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Harvey83
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Guten Morgen Zusammen, bisher war ich eher passiver Leser dieses Forums aber seit etwa zwei Wochen holt mich meine Vergangenheit umso stärker ein. Ich schreibe einfach mal meine Geschichte runter.
Meine Exfrau und ich waren neuen Jahre zusammen. 2016 hatten wir geheiratet. Die neun Jahre waren sehr turbulent da wir uns gegenseitig durch persönliche Krisen chauffiert haben.
Ende 2015 wurde meiner Frau mitgeteilt auf natürlichem Weg nicht schwanger werden zu können. Natürlich ist für sie eine Welt zusammengebrochen. Ich war mir jedoch sehr sicher auch diese Krise mit ihr durchzustehen. Anfang Mai 2016 habe ich dann beschlossen ihr die wichtigste Frage im Leben zu stellen und ihr im gemeinsamen Urlaub im Juni einen Heiratsantrag gemacht. Unser Plan war es 2017 zu heiraten. Dann kam Ende Juni die Nachricht sie sei schwanger. Also haben wir uns entschlossen noch 2016 zu heiraten was wir dann auch getan haben. Die Schwangerschaft von ihr war nicht leicht da sie ständig Schmerzen aufgrund einer Symphysenlockerung hatte. Viel Streit aufgrund der angespannten Situation resultierte daraus. Im Januar 2017 sind wir dann noch in eine größere Wohnung gezogen. Ich denke aufgrund des ganzes Stresses kam es zu einer Frühgeburt in der 35. Woche. Danach mussten meine Frau und meine Tochter noch einige Zeit im Krankenhaus verweilen da eine Gelbsucht festgestellt wurde. Die Monate danach waren geprägt durch sehr viel Streitereien und Unverständnis für die Situation des Partners. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt sehr viel Stress auf der Arbeit und habe mich gleichzeitig nach einem neuen Job umgesehen in dem ich mehr Zeit für die Familie habe. In der Hoffnung als Familie zusammenwachsen zu können hatte ich zwei Monate Elternzeit genommen. Meine Familie hatte schon Mitte des Jahres zu mir gesagt wir hätten ein Eheproblem. Meine Frau meinte wir sollten eine Ehetherapie beginnen was ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht für nötig hielt. Im September kam es dann zu einen großen Streit und ich habe Dinge zu ihr gesagt auf die ich nicht stolz bin. Von Ihrer Seite aus war das Vertrauen zerstört und sie wurde sehr abweisend und kalt zu mir. Anfang Dezember hat mir meine Frau gesagt sie möchte sich von mir trennen. Ich habe dies nicht akzeptiert und "überredet" dass ich von meiner Seite nochmals alles versuchen werde um eine glückliche Familie zu werden. Wir hatten auch einen Termin bei der Eheberatung der unser Problem sehr gut auf den Punkt gebracht hat: wir sind wie zwei Schiffbrüchige die sich um den letzten Balken klammern, sich jedoch immer wieder gegenseitig unter Wasser drücken anstatt sich den Balken zu teilen. Auch habe ich bemerkt, dass meine Frau keine Lust mehr hatte und mir während der Sitzung ständig nur Vorwürfe gemacht hat anstatt konstruktiv zu arbeiten. Ich habe meine Frau niemals betrogen und hatte auch nie das Bedürfnis. Allerdings hat sich in dieser Zeit eine Tür bei mir geöffnet mit der ich nicht gerechnet habe. So konnte eine neue Frau in mein Leben treten und ich habe mich schlussendlich am 30.12 von ihr getrennt und bin zu meiner neuen Freundin gezogen.
Die ersten Monate nach der Trennung verliefen erstaunlich harmonisch da der Druck von beiden Seiten aus Weg war. Wir konnten uns sogar vorstellen ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen, auch aufgrund unserer gemeinsamen Tochter. Meine neue Beziehung läuft auch sehr gut und ich bin echt glücklich. Am 01.03 habe ich zudem einen neuen Job angefangen. Meine neue Freundin ist echt sehr einfühlsam da sie mir den Freiraum zu verarbeiten und mit der Vergangenheit abzuschließen. Ich hatte immer wieder Höhen und auch Tiefen durch die ich gegangen bin. Habe jedoch versucht meine Verarbeitung vor meiner neuen Freundin zu verbergen da sie klar die falsche Ansprechpartnerin ist. Häufig habe ich bei Ihr eine Maske auf und zeige meine wahre Gefühlslage nicht bei ihr. Ich stecke sehr oft in der Vergangenheit bei meiner Ehe anstatt im hier und jetzt zu sein und mich auf eine wunderschöne gemeinsame Zukunft mit meiner Freundin zu freuen. Auch hatte ich das Gefühl dass meine Exfrau viel weiter in Ihrem Verarbeitungsprozess ist als ich. Die macht einen entspannten und ausgeglichenen Eindruck.
