Zitat von Vapiano2013: Er ist ein absoluter Leistungstyp.
Unbequem und ungemütlich, weil er sich immer beweisen muss.
Zitat von Vapiano2013: …wenn ich etwas eigenes vorhabe und mich seinen Vorstellungen nicht füge, kommt oft genug kaltes Schweigen oder Bedauern, es sei denn, ich bin in meiner Mutterrolle unterwegs, aber wehe ich bin verabredet, gehe aus o.ä.
Dann wirst Du bestraft durch Kaltstellen oder sichtbare Enttäuschung von ihm, so dass Du ein schlechtes Gewissen bekommst und Dir iwann sagst, ach, jedes Mal das Theater, wenn ich mit den Mädels Pizza essen gehen will, ist es mir doch nicht wert. Dann lass ich es lieber bleiben. Die Folge Deiner Anpassung: Du verlierst Deine anderweitigen Kontakte, was ihm in die Karten spielt.
Dominanz bedeutet auch, den anderen unter Kontrolle zu haben, bis die Partnerin alles so macht, dass es ihm passt.
Das Ziel ist dahinter auch, die mögliche Beeinflussung durch andere Personen zu mininmieren. denn es könnten ja kritische Anmerkungen kommen, die Dich zum Nachdenken bringen.
Zitat von Vapiano2013: In seinem Element ist er wenn er „helfen“ kann, aber eher beratschlagend von außen. Sozusagen in einer Rolle „über“ meiner Familie, nicht mitten drin. Er zeigt seine Liebe gegenüber mir schon, aber nicht durch Tiefe sondern eher „übergriffig“, er hat die Dinge im Auge die geplant und getan werden müssen und erkundigt sich wie und auf welche Weise ich sie getan habe
Der große Moderator, der alles weiß, aber die "Arbeit" machen die anderen. Er merkt sich, was anliegt und dann wirst Du "gebrieft". Hast Du was versemmelt oder falsch gemacht, gibt es Belehrungen ... Ich frage mich gerade, wie Du das aushältst. Du musst ja ständig aufpassen, das Richtige zu tun und was das Richtige ist, weiß er.
Zitat von Vapiano2013: r kann sich ganz schlecht fallen lassen, Beziehungen zu Frauen waren bis auf seine Ehe eher oberflächlich, dafür zahlreich.
Und Du wirst die Nächste unter vielen sein, Potentielle Partner sagen oft schon ziemlich am Anfang, wie die Biografie aussah. Und damit weißt Du dann auch, was auf Dich zukommt. Leider neigen Verliebte dann zur Selbstmanipulation und sagen sich, aber mit ihr wird es womöglich anders sein. Ich bin vielleicht und hoffentlich diejenige, bei der er bleibt.
Kein Wunder, dass es keine mit ihm aushielt und was er Dir sagt und auch wenn er aktiv Deine Nähe sucht, ist mit Vorsicht zu betrachten. Er will Dich an sich binden, um Dich zu beherrschen. Er sucht keine Partnerin auf Augenhöhe, sondern eine Erfüllungshelferin.
Zitat von Vapiano2013: So etwas wäre ihm früher niemals über die Lippen gekommen. Es ist wie eine Art Tauziehen in ihm und dadurch auch in mir. Bloß nicht zu nah heran - aber dem anderen auch nicht zu viele Freiheiten lassen.
Woher willst Du das wissen, was ihm früher nie über die Lippen gekommen wäre? Tauziehen ist Dauerstress, sonst nichts und das Spiel aus Nähe gewähren (ja, gewähren, denn er macht es selten von sich aus) und Distanz spüren zu lassen, kenne ich auch sehr gut. Der Eine bestimmt meist über Nähe und Distanz und hält einen damit an der Angel. Zwar leidet der Untergebene unter Kälte, Rückzug und Distanz, giert aber nach Nähe und wenn er die dann spürt, ist es ein gigantischer Kick und man denkt sich, das Warten hat sich gelohnt.
