Zitat von Urmel_:
Denkst Du wirklich? Nach 6 Jahren Beziehung kann man meiner Meinung nach davon ausgehen, dass am Anfang der Beziehung und über die Jahre schon Anziehungskraft vorhanden war. Aber sicher hast Du da Recht, denn auch wenn ich oft s/w schreibe, eine gesunde Anziehungskraft schließt ja nicht aus, dass er auch Versorger ist.
Jein, denn ich schiele auch auf das Alter der Frau. Mit 29 sicherlich ne tickende Uhr gehabt. Kann sie nichts für. Ist ja ein normaler Gang. Die Frage ist nun, wie weit war sie bereit für diesen Part was zu machen und zu tun? Natürlich wirds da ne Form von Anziehung gegeben haben, ansonsten würde sie ihn gar nicht auswählen. Ich habe aber schon durchaus Fälle erlebt, die wahrlich 2 Jahre auf Kinder gedrängt haben und als das durch war, gings bergab. Er schreibt ja auch: "Seit unser Sohn (3) auf der Welt ist, veränderte sich unsere Beziehung aber immer wie mehr."
Das sind mir dann doch zu viele "Zufälle".
Aber nehmen wir den Fall an, er war 3 Jahre lang, der - wie nennst Du das so schön "Typ in Lederjacke und aufm Motorrad (?)", dann würde ich mich fragen, was bei ihm nach diesen drei Jahren so arg eingebrochen ist, dass es fast gar keine Anziehung mehr gab?!
Zitat:Nun ist er eben nur noch Versorger, weil die Anziehungskraft gesunken ist.
Ich denke, da war auch vorher schon irgendwas nicht richtig. Ich würde gern mal wissen wie die Beziehung in den ersten drei Jahren VOR dem Kind aussah.
Zitat:Das ist aber auch ein ganz spannender Ansatz, denn so kann sich der TE fragen, was denn mit seiner Anziehungskraft passiert ist. Ich meine, auf dem Papier gehen wir mal davon aus, dass er ein guter Mann und ein guter Vater ist. Und wir haben ja im alten Regelbuch gelernt, dass man als Mann nur alles richtig machen muss, um eine tolle Beziehung zu haben.
Problem, hat er nicht. Huch, kann es denn da sein, dass das alte Regelbuch da schlicht so nicht stimmt? Und wenn es nicht stimmt, wenn also alle Regeln, die der TE so gelernt hat, nicht dafür gesorgt haben, dass die Dynamik in der Beziehung so geblieben ist, was sorgt denn dann dafür?
Ich wage fast mal zu bezweifeln, dass er vorher so viel "falsch" gemacht hat, sich dann aber urplötzlich so arg ändert, um alles richtig zu machen. Sorry, das sehe ich in meinem Beruf auch grundlegend nie.
Zitat:Ergänzend aber auch noch der Hinweis, dass Ehe und Kinder dafür sorgen, dass Männer in der Regel mit einer Hand hinter dem Rücken in die Schlacht ziehen. Sagt der TE ja auch ganz offen, dass er vor den Mitteln, die wirklich was bringen können, distanziert ist, weil seine Kinder und so.
Das hat nicht nur was mit seinen Kindern zu tun, sondern auch mit ner horrenden Angst für sich selbst. Egoistische Motive (nicht falsch verstehen, die sind hier absolut gerechtfertigt) werden gern mit Kindern, Heirat usw. kaschiert.
Zitat:Und jetzt hat er das Dilemma, die Realität vor Augen zu haben und gleichzeitig den Kampf mit seinem inneren weißen Ritter.
Und, lieber TE, ich sags Dir gleich, ohne den schwarzen Ritter kommst Du aus der Sache nicht raus.
Der braucht mehr als nur nen schwarzen Ritter. Der braucht auch noch nen großen schwarzen Drachen und vielleicht. n paar weiße Wanderer dazu. Er schläft nicht mal mehr in einem Bett mit ihr... brrrr...