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Die erste große Liebe

Vicky5678

Hallo zusammen,
ich wollte mal was loswerden in der Hoffnung das vielleicht jemand von euch mir einRat geben kann der schon mal sowas ähnliches erlebt hat.
Mit 14 habe ich einen Jungen kennengelernt, es war wie liebe auf den ersten Blick( klingt sehr kitschig) aber es war in einer Sporthalle an einem Basketball Spieltag und er schaute zu mir hoch und unsere Blicke trafen sich irgendwann. Wir lernten uns kennen und dann fing unsere Geschichte an. Wir waren 3 Jahre zusammen und irgendwann kamen wir zu einem Punkt wo wir uns öfters gestritten haben er hat mich zum Schluss betrogen und konnte es mir nicht ins Gesicht sagen. ich musste das leider alles über Facebook erfahren bzw. durfte mir den Chat durchlesen von seiner neuen. Drei Monate nach unserer Trennung ist mein Vater sehr krank geworden und nach drei Jahren gestorben. ich hätte mir so gewünscht das er sich gemeldet hätte und mir wenigstens ein Beileid ausgesprochen hätte. Schließlich haben wir so viel zusammen durch gemacht und so viel Zeit miteinander verbracht. Er hat sich in den ganzen Jahren nur einmal gemeldet und mich dumm angemotzt. Wie kann er mich denn so hassen ? Das ganze ist jetzt 7 Jahre her und immer noch mache ich mir über alles Gedanken ? Ist das normal ?

18.11.2021 20:39 • #1


Luto

Luto


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Zitat von Vicky5678:
Wie kann er mich denn so hassen ?

Ich glaube nicht, dass er Dich hasst, warum sollte er?
Wie ist die Trennung damals verlaufen?

18.11.2021 20:54 • x 1 #2



Die erste große Liebe

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Dracarys


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Zeit ist relativ (-:
Und Hass ist ein starkes Wort.
Ihr seid lange getrennt, es gab einen kurzen Kontakt und der war unschön.
Das sollte es Dir doch leichter machen, ihn zu den Akten zu legen?

Dass Du so früh Deinen Vater verloren hast, tut mir sehr Leid, meiner starb auch viel zu früh, deshalb weiss ich, wie hart das ist.

Deine erste Liebe wirst Du eh niemals so ganz vergessen, sie verblasst nur.
Mache Dich frei von der Idee, dass er noch irgendwie an Deinem Leben teilnimmt.
Wenn er vom Tod Deines Vaters wusste, hätte er kondolieren können, ja.

Nichts ist müßiger als der Konjunktiv, was wäre gewesen, wenn?

Das Leben findet heute statt, richte Dein Augenmerk auf einen erfüllten Ist-Zustand und schaue nach vorne.
Hinter Dir liegen bestenfalls feste Trittsteine, vor Dir liegt unbekanntes Terrain, das Du gestalten kannst.
Das ist das Potential zur freien Gestaltung, nicht die Vergangenheit.

18.11.2021 21:00 • x 1 #3


Vicky5678


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@Luto ich war morgens in der Schule und bekam dann eine Nachricht von ihm das er Schluss machen möchte und er das nicht mehr kann. Er wollte mich ja gar nicht mehr persönlich treffen doch ich hab ihn dazu gebracht das er es doch tut. Er hat mich dann von zu Hause abgeholt und wir saßen dann im Auto und dann hat er mir gesagt hör zu ich kann das nicht mehr. Er hätte zu viel Stress, dann auch der Prüfungsstress( er war damals in der Ausbildung) und er hat im Auto angefangen zu weinen wie ein kleines Kind. Am Ende hat er mir alles Gute gewünscht und hat mich nach Hause gebracht. Eine Woche später hat er sich dann bei mir gemeldet und gemeint das ich ja nicht denken soll das es ihm leicht fällt oder ihn nicht verletzt hat und ein paar Tage danach hab ich dann erfahren das er mich schon über ein Monat lang betrogen hat. Natürlich will ich nicht sagen das ich keine Fehler gemacht habe, ich war jung und ich hätte mit Sicherheit heute anders gehandelt als damals. Aber mit dieser Aktion hat er mich so verletzt das ich eine Zeit lang gebraucht habe überhaupt Menschen wieder zu vertrauen. Er hat mir das Herz gebrochen kann man so sagen. Wir sind uns in den Jahren ab und zu mal begegnet und ich hatte immer das Gefühl als würde er mich verabscheuen oder hassen zumindest sagen seine Blicke das als er mich angeschaut hat.

