Hallo Kathi,
ich frage Dich hiermit, warum Du Dich durch meine Beiträge persönlich angegriffen fühlst? Kannst Du mir das erklären? Betrachtest Du Dich als Feministin? Ich hab damit kein Problem. Ich habe auch keine Feministin persönlich angegriffen, sondern mich nur beschwert über die Art und Weise, mit welcher arroganten Art und Weise in den 70ern ein Geschlechterbild erzeugt wurde und teilweise noch wird, das eine Menge Unfrieden gesät hat. In keinster Weise stelle ich die Notwendigkeit der sachlichen Gleichberechtigung in Frage. Aber die Feministen (und damit meine ich auch viele Intellektuelle und Medienleute) sind damals über das Ziel hinausgeschossen. Jetzt sind sie fast still. Warum? Könnte es nicht sein, daß sie ihre Aussagen von damals nicht mehr mit gutem Gewissen vorbringen können? Meine Behauptung, daß Feministinnen frustriert sind von dem was sie angerichtet haben, ziehe ich hiermit zurück, das war etwas platt. Aber auch ich kann mir mal Emotionalität erlauben, findest Du nicht?
> ich habe nicht den Eindruck, dass ich mit dem was ich geschrieben habe, Hass und Unverständnis geschürt habe
Nein, das hab ich auch nicht behauptet. Es gibt aber Leute die solche Statistiken für ihre agitatorischen Zwecke mißbrauchen. Das habe ich Dir persönlich nicht unterstellt.
> Ich habe etwas behauptet und es untermauert. Bei Überlegungen warum was wie ist, war ich noch gar nicht.
Ich schon, und das ist nur meine persönliche Meinung, die ich niemandem aufdrücken will. Ich bin vielleicht etwas provokativ, aber sonst bekomme ich ja auch keine so engagierte Antwort wie von Dir:-) Und Deine Art, viele Aussagen von mir unkommentiert zu lassen haben mich auch nicht dazu verleitet, auf Dich persönlich loszugehen. Warum auch? Ich möchte nur eines hier: Anregungen zum Nachdenken geben. Wenn sich jemand persönlich angegriffen fühlt ist das bedauerlich, und es ist wirklich nicht so gemeint.
> Ich habe nicht gesagt, dass Männer kalt sind
Ich habe auch nicht gesagt, daß Frauen kalt sind. Ich habe nur meine persönliche Empfindung wiedergegeben, die ich bei mehreren "starken" Frauen hatte. Diese "Kälte" ist wohl nur ein Schutz vor der Sentimentalität. "Starke" Frauen wollen nicht einsehen, daß es durchaus positiv ankommt, sich auch mal schwach zu zeigen und deshalb lassen sie sich niemals gehen. Ich bin überzeugt davon, daß die meisten Männer diese schwachen Momente brauchen, um glücklich sein zu können. Es scheint in ihrer Natur zu liegen.
Wirklich starke Frauen und Männer sind auch selbstbewußt in der Lage, sich verletzlich zu zeigen ohne sich minderwertig fühlen zu müssen.
> Ich habe nicht gesagt, dass sie lernen müssen mit Frauen umzugehen, und dass sie ihre Bedürfnisse nicht richtig ausdrücken können (ihnen also somit indirekt Unfähigkeit vorgeworfen)
Ich habe meistens den Begriff "sollten" verwendet und das war nur als Anregung gedacht. Daß mein Geschreibsel aus der Sicht eines geschädigten Mannes ist dürfte doch auch nicht verwunderlich sein:-)
Wenn Du soviel Wert darauf legst dann ersetze überall "Frauen" durch "Menschen mit z.Teil weiblichem Gehirn". Du scheinst also eine Gegenerin der Mars/Venus-Thesen zu sein. Ok. Mir ist das gar nicht so wichtig, ob das jetzt nun Frauen oder Männer sind, jedenfalls habe ich diese Erfahrungen und Eindrücke bei Frauen gemacht. Ich war noch nicht mit einem Mann verheiratet und oder in einer s.uellen Beziehung. Und Deine letzte Behauptung ist Deine Interpretation, nicht meine. Ich halte Frauen in den meisten Dingen für sehr fähig. Außer beim Einparken und Verständnis zeigen. Männer haben eben auch ihre Launen.
> Ich habe Männern auch nicht Egoismus vorgeworfen. Ich habe nicht den Männern vorgeworfen, dass sie mit ihren Ideen schuld an der Schlechtigkeit der Welt sind.
