Hallo "Irgendwohin"
Zitat:Ich weiß, meine Situation gab es hier schon oft zu lesen:
seit längerem verheiratet, mehrere Kinder deutlich unter 10, irgendwann Haus gekauft und dadurch Tausende an Schulden.
In den vergangenen Jahren hat man als Paar vieles erlebt, man ist durch Himmel und Hölle gegangen, hat sich zusammengerauft und eigentlich alles geschafft.
Und trotzdem kommt der Punkt, ab dem man es eben nicht mehr packt. Es ist einfach zu viel, man hat keine Kraft mehr, auch noch diese Situation gemeinsam zu packen.
Ich war nie der emotionale Mensch, zumindest meiner Frau und meinem Arbeitsumfeld gegenüber. Ein liebevoller Vater, ja. Ein verlässlicher Kollege, ja.
Aber sich 1x frei öffnen, nein.
ja, Das liest sich alles nach einem Standardproblem, welches hier man täglich mehrfach wiederfindet.
Trotzdem ist es für Dich eine schwieriges Situation und momentan liest Dein Text für mich wie komplette Resignation Deinerseits.
Kühl, abgeklärt und emotionslos.
Zitat:Meine Frau hat sich in den Jahren damit abgefunden, hatte 1x eine Affäre, weil sie sich mit dem ersten Kind allein gelassen gefühlt hat.
Wir haben das damals überwunden, vielleicht auch weil wir mit einer Therapeutin redeten, vielleicht auch einfach, weil wir uns immer liebten.
also hättet ihr das überwunden und hättet ihr Euch immer geliebt, wäre jetzt nicht die Situation da, wie sie ist. Therapeuten sind keine Wunderheiler und wenn Deine Frau das Gefühl hatte mit dem Kind im Stich gelassen worden zu sein, war die Affäre nur eine Ausflucht. Letzten Endes ist bei Euch was kaputt gegangen, bereits wohl vor der Geburt dieses Kindes.
Zitat:Doch nun, einige Jahre später und zwei Kinder mehr, eröffnet Sie mir, dass sie unsere Beziehung als gescheitert ansieht. Ich würde nur noch neben ihr leben, sie nicht wahrnehmen, sie nicht wertschätzen.
wird wohl auch so sein und wie bereits erwähnt, schon vor dem ersten Kind der Fall gewesen sein, wobei sie ebenfalls einen Anteil daran hat, wie bei allen Beziehungen.
Was ich daran verwerflich finde ist einfach wie immer die Tatsache, dass man dann nochmal und zudem auch noch gleich 2 weitere Kinder in die Welt setzt, wo schon nach dem 1. gravierende Probleme da waren. Die Augen zuhalten und hoffen das es vorbeigeht funktioniert nicht im Kindesalter und als Eltern noch weniger.
Da habt ihr beide gewaltig Bockmist gebaut.
Zitat:Ich gebe zu, dass ich eingerostet bin. S. hat mich nie sehr interessiert (im Gegensatz zu ihr) und er wurde nun schleichend auf ein Minimum reduziert.
klasse. Du wusstest also seit Jahren darum, dass sie mehr S. braucht als Du und hast es reduziert, bist vielleicht bis zu einem gewissen Grad a.sexuell und zeugst notgedrungen 3 Kinder ?
Nehme es mir bitte nicht übel, aber was Du hier möchtest, entzieht sich gerade meinem Verständnis.
Zitat:Kinder und Haus nehmen mehr Zeit ein, als ich zur Verfügung hab und ich bin manchmal froh, einfach meine Ruhe zu haben.
Ich bin völlig ausgepowert.
klingt für mich nach Burn-Out oder Depressionen. Da solltest Du mal dran gehen. Eine Work-Life Balance gehört zu jedem Elternpaar dazu und Du bist für Deine seelische Gesundheit und innere Ausgeglichenheit selbst verantwortlich.
Zitat:Und nun soll doch alles vorbei sein. Und ich hab Angst. Natürlich wäre es konsequent jetzt endlich einen Schlussstrich zu ziehen, das Zusammenleben ist rückblickend total vergiftet (laut, unfreundlich, ungerecht) - warum also nicht eine Trennung?
Doch ich kann mir nicht vorstellen, unser mühsam aufgebautes Leben aufzugeben und die Kinder nicht jeden Tag sehen zu können. Meine Frau nicht in den Arm nehmen zu können.
Dir mag das alles angst machen, aber nicht bereits vorher die Alarmglocken schrillen lassen, dass Du bzw. ihr riesige Probleme habt.
Wenn Du müde, ausgepowert und erschöpft bist , ist es Deine Baustelle mal nachzuschauen wie Du Dich selbst entlastest, Dir Deine Freiräume schaffst und trotzdem glücklich sein kannst.
Zitat:Daher zögere ich. Noch. Ich war noch die der Um-die-Beziehung-Kämpfer, eher der Schweigsame. Aber ich will sie nicht verlieren. Denn ich liebe sie, auch wenn ich auf Nachfrage ihrerseits nicht sagen kann, warum ich sie liebe. Es ist so.
da Du über Trennung nachdenkst, hast Du wie die meisten hier ebenfalls wenig objektiven Blick auf das Gesamte.
Das was Du da als "Liebe" bezeichnest, ist Deine Komfortzone.
Du hast nur Angst vor Konsequenzen und Veränderung, nicht davor sie wirklich zu verlieren, denn wäre das anders, hättest Du nicht ernsthafte Trennungsgedanken.
Zitat:Und das wollte ich mit einfach gerade nur von der Seele schreiben.
dann hoffen wir mal, dass Dir hier kaum Jemand antwortet oder wenn doch...nur Das was Du lesen kannst/willst.
Alles Gute für Dich
Knappi