LadyEA
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könntet ihr mir objektive Meinungen oder einen Rat geben? Meine Gedanken drehen sich im Kreis. Es frisst mich förmlich auf.
Mein Freund hat im Affekt vor 6 Tagen Schluss gemacht. Er meinte, er tut das nicht, weil er mich nicht lieben würde, sondern weil ich auf mich selbst schauen muss und mich in ihm verloren habe. Er hätte nicht vor sich zu trennen aber ich ließ ihm keine Wahl. (Großer Streit, er brauchte Mal wieder seine Ruhe und ich leicht angetrunken habe ihn Stundenlang bedrängt mit mir zu reden)
Ich gebe ihm Recht, dass ich emotional abhängig bin und arbeite bereits daran. Habe mich an einem Punkt verloren, das hätte nicht passieren dürfen.