Der Eklat kam dann Anfang Mai. Hier offerierte mir meine Exfrau sich mit einem anderen Mann getroffen zu haben. Die beiden haben sich bei diesem Date dann auch geküsst. In mir kamen sehr starke Gefühle wie tiefe Traurigkeit und Wut hoch. Ich hatte- und habe immer Bilder im Kopf wie sie und der Typ sich küssen. Seitdem ist das Verhältnis zu meiner Exfrau eher frostig einzustufen. Da ich ein Mensch bin der zunächst erstmal viel mit sich selbst ausmacht habe ich wenig darüber gesprochen und viel in mich hineingefressen. Nach einem gemeinsamen Treffen mit meiner neuen Freundin, meiner Tochter und meiner Exfrau, welches sehr gut verlief, da sich meine Ex und meine neue Freundin gut verstehen, sagt sie mir mit dem Typen geschlafen zu haben. Es zog mir dermaßen die Beine weg und ich habe ständig die Flashs im Kopf wie sie mit ihm schläft. Die kommen völlig unerwartet und ich den unmöglichsten Alltagssituationen. Mein Kopf sagt es ist ihr gutes Recht sich mit anderen Männern zu treffen und auch mit Ihnen zu schlafen. Allerdings merke ich auch wie schlecht es mir bei dem Gedanken geht. Das Problem ist. ich bin echt Glücklich in meiner neuen Beziehung und ich liebe meine neue Freundin. Allerdings scheine ich das letzte halbe Jahr nur verdrängt zu haben und erst jetzt beginne ich zu realisieren. Es ist ein ständiges auf und ab, ich habe ständig diese Bilder im Kopf, keinen Hunger, bin antriebslos (ich bin normalerweise Triathlet und mache sehr viel Sport- selbst hier fehlt mir die Lust), und launisch. All dies trage ich natürlich auch in die neue Beziehung was mir sehr leid tut. Meine Freunde und Familie sind zu parteiisch um mir Ratschläge geben zu können. Eine Kontaktsperre ist aufgrund unserer Tochter nur schwer umsetzbar. Obwohl wir derzeit nur das Nötigste kommunizieren- wenn es um unsere Tochter geht. Ich habe mich jetzt bei einer Psychologin angemeldet und habe einen 26. Juni den ersten Termin. Ich hätte im niemals gedacht, dass es nach einem halben Jahr mich so umhaut. Wer von Euch hat ähnliche Erfahrungen bzw. einen Ratschlag wie ich besagte Bilder aus dem Kopf bekomme und endlich abschließen kann?
Meine Exfrau und ich waren neuen Jahre zusammen. 2016 hatten wir geheiratet. Die neun Jahre waren sehr turbulent da wir uns gegenseitig durch persönliche Krisen chauffiert haben.
Ende 2015 wurde meiner Frau mitgeteilt auf natürlichem Weg nicht schwanger werden zu können. Natürlich ist für sie eine Welt zusammengebrochen. Ich war mir jedoch sehr sicher auch diese Krise mit ihr durchzustehen. Anfang Mai 2016 habe ich dann beschlossen ihr die wichtigste Frage im Leben zu stellen und ihr im gemeinsamen Urlaub im Juni einen Heiratsantrag gemacht. Unser Plan war es 2017 zu heiraten. Dann kam Ende Juni die Nachricht sie sei schwanger. Also haben wir uns entschlossen noch 2016 zu heiraten was wir dann auch getan haben. Die Schwangerschaft von ihr war nicht leicht da sie ständig Schmerzen aufgrund einer Symphysenlockerung hatte. Viel Streit aufgrund der angespannten Situation resultierte daraus. Im Januar 2017 sind wir dann noch in eine größere Wohnung gezogen. Ich denke aufgrund des ganzes Stresses kam es zu einer Frühgeburt in der 35. Woche. Danach mussten meine Frau und meine Tochter noch einige Zeit im Krankenhaus verweilen da eine Gelbsucht festgestellt wurde. Die Monate danach waren geprägt durch sehr viel Streitereien und Unverständnis für die Situation des Partners. Ich hatte zu diesem Zeitpunkt sehr viel Stress auf der Arbeit und habe mich gleichzeitig nach einem neuen Job umgesehen in dem ich mehr Zeit für die Familie habe. In der Hoffnung als Familie zusammenwachsen zu können hatte ich zwei Monate Elternzeit genommen. Meine Familie hatte schon Mitte des Jahres zu mir gesagt wir hätten ein Eheproblem. Meine Frau meinte wir sollten eine Ehetherapie beginnen was ich zu diesem Zeitpunkt aber nicht für nötig hielt. Im September kam es dann zu einen großen Streit und ich habe Dinge zu ihr gesagt auf die ich nicht stolz bin. Von Ihrer Seite aus war das Vertrauen zerstört und sie wurde sehr abweisend und kalt zu mir. Anfang Dezember hat mir meine Frau gesagt sie möchte sich von mir trennen. Ich habe dies nicht akzeptiert und "überredet" dass ich von meiner Seite nochmals alles versuchen werde um eine glückliche Familie zu werden. Wir hatten auch einen Termin bei der Eheberatung der unser Problem sehr gut auf den Punkt gebracht hat: wir sind wie zwei Schiffbrüchige die sich um den letzten Balken klammern, sich jedoch immer wieder gegenseitig unter Wasser drücken anstatt sich den Balken zu teilen. Auch habe ich bemerkt, dass meine Frau keine Lust mehr hatte und mir während der Sitzung ständig nur Vorwürfe gemacht hat anstatt konstruktiv zu arbeiten. Ich habe meine Frau niemals betrogen und hatte auch nie das Bedürfnis. Allerdings hat sich in dieser Zeit eine Tür bei mir geöffnet mit der ich nicht gerechnet habe. So konnte eine neue Frau in mein Leben treten und ich habe mich schlussendlich am 30.12 von ihr getrennt und bin zu meiner neuen Freundin gezogen.