Nunja, es ist mein Eindruck im Moment. Ich scheine alle egoistischen Frauen der Welt anzuziehen. Wahrscheinlich stoße ich dagegen egoistische Männer ab und deshalb erscheint es mir, als ob Frauen egoistischer seien als Männer. Vielleicht gibt es auch keinen Unterschied zwischen den Geschlechtern. Vielleicht gibt es grundsätzlich nur Menschen die "stärker" und welche die "schwächer" sind. Vielleicht sind die Frauen im Moment "stärker" als die Männer?
> Sie sind klug, sie machen ihre Sache, man kann sie daher auch ernst nehmen, sie sind reflektiert. Das macht für mich einen Mann auch aus.
das ist schön. Aber warum schickst Du die nicht mal in die Politik? Warum müssen wir anderen leiden nur weil Du alle klugen Männer um Dich versammelst?
> Männer fühlen sich verunsichert, unter anderem, aufgrund der Veränderung des Geschlechterverhältnisses. Entschuldigung ist das keine.
Jetzt bist du aber am verallgemeinern:-) Würden die Frauen es annehmen wenn diese Männer sich entschuldigten? Wohl kaum... Ich denke auch, daß man solche Verbrechen nicht entschuldigen kann. Nur erklären und evtl. mit viel Aufklärung vermeiden. Und natürlich bestrafen.
> Es ist auch kein Grund, keine schützenden Gesetze zu erlassen. Für die berufliche Ungleichbehandlung gilt dasselbe. Aber es ist eine Erklärung. Nur eine jedoch.
Gegen diese Gesetze hab ich nichts einzuwenden solange sie nicht gegen den gesunden Menschenverstand gerichtet sind, aber wie gesagt, sinnvoller wäre eine präventive Aufklärung um die Straftaten zu vermeiden BEVOR sie geschehen. Und das geht am besten mit dem Schaffen von mehr Bewußtheit auf breiter Ebene. Kommunikation wird mit Sicherheit mehr bewirken als Abschreckung durch Gesetze, denn diese Taten sind meist irrationale Triebtaten und keine Bereicherungstaten, die durch Not oder Verstand bestimmt sind.
> Ich habe die Diskussion angefangen, weil Du den Frauen
implizit und explizit mit oben genannten Äusserungen den schwarzen Peter zugeschoben hast.
Mag sein, daß ich jetzt mehr über die Frauen lästere. Die Männer kommen anschließend dran:-) Würde es Dir gefallen, wenn ich mal meine Ansicht über Männer schreibe?
> Du hast zwar immer eingeschoben, dass Du starke Frauen magst, dass Du Feminist bist

, dass Du links bist.... aber konsequent anders argumentiert. Was jemand tut und was jemand sagt sind oft zwei verschiedene Paar Schuhe.
Nunja, ich habe eben im Laufe der Jahre meine Erfahrungen gesammelt. Aus dem linken Radikalenanwalt Otto Schily wurde inzwischen ein ultrarechter Hardliner. Der wird auch seine Gründe gehabt haben. Ich hatte in meiner Jugend ein sehr positives Bild von Frauen und ich kann heute eher nachvollziehen warum viele Männer so achtungslos mit Frauen umgehen, dank meiner negativen Erfahrungen. In Schutz nehmen möchte ich sie damit aber wirklich nicht.
Inzwischen habe ich eine Frau gefunden die so ganz anders ist als meine Peinigerinnnen:-) Eine Frau, die hinter die Kulissen schaut und den Austausch mit anderen Menschen sucht um mehr zu erfahren. Eine Frau, die so wie ich sehr gelitten hat aber trotz allem mit Humor in die Zukunft schaut. Ich habe wirklich keinen Grund, böse zu sein. Aber ich mache mir trotzdem Gedanken über die Probleme unserer Gesellschaft, es geht bergab und wir sollten etwas dagegen tun. Du erwähntest die Wirtschaft als Göttin. Sie wird von Männern dominiert, aber die Frauen tragen viel zum Übel bei indem sie die gleichen Fehler machen wie die Männer anstatt ihre besonderen Fähigkeiten zum Positiven zu verwenden. Warum? Weil sie Macht auch gut finden? Weil sie ihre positiven weiblichen Eigenschaften unterdrücken um konkurrenzfähig zu sein?
Vielleicht hast Du recht und ich bin frustriert. Aber nicht von dem was mir "angetan" wurde, sondern von dem was an Herzlichkeit übrig geblieben ist von der Emanzipation.
cu