18.11.2021 21:19 • #4


Charla

Charla


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Zitat von Vicky5678:
Er hat sich in den ganzen Jahren nur einmal gemeldet und mich dumm angemotzt.
Wie kann er mich denn so hassen ?
Das ganze ist jetzt 7 Jahre her und immer noch mache ich mir über alles Gedanken ?
Ist das normal ?

Meine Vermutung ist, du hast Probleme mit dem Loslassen. Der frühe Tod deines Vaters ist vielleicht noch nicht verarbeitet ?
Dein Ex hat sich von dir damals getrennt, einen Schlussstrich gezogen und ein anderes Leben begonnen. Das könntest du ihm nachmachen. Versuche zu akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, du kannst es nicht ändern.

Nach 7 Jahren könntest du Abstand zu all dem bekommen haben.
Du aber trägst noch den Schmerz in dir und könntest dir fachliche Hilfe holen wenn du im Jetzt keinen Frieden schliessen kannst.

Alles Gute für dich !

18.11.2021 21:25 • x 1 #5


Luto

Luto


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Zitat von Vicky5678:
ich hatte immer das Gefühl als würde er mich verabscheuen oder hassen zumindest sagen seine Blicke das als er mich angeschaut hat.

das kann ich von außen nicht beurteilen, aber warum sollte er? Er hat doch betrogen und belogen, und auch den Schlussstrich gezogen ... und es liest sich so, dass er damals schon auch noch etwas an Dir hing ... vielleicht ist er unsicher, wenn Ihr Euch seht, oder hat Schuldgefühle...
Gab es in den letzten 7 Jahren keine anderen Jungs?

18.11.2021 21:33 • #6


Vicky5678


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@Luto Kann sein das es Schuldgefühle sind und er sich einfach daran nicht mehr erinnern möchte an die ganze Zeit. Vielleicht macht er sich auch keine Gedanken mehr darüber und hat mich komplett vergessen. Schade das es halt nie die Gelegenheit gegeben hat darüber nochmal zu sprechen. Ich finde wenn jemand mit einer Person abgeschlossen hat dann motzt man nach 7 Jahren keinen mehr an bzw. ignoriert es einfach. Er hat mir vor 2 Jahren eine Anfrage auf Instagram geschickt und jedes meiner Storys angeschaut und mir dann unterstellt irgendwann ich würde ihm ständig folgen und entfolgen obwohl er derjenige war wo mir die Anfrage geschickt hat. Total dumm und bescheuert. Und das anmotzen war dann das er alles wieder von damals hoch geholt hat und mir die Schuld für alles gegeben hat obwohl wir nicht mal darüber gesprochen haben

18.11.2021 21:45 • #7


Luto

Luto


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Zitat von Vicky5678:
Und das anmotzen war dann das er alles wieder von damals hoch geholt hat und mir die Schuld für alles gegeben hat

die Schuld für sein Nichtmehrkönnen, sein Fremdgehen oder die Zeit danach?
wo lag die in seinen Augen Deine Schuld?


Zitat von Vicky5678:
und mir dann unterstellt irgendwann ich würde ihm ständig folgen und entfolgen obwohl er derjenige war wo mir die Anfrage geschickt hat.

das eine schließt ja das andere nicht aus.
aber vielleicht hat er auch einfach einen an der Klatsche...

Fakt ist, dass er sich damals entschieden von Dir getrennt hat, weil wohl die Liebe nicht mehr da, oder nicht mehr groß genug war. Vielleicht wollte er mit seiner Anfrage noch einmal ausprobieren, wie schnell Du Dich darauf einlässt, und als Du es dann gemacht hast, verlor er wieder das Interesse...

18.11.2021 22:04 • #8


Vicky5678


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@Luto Er hat mir die Schuld gegeben für die Trennung und die Schuld für das Fremdgehen.. ich glaube das er einen an der Klatsche hat trifft es ganz gut . Naja wirklich darauf eingelassen habe ich mich ja nicht, denn wir haben ja nicht miteinander geschrieben er hat mich ja dann kontaktiert gehabt und ihm meine Meinung gesagt als er mich dumm angemacht hat. Normalerweise hätte ich heute darüber lachen sollen und das ganze einfach vergessen sollen aber ich weis nicht wie, denn das holt mich immer wieder ein. Und wenn man sich dann auch öfters mal begegnet fällt es einem nicht leichter

18.11.2021 22:21 • #9


Luto

Luto


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Zitat von Vicky5678:
denn das holt mich immer wieder ein.