Die ersten Monate nach der Trennung verliefen erstaunlich harmonisch da der Druck von beiden Seiten aus Weg war. Wir konnten uns sogar vorstellen ein freundschaftliches Verhältnis aufzubauen, auch aufgrund unserer gemeinsamen Tochter. Meine neue Beziehung läuft auch sehr gut und ich bin echt glücklich. Am 01.03 habe ich zudem einen neuen Job angefangen. Meine neue Freundin ist echt sehr einfühlsam da sie mir den Freiraum zu verarbeiten und mit der Vergangenheit abzuschließen. Ich hatte immer wieder Höhen und auch Tiefen durch die ich gegangen bin. Habe jedoch versucht meine Verarbeitung vor meiner neuen Freundin zu verbergen da sie klar die falsche Ansprechpartnerin ist. Häufig habe ich bei Ihr eine Maske auf und zeige meine wahre Gefühlslage nicht bei ihr. Ich stecke sehr oft in der Vergangenheit bei meiner Ehe anstatt im hier und jetzt zu sein und mich auf eine wunderschöne gemeinsame Zukunft mit meiner Freundin zu freuen. Auch hatte ich das Gefühl dass meine Exfrau viel weiter in Ihrem Verarbeitungsprozess ist als ich. Die macht einen entspannten und ausgeglichenen Eindruck.
Der Eklat kam dann Anfang Mai. Hier offerierte mir meine Exfrau sich mit einem anderen Mann getroffen zu haben. Die beiden haben sich bei diesem Date dann auch geküsst. In mir kamen sehr starke Gefühle wie tiefe Traurigkeit und Wut hoch. Ich hatte- und habe immer Bilder im Kopf wie sie und der Typ sich küssen. Seitdem ist das Verhältnis zu meiner Exfrau eher frostig einzustufen. Da ich ein Mensch bin der zunächst erstmal viel mit sich selbst ausmacht habe ich wenig darüber gesprochen und viel in mich hineingefressen. Nach einem gemeinsamen Treffen mit meiner neuen Freundin, meiner Tochter und meiner Exfrau, welches sehr gut verlief, da sich meine Ex und meine neue Freundin gut verstehen, sagt sie mir mit dem Typen geschlafen zu haben. Es zog mir dermaßen die Beine weg und ich habe ständig die Flashs im Kopf wie sie mit ihm schläft. Die kommen völlig unerwartet und ich den unmöglichsten Alltagssituationen. Mein Kopf sagt es ist ihr gutes Recht sich mit anderen Männern zu treffen und auch mit Ihnen zu schlafen. Allerdings merke ich auch wie schlecht es mir bei dem Gedanken geht. Das Problem ist. ich bin echt Glücklich in meiner neuen Beziehung und ich liebe meine neue Freundin. Allerdings scheine ich das letzte halbe Jahr nur verdrängt zu haben und erst jetzt beginne ich zu realisieren. Es ist ein ständiges auf und ab, ich habe ständig diese Bilder im Kopf, keinen Hunger, bin antriebslos (ich bin normalerweise Triathlet und mache sehr viel Sport- selbst hier fehlt mir die Lust), und launisch. All dies trage ich natürlich auch in die neue Beziehung was mir sehr leid tut. Meine Freunde und Familie sind zu parteiisch um mir Ratschläge geben zu können. Eine Kontaktsperre ist aufgrund unserer Tochter nur schwer umsetzbar. Obwohl wir derzeit nur das Nötigste kommunizieren- wenn es um unsere Tochter geht. Ich habe mich jetzt bei einer Psychologin angemeldet und habe einen 26. Juni den ersten Termin. Ich hätte im niemals gedacht, dass es nach einem halben Jahr mich so umhaut. Wer von Euch hat ähnliche Erfahrungen bzw. einen Ratschlag wie ich besagte Bilder aus dem Kopf bekomme und endlich abschließen kann?