Stellst Du Dir so eine stabile Beziehung vor, in der Du Geborgenheit und Zusammenhalt verspürst? Ich lese hier nur Stress und Taxieren, wie der Andere gerade drauf ist.
Zitat von Vapiano2013: Ich bin mir oft unsicher, wie es richtig ist. Wir leben letztlich so wie er es will - punktuell zusammen. Aber es reicht ihm eigentlich nicht. Er will mehr von mir, vor allem mehr Kontrolle.
Das ist die logische Konsequenz, wenn man seine Werte und Vorstellungen untergräbt. Der Andere hat einen in der Hand und die Unsicherheit bei der Partnerin, die selbst unsicher ist, spürt Verunsicherung. Sie will alles richtig machen, aber was ist das Richtige? Er wille mehr von Dir. Haha, er will Dich vereinnahmen und unter Kontrolle haben und wenn Du so klein mit Hut bist, hat er sein Ziel erreicht.
Du spürst sehr genau, was in ihm wahrscheinlich aussieht und was er beabsichtigt. Warum gehst Du dann nicht? Um Dir zu beweisen, dass Du mehr bist als eine unter vielen? Was erwartest Du auf lange Sicht? Die totale Unterordnung, Dein Gehen auf Samtpfötchen um ja keine unliebsame Reaktion von ihm hervor zu rufen.
Frauen, die ihrer selbst unsicher sind, hängen sich oft unbemerkt an dominante Partner, weil die ihnen vermeintlich Sicherheit geben. Diese Sicherheit ist aber teuer erkauft und letztendlich nur eine "Schein"-Sicherheit.
Zitat von Vapiano2013: Aber immer wenn ich das anspreche, meint er er sei dafür der Falsche. Gehen lässt er mich aber eben auch nicht.
Na klar lässt er Dich nicht freiwillig gehen. Dazu musst Du schon aktiv und konsequent vorgehen. Du bist eine gute Schülerin, das hat er mittlerweile mitbekommen. Und geteilte Verantwortung ist nichts für ihn. Also hast Du in ihm keinen Partner, auf den Du Dich verlassen kannst und auf den Du bauen kannst. Das was ihm lästig ist, überlässt er dann Dir, aber er wird es bewerten.
Du hast eine gute Wahrnehmung , Du weißt, was hier gespielt wird und darauf solltest Du Dich verlassen. Die mahnenden Stimmen in Dir sagen schon, worauf Du achten sollst und was Dir nicht gut tut. Aber ins Handeln musst Du selbst kommen.
Nach allem, was Du schreibst, lautet mein Rat: Lauf so schnell Du kannst. Das ist kein Partner zum Anlehnen, bei dem man sich einfach fallen lassen kann, mit dem man sich rundum wohl fühlt, denn Du wirst immer mehr wie auf Eiern gehen und Dich fragen, ob es jetzt das ist, was ihm gefällt. Du demontierst Dich damit selbst, begibst Dich in die Rolle der Unterlegenen und wenn er Dich dann so geformt hat, wie es ihm passt, profitiert er von Dir. Bis Du ihm dann langweilig wirst, denn er will nicht nur dominieren, sondern er liebt auch den Weg zur Dominanz. Die Eroberung, die schrittweise Vereinnahmung, die gut getarnte Kontrolle, die doch nur zu Deinem Besten ist.
Guter Sex, Zärtlichkeit und das gute Gefühl, wenn ausnahmsweise er mal so ist, dass Du Dich rundum wohl fühlst, werden die schlechten Gefühle in Dir niemals aufheben. Das wenige Schöne überstrahlt aber in Deiner Wahrnehmung die Schattenseiten.Denn nach nichts gieren wir mehr als nach dem, was wir nicht ständig und einfach haben können.
Er lässt Dich nicht gehen. Ja klar, warum sollte er sein Spielzeug aufgeben. Außerdem boostert er mit Dir sein Ego. Wie wäre es, wenn Du mal sebst entscheidest, mit wem Du Dein Leben verbringst?