habe. Es sind eben diese Erfahrungen die uns prägen, und man kann nichts anderes tun, als immer wieder aufzustehen und neu darauf zu vertrauen, dass uns der nächste Mensch nicht wieder so verletzt.


Gruß
Thilde



29.01.2008 17:54 • #8


lone_rider


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Ich gebe zu, dass ich gerade, nachdem ich Thildes Thread gelesen hab, einen richtig fetten Kloß im Hals sitzen hab. Mir geht es heute nämlich nicht wirklich gut und diese Worte sind einfach zu wahr.

Zitat:
und dass ich es nicht erzwingen kann, dass mich jemand liebt und zu mir steht.


Das ist nämlich momentan mein größtes Problem, zu wissen, dass sie mich liebt und dennoch keine Beziehung möchte. Sie möchte einfach alleine sein. Ich bin von Natur aus ein äußerst hilfsbereiter Mensch, allerdings will sie sich in vielen Punkten nicht helfen lassen. Alles was dann von mir kommt, sieht sie zur Zeit als Belastung, dabei mein ich das gar nicht böse. Ich mein das gut. Sie sieht es anders, sieht es als Last. Ich werde nun lernen müssen, sie tatsächlich als Ex zu sehen. Werde lernen müssen, dass Liebe eben nicht alles ist im Leben. Werde lernen müssen, einfach weniger zuvorkommend zu sein. Aber ist es das wirklich, was Frauen wollen? Wollen Frauen wirklich Männer, die sich einen Sch... um sie kümmern? Ich dachte eigentlich, Frauen wären froh, wenn sie einen Partner hätten, mit/bei dem sie reden, Spaß haben, Probleme wälzen, ehrlich sein können, der sie auf Händen trägt und zu dem sie Vertrauen haben. Und dann hat eine Frau einen solchen Mann und kann dann damit nicht umgehen, weil sie in der Vergangenheit mies behandelt wurde.

Sorry, aber ich hab heut echt einen bescheidenen Tag hinter mir. Dies sind die Art Rückfälle, die es so verdammt schwer machen. Diese Sinnlosigkeit, diese Hoffnungslosigkeit, diese Machtlosigkeit.

Ich weiß, sie braucht Zeit. Ich weiß, ich muss geduldig sein. Ich weiß nicht, ob ich das alles schaffe. Sie fehlt mir. Täglich mehr. Auch wenn ich mich ehrlich bemühe, sie auszublenden. Es geht nicht. Heute abend gehe ich mit Freunden ins Kino. Eigentlich wollten wir den Film zusammen sehen, doch ich darf sie zur Zeit nicht wegen solcher Dinge anrufen, da ich sie vermutlich damit mal wieder überfahren und in die Enge treiben würde. Und damit wieder ein Stück weiter von mir weg...

Möge die Kraft mit Euch sein!

Grüße vom Rider

29.01.2008 18:16 • #9


Dornroeschen


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@rider
[quote][/quote]Werde lernen müssen, dass Liebe eben nicht alles ist im Leben.

Nein - leider nicht ... wenn der andere nicht über seinen Schatten springen will oder kann ... dann steht man da mit seiner Liebe, hat alles getan, sich verkämpft, und der andere kann oder will es nicht annehmen.

@thilde
Und wie geht es weiter, wenn der nächste Mensch einen noch mehr verletzt, obwohl oder gerade weil man glaubte, dass einem das nie wieder passiert? Wenn man dann alle Hoffnung verliert? Weil man, trotz allem, was vorher war, wieder jemandem vertraut hat und sicher war, dass das der Mensch ist, für den es sich lohnt?

Ein heute sehr hoffnungsloses
Dornröschen

29.01.2008 19:14 • #10


angi


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Hallo!

Ist schwierig zu sagen, was ich tue um zu vergessen. Irgendwie funktioniert das ganz von alleine. Irgendwann lassen die Gedanken nach. Je länger man nichts mehr hört und sieht von der Person, desto schwächer wird die Erinnerung. Ich versuch mich natürlich abzulenken, nicht zu viel alleine zu sein, weil dann denk ich sehr viel nach und das ist nicht gut. Manchmal lasse ich es auch ganz bewusst zu an ihn zu denken, dann kommt so ein vertrautes Gefühl in mir hoch, ich weine ein bisschen, dann gehts wieder. Mir kommt vor je öfter ich weine, je öfter solche Situationen kommen, wo ich an ihn denke, aber gleichzeitig weiß, dass es vorbei ist, je schwächer wird die Erinnerung. Ich glaube man kann ja nicht ein ganzes Leben lang mit der gleichen Intensität an eine Person denken. Irgendwann muss das doch nachlassen und die Erinnerung verblasst. Man denkt vielleicht mit einem Lächeln zurück. Das wird auch bei dir so sein. Ganz bestimmt.

Ich wünsch dir alles Gute und Durchhaltevermögen.
Lg, Angi

29.01.2008 20:17 • #11


angi


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...und was ich noch hinzufügen möchte. Mein Ziel ist es nicht zu vergessen. Ich weiß was du meinst, aber vergessen kann man nicht. Zumindest ich nicht. Er wird immer ein Teil von meinem Leben bleiben. Ein Stück von ihm wird in meinem Herzen bleiben. Hört sich ziemlich poetisch an, ist aber so. Er hat mir auch viel gegeben, auch wenn es am Anfang so sehr schmerzt, dass man das gar nicht sehen kann.