aber warum?
Liebe entsteht, floriert und vergeht. sie ist selten ewig, und bei Euch waren's immerhin drei Jahre, das ist in dem Alter fast schon eine Ewigkeit.
Er wird damals keine Leidenschaft mehr gefühlt haben, hing aber vermutlich noch wie ein Kleinkind an der Geborgenheit, und Du vermutlich auch ... aber Liebe zwischen Erwachsenen funktioniert nicht wie wie eine Mutter-Kind-Beziehung, und ist nie bedingungslos und meistens endlich.
Dem habt Ihr Euch irgendwie nicht gestellt.
und Schuld gibt es da nicht!

18.11.2021 22:31 • x 1 #10


Lebensfreude

Lebensfreude


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vielleicht ist es gar kein Hass, sondern Gleichgültigkeit dir gegenüber

19.11.2021 00:52 • x 2 #11


Hansl

Hansl


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Entscheidend ist es, die letzte große Liebe zu erkennen.

19.11.2021 01:19 • x 2 #12


BrokenHeart

BrokenHeart


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Zitat von Lebensfreude:
vielleicht ist es gar kein Hass, sondern Gleichgültigkeit dir gegenüber

Oh .... zwischen Hass (ein ebenso starkes Gefühl wie Liebe) und Gleichgüligkeit ist ein riesesn Unterschied ...
Seit dem er mir egal, also gleichgültig ist, lebt es sich wunderbar

19.11.2021 02:16 • x 1 #13


Winterrose


@Vicky

Charla: Meine Vermutung ist, du hast Probleme mit dem Loslassen. Der frühe Tod deines Vaters ist vielleicht noch nicht verarbeitet ?
Dein Ex hat sich von dir damals getrennt, einen Schlussstrich gezogen und ein anderes Leben begonnen. Das könntest du ihm nachmachen. Versuche zu akzeptieren, dass es so ist, wie es ist, du kannst es nicht ändern.

Nach 7 Jahren könntest du Abstand zu all dem bekommen haben.
Du aber trägst noch den Schmerz in dir und könntest dir fachliche Hilfe holen wenn du im Jetzt keinen Frieden schliessen kannst.

*** Dem kann ich mich nur anschließen.

19.11.2021 02:31 • x 1 #14


Heffalump

Heffalump


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Zitat von Vicky5678:
Er hat mir die Schuld gegeben für die Trennung und die Schuld für das Fremdgehen..

Du kannst es ihm das ja zurück geben.
Mit 17 ist man ja noch nicht fertiger Erwachsener, man übt Beziehung zum anderen Geschlecht, macht Fehler - und lernt im besten Falle daraus, was man meidet.

Du hast erwartet, das er sich zum Tod deines Vaters bei dir meldet, aber ich denke, er wird die Entwicklung deiner persönlichen Familiengeschichte nicht so auf dem Radar haben, möglich, es interessiert ihn auch nicht sonderlich. Meist hat man ja seine eigenen Probleme - und die sind in der Wertung oft höher eingestuft, als wenn von der Ex der Papa verstirbt.

Wenn er dir heute über den Weg läuft, implizierst Du, das sein Blick Hass zeigt. Kann sein, kann auch nicht sein. Kann sein, er kann gar nicht anders sehen.

Zum Thema Schuld. Wie kann man Schuld dafür tragen, das er fremdging? War doch seine Entscheidung, oder hat er dich gefragt - und du gabst ihm Erlaubnis für? Ihr habet Euch einfach weiterentwickelt. Von einander weg. Du nicht mehr zu ihm, er nicht mehr zu dir passte.
So einfach.

Das Leben wird vorwärts gelebt und rückwärts verstanden. Da man seine Vergangenheit nicht ändern kann, kann man nur lernen, mit ihr zu leben. Sich selbst verzeihen, manches nicht gewusst zu haben, manches nicht besprochen zu haben oder zu viel gestritten zu haben. Erwartungen an sein Gegenüber nicht zu hoch zu positionieren, damit dieser sie noch erreichen kann.

Und dann schau nach vorn. Löse dich, von den Dämonen, die er dir da lies. Im schlimmsten Falle hattest du Anteile daran, das er fremdhoppelte, aber Schuld, keine. Denn er traf die Entscheidung!

Und wenn du ihn wieder triffst, lächle. Denk an die schönen Momente. Und geh weiter. Wie das Leben auch.

19.11.2021 06:27 • x 1 #15



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