Zitat von merretich: Oder ist das sowas wie eine tumbe Sentimentalität und Selbstmitleid ohne dran zu denken, was so eine Aussage auslösen kann? Wenn der Drops längst gelutscht und der Zug längst abgefahren ist? Meine Mutter hat es damals allerdings einfach weggelacht.
ujnverständlich. Er ist wohl in der Idealisierungsphase der Beziehung zu Deiner Mutter hängen geblieben, die er jetzt verherrlicht, damals aber nicht halten und lieben konnte. Tja, ein verfahrenes Leben.
Gut, dass deine Mutter das weglachen konnte.
Ich erinnere mich gerade an eine frühere Kollegin, geschieden mit einer Tochter. Sie erzählte mir mal von ihrer Ehe. Der Mann umwarb sie, überschüttete sie mit Liebe und heiratete sie schließlich. Alles sah nach einer großen Liebe und tollen Zunkunft aus. Im Lauf weniger Jahre - sie hatten mittlerweile die Tochter - veränderte er sich und schuf daheim ein unerträgliches Klima der Unterdrückung, Kontrolle und des Schweigens. Nichts war übrig geblieben von dem einst charmanten Mann, denn das war nur die Maske, die er geschickt trug und einsetzte. In Wirklichkeit war er sadistisch veranlagt und übte seelischen Missbrauch an ihr aus.
Sie durfte nichts sagen, nur kuschen und sich fügen und lebte in innerer Angst. Er verschwand des öfteren für einige Tage, Keiner wusste, wohin und warum. Und dann tauchte er wieder auf und der altbekannte Zustand war wieder präsent.
Sie wusste nie, würde er am nächsten Tag, am übernächsten oder später kommen oder würde er vielleicht nur eine Stunde weg sein. Meist waren es ein oder zwei Tage ehe er wortlos wieder kam.
Sie wusste, sie musste weg, sich schützen, aber sie hatte Angst, denn nie hätte er sie gehen lassen. Sie sprach mit ihrem Bruder, als er mal weg war, denn er hatte sie auch sukzessive von anderen Kontakten isoliert.
Als er wieder mal weg gefahren war, kam der Bruder mit einem Transporter. Sie luden die nötigsten Habseligkeiten ein und verschwanden. Erst wohnte sie bei den Eltern, dann bald in einer Mietwohnung mit ihrer Tochter. Die Adresse wussten nur die engsten Familienangehörigen, denn die Gefahr, dass er dort aufkreuzen und Druck ausüben würde, war nicht gering.
Sie lernte sich selbst durchzuschlagen, arbeitete und zog ihre Tochter groß und sah ihn nie wieder. Nur einmal sah sie ihn, aber er sie nicht. Er ging am Rand einer Wiese entlang und wirkte einsam und gebrochen. Mitleid empfand sie nicht, Befriedigung aber auch nicht. Mittlerweile ist er wohl gestorben und ein "glückliches" Leben ging zu Ende.
Er hatte den Lohn für sein destruktives Verhalten bekommen. Das ist so bei Menschen die destruktiv sind und sich nie davon lösen können. Sie leben nur ihre negative Energien an anderen aus, solange sie es können.Und dafür brauchen sie geeignete Zielpersonen die sie auch finden. Und dort docken sie dann an.