Lg, Angela

29.01.2008 20:38 • #12


lone_rider


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@ Dornröschen:

Zitat:
Und wie geht es weiter, wenn der nächste Mensch einen noch mehr verletzt, obwohl oder gerade weil man glaubte, dass einem das nie wieder passiert?


Es wird immer wieder passieren, sofern wir verletzbare Menschen uns immer wieder richtig auf Beziehungen einlassen und nicht den Menschen fürs restliche Leben finden. Leider müssen wir mit diesem Risiko leben, aber wenn ich mir so überlege... ich gehe dieses Risiko gerne ein, weil ich mich nur so in einer Beziehung wohlfühle. Ich sehe das bei einer engen Freundin von mir. Deren Freund sagt nach über einem Jahr Beziehung immer noch ich hab Dich lieb. Kein ich liebe Dich. Er hat Angst davor, dass er zuviel von sich gibt. Da liebe ich lieber, selbst wenn die Gefahr einer weiteren Verletzung besteht.

Daher sollte man sich auch wieder fallen lassen, wieder vertrauen. Der neue Partner kann nichts für das, was uns in der Vergangenheit angetan wurde. Ich habe heute lange Zeit überlegt, wie ich mich verhalten würde, wenn ich die Zeit ein klein wenig zurückdrehen könnte. Bis auf ganz wenige Dinge würde ich wieder so handeln. Warum? Weil ich so gehandelt habe, wie ich handeln würde. Das war nahezu 100ig ich. Ich habe mir daher nichts vorzuwerfen. Ich habe so gehandelt, wie ich auch innerhalb der Beziehung gehandelt habe. So hat sie mich geliebt, so liebt sie mich (vielleicht) auch noch heute. So wollte sie mich, und jetzt grad halt eben nicht mehr. :-/

Ach ja, vergessen kommt für mich nicht in Frage. Dazu war die gemeinsame Zeit zu schön. Viel zu schön. Klar, im Moment versuche ich natürlich auch, die Erinnerung auf ein Minimum zu reduzieren, weil es zu sehr schmerzt, aber vergessen will ich nichts davon. Keine Sekunde!

Möge die Kraft mit uns sein!

Grüße vom Rider

29.01.2008 23:45 • #13


Ehemaliger User


Moin Dornröschen,
Zitat:
Und wie geht es weiter, wenn der nächste Mensch einen noch mehr verletzt, obwohl oder gerade weil man glaubte, dass einem das nie wieder passiert?


Da gibt es eigentlich nur zwei Wege:

Entweder hart werden und nix mehr an sich ranlassen, oder aber volle Pulle rein in die nächste Beziehung und bereit zu sein, diesen Schmerz im Fall der Fälle wieder erleben zu dürfen bzw zu müssen.

Wenn du erkennst, dass alles was du jetzt lernst eben nur für diese jetzige Trennung Bedeutung hat, und jede Beziehung die folgt wieder anders und neu, und somit auch ein evtl. Trennungsschmerz ganz anders ist, dann wirst du erkennen, dass es mögllich ist, öfter zu lieben (und natürlich auch wieder und wieder verletzt zu werden. )

Es ist aber auch wichtig zu begreifen, dass wir uns beim nächsten Mal nicht wieder nur über unseren Partner definieren, und nicht mit der Erwartung in die Beziehung gehen, dass es diesmal ganz sicher der oder die Richtige ist.

Menschen verändern sich im Laufe der Zeit, und das ist gut so, wenn auch nicht immer angenehm, und dann kann es durchaus passieren, dass es eben irgendwann nicht mehr passt.

Ich denke, dass Verletzungen uns stark machen (können), und uns erkennen lassen, was wir uns von einer Partnerschaft wünschen und was wir definitiv nicht brauchen.
Und irgendwann wird es zwar nicht weniger weh tun, aber wir werden wissen, dass wir es überleben werden, und da irgendwann auch wieder heraus kommen.

Verschliesse dein Herz nicht sondern sei trotz aller Narben immer wieder offen und bereit für Neues, das liegt ganz allein an dir!

Gruß
Thilde







30.01.2008 16:25 • #14


Ehemaliger User


Lonerider,

Zitat:
Wollen Frauen wirklich Männer, die sich einen Sch... um sie kümmern?


Frauen im allgemeinen wollen so einen Mann sicherlich nicht!

Sieh es doch einmal anders: DIESE Frau - deine Ex - SIE will, dass du dich nicht um sie und ihre Probleme kümmerst.

Das heisst noch lange nicht, dass Millionen andere Frauen nicht genau einen solchen Mann wie dich gerne hätten!

Du darfst also nicht pauschalisieren, sondern musst sehen, dass eben genau DIESE Frau dich nicht so will wie du nun mal bist.

Dann war sie eben nicht diejenige, mit der du glücklich werden könntest, und so Leid mir das tut, aber ich denke eine andere Frau wäre möglicherweise überglücklich einen Mann wie dich zum Partner zu haben.

Wieso solltest du also dich und deine Einstellung ändern?
Sei einfach du, und warte und hoffe darauf einem Menschen zu begenen, der dich so liebt und akzeptiert wie du bist.

Gruß
Thilde

30.01.2008 16:33 • #15



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