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Dominanter Partner

S
@Vapiano2013
Du kommst mir jetzt schon viel kraftvoller vor als heute morgen. Hier sind wirklich tolle Menschen, die so etwas gut begleiten können. Das ist viel effektiver als eine Therapiestunde in der Woche. Ich finde es toll, dass du dich darauf einlässt.

x 3 #301


Vapiano2013
@Sincerite danke, von Herzen! Danke euch allen!

x 2 #302


A


Dominanter Partner

x 3


S
@Vapiano2013
Du kannst dich natürlich immer wieder melden, wenn dir danach ist.

x 1 #303


Vapiano2013
Ich merke, ich bin in einer Wartehallen (dennoch). Wird er sich eurer Ansicht nach überhaupt noch einmal melden oder ist das eher unwahrscheinlich?

x 1 #304


S
@Vapiano2013
Obwohl die Trennung bereits 8 Monate her ist, habe ich dieses Gefühl, ob er sich noch mal melden wird, auch immer noch. Ich verstehe es nicht.

x 1 #305


DieSeherin
Zitat von Vapiano2013:
er hat bedient was ich brauchte. Bestätigung. Das hat mir gefehlt. Ich war betrogen und verlassen und sein Blick auf mich hat mir extrem Kraft gegeben mein Leben auf die Reihe zu bekommen, zu kämpfen, für meine Kinder da zu sein, mich von meinem exmann zu lösen. Aktiv zu bleiben. An mich zu glauben...


... und vielleicht war er deswegen genau der richtige in der damaligen situation. du bist aber nicht mehr die frau von damals, sondern eine starke, kontaktfreudige und aktive frau - und du kannst dieses tolle leben, was du dir aufgebaut hast, jetzt leben und solltest dich von niemandem mehr bremsen lassen.

#306


Vapiano2013
@Sincerite hat er die Beziehung auch nicht klar beendet?

x 1 #307


DieSeherin
Zitat von Vapiano2013:
hat er die Beziehung auch nicht klar beendet?


wie deutlich brauchst du es denn noch? wenn er nochmal ankommt, dann nur um zu schauen, ob du jetzt zu kreuze kriechst und zu seinen bedingungen bereit bist!

Zitat von Vapiano2013:
Er wollte dann noch klären wo er mich nicht mehr sehen will

Zitat von Vapiano2013:
ich fragte was er von dem Treffen erwartet hatte. Er sagte - nichts.

Zitat von Vapiano2013:
Eine Umarmung lehnte er aber ab.

Zitat von Vapiano2013:
Er nannte mich egoistisch und egozentrisch

Zitat von Vapiano2013:
Es gibt keine Anzeichen dafür dass er überhaupt irgendein Interesse hat an meinem Leben.


sorry, dass ich immer grantiger werde, so bin ich ja sonst nicht, aber dieser typ macht mich echt sehr, sehr sauer! und du @Vapiano2013 bekommst jetzt mal liebevoll-mütterlich eins über die rübe Unfreundlicher Smiley

x 6 #308


S
@Vapiano2013
Ich war auch schon mal an diesem Punkt von dir, dass es damit zusammenhängen könnte. Nein, er von sich aus hat die Beziehung nicht klar beendet, er wäre noch geblieben. Er hat mir zu verstehen gegeben, dass ich diejenige war, die ihm klar gemachte habe, dass das zwischen uns nicht sein sollte. Nur einmal hat er geschrieben, dass durch die Reaktionen aus meinen Triggern bei ihm die Angst immer mehr und die Schmetterlinge immer weniger geworden seien. Dass wir jetzt ohne einander auskommen müssen, auch wenn wir die Nähe des anderen immer wieder mal vermissen würden. Er wünschte sich, dass ich mich ab und zu melden solle. Aber auch dieses Schreiben hat mir die Schuld rüber gegeben, weil ja meine Trigger seine Schmetterlinge vertrieben hätten. Aber von ihm kommt auf der Handlungsebene nichts. Er hat sein Inneres sowieso so gut wie nie gezeigt. Bei mir ist geblieben, dass er wieder weiter machen würde, wenn ich auf ihn zuginge. Aber er hat mir nicht gut getan. Warum diese Sehnsucht, dass er sich mal von sich aus melden würde und wirkliches Interesse daran hätte, wie es mir geht, weiß ich nicht. Es war ihm nie wichtig, wie es mir geht. Er kann ja nicht mitfühlen.

x 1 #309


Vapiano2013
Da hat er dir ja auch gemischte Signale in Worten gesendet und dir die volle Verantwortung übertragen für die Beziehung damit er unangenehme Gefühle verleidet.

#310


S
Zitat von Vapiano2013:
damit er unangenehme Gefühle verleidet.

Was meinst du damit?

#311


S
@Vapiano2013
Ich glaube, du meintest "vermeidet". Ja, er durfte auf keinen Fall etwas falsch machen. Dafür hat er bis zum letzten gekämpft. Teilweise mit absurden Argumenten. Ich hatte bis jetzt keine Schuldgefühle. Jetzt zeigen sie sich doch langsam. Scheinbar hat seine Schuldumkehr doch etwas in mir angerichtet. Aber wenn ich nicht mehr kann, dann bin ich nicht schuld. Und Trigger werden ja nicht im luftleeren Raum ausgelöst. Es hat ihn auch nie interessiert, was da in mir los war, und welches Verhalten das in mir ausgelöst hatte. Wenn jemand nett zu mir ist, dann zeigt sich kein Trigger. Er konnte nur sehen, dass er seiner Meinung nach schlecht behandelt worden ist.

x 1 #312


S
@Vapiano2013
Vielleicht wünsche ich mir, dass er sich meldet und seine Verantwortung für sein Verhalten übernimmt und mich versteht.

x 1 #313


M
Zitat von Vapiano2013:
Mein Vater starb an Krebs, da war ich 16. meine Mutter fiel in ein Loch und meine Kindheit war beendet. Nichts war mehr wie vorher. Der übermäßige Wunsch nach einer eigenen Familie dominierte mich dann.

Du hast viel zu früh einen schweren Schicksalsschlag verkraften müssen. Der kann dich durchaus überfordert haben und es blieben Wunden zurück.
Erinnert mich an meine Mutter, die aus dem Sudetenland nach diesem verdammten Krieg nach Süddeutschland gespült wurde. Der Vater in russischer Kriegsgefangenschaft, Ungewissheit, ob er zurückkommen würde, der ältere Bruder in Rumänie gefallen und dann starb ihre Mutter an Darmkrebs, als sie 16 war.

Sie hatte Kriegstraumata zurückbehalten, die nie aufgearbeitet, ja nicht mal bekannt waren. Wer wusste damals was von Traumaerfahrungen, wo doch ganze Generationen kriegsbedingte seelische Defizite zurückbehielten.

Damit war die Kindheit vorbei und die Ungewissheit, dass das Leben nicht sicher ist, schlich sich ein. Und das trägst du dann ins Erwachsenenleben. Viele, die familiäre Konflikte oder eben auch Schicksalsschläge erfahren haben, tragen eine große Sehnsucht nach einem Familienleben, das Sicherheit und Geborgenheit vermittelt, in sich.

Ich habe da auch einiges abbekommen. Zum einen durch das oft unberechenbare Verhalten meiner Mutter, zum anderen durch ihre krankheitsbedingte oft längere Abwesenheit, als ich noch in der Grundschule war.
Ich spürte die Gefahr, die diese damals noch nicht diagnostizierte Erkrankung bedeutete.

Ich wählte später einen anderen Weg und ging lange Zeit engeren Bindungen systematisch aus dem Weg. Ich habe im Unterbewusstsein verinnerlicht, dass Bindungen nicht verlässlich sind, was sich dann auch in meiner Biografie zeigte. Aber das habe ich erst Jahre später begriffen. Heute kann ich sogar eine Ehe aushalten. ich weiß nicht ob das in jungen Jahren möglich gewesen wäre.

Die Beiträge von meerrettich und Ameise_78 erklären ja auch ganz anschaulich, was da abläuft.

Dein Vater war ein guter Vater, aber musste viel zu früh sterben. Das erklärt dann ja auch, warum es ein dominanter Partner war, der dich angezogen hat. Dominanz vermittelt Sicherheit, womöglich Verlässlichkeit und darauf springst Du dann, geleitet vom Unterbewusstsein, an.
Dominanz muss nicht per so schädlich sein, aber der Mann, an den du geraten bist, ist nicht nur dominant, sondern defizitär.

Dann bist du in eine emotionale Abhängigkeit gerutscht und da wieder raus zu kommen, ist alles andere als einfach. Denn der Partner wird bildlich gesprochen zu deinem Dro gendealer und allein er entscheidet darüber, was er dir zuteilt. Bekommst du den "Stoff", also liebevolle Zuwenung, Geborgenheit, fühlst du dich glücklich und leicht. Aber er entscheidet eben auch darüber, ob du deinen Stoff bekommst und wieviel davon. Nichts ist hier sicher, denn er hat dich praktisch in der Hand.

Die Glücksmomente werden zu deinem inneren Maßstab, den du immer wieder erreichen willst und sie erscheinen dir um so erstrebenswerter, eben weil sie nicht verlässlich sind.. Der Partner ist praktisch der Pilot, der das Flugzeug mehr schlecht als recht steuert und du bist der machtlose Copilot, der nur hofft, dass er das Flugzeug nicht gegen den nächsten Berg fliegt.
Du wirst in so einer Beziehung immer machtloser und auch willenloser und die sehr problematische Beziehung hält dich gedanklich und emotional auf Trab. Es ist das wichtigste Thema in deinem Leben und alles andere verliert dagegen an Bedeutung.

Wenn du merkst, dass du ständig an ihn und die verfahrene Situation denkst und alles, was dir früher wichtig war, dagegen in den Hintergrund gerät, bfindest du dich in einer emotionalen Gefangenschaft. Du spürst, dass da etwas gewaltig schief läuft, du spürst deine Machtlosigkeit, du spürst, dass du dich praktisch aufgegeben hast weil er die Zügel in der Hand hält, aber daraus lösen kannst du dich nicht. Und immer wieder spricht die Hoffnung ein Wort. Bleib dran, es kann sich alles ändern, ich werde so wie er mich vermeintlich haben will und alles wird gut - eines Tages. ich muss nur Geduld haben, Verständnis aufbringen, dann ....
Aber es wird nichts gut, weil mit einem destruktiven Menschen der nur seine Machtbestrebungen auslebt, eben nichts gut wird. Statt der gewünschen Sicherheit erlebst du Instabilität, statt Gewissheit Ungewissheit und Angst und statt Liebe nur Manipulation.

Zwei haben sich gefunden, die ihre Defizite aneinander ausleben und abarbeiten, aber glücklich wird keiner damit.
Wenn du merkst, dass du deine Orientierung verlierst, nicht mehr weißt was du tun sollst, dich verwirrt und ohnmächtig fühlst, solltest du gehen und dich vor noch mehr Verletzung schützen.

x 3 #314


Vapiano2013
@Margerite genauso wie du das beschreibst. Ich habe mich gedanklich wirklich permanent seit vielen Monaten schon mit der Beziehung beschäftigt, in einer ängstlichen verunsicherten Art und Weise habe ich mich gefragt ob unsere Beziehung tragfähig ist, wie er diese oder jene Verhaltensweisen meint, wie ich sie zu deuten habe, ob ich überreagiere, ob ich etwas falsch gemacht haben könnte, wie er wohl denken könnte, was er erwarten könnte usw. Das ging so weit dass vieles anderes über diesem grübeln in de Hintergrund trat, zum Beispiel mein eigenes Wohlbefinden, meine Kinder, ihre Belange, mein Haushalt, Garten. Ich habe mir eingeredet, ich könnte das auch anderwann machen, oder es sei nicht Priorität gerade. Weil ER fand dass Garten nicht wichtig war oder er nichts übrig hatte dafür. Weil er mich sehen wollte, ließ ich meinen Haushalt so oft liegen und putzte mich lieber heraus für ihn. Nur zuletzt wurde das weniger. Aber das nahm er mir ja dann auch übel. Und weil ich das als Verrat an mir empfand aber es gleichzeitig nicht schaffte meine Grenzen zu wahren, setzte ich dann solche cuts, wie auch mal allein wegzufahren. Weil ich dachte - sonst dreh ich durch! Konnte es aber auch nicht wirklich sagen, weil er ja dann mir unterstellt hätte ich würde ihn nicht lieben wenn ich seine Erwartungen anstrengend empfinden würde, und Angst hatte dass er dann geht. Zurecht wie ich ja jetzt weiß. 😓

#315


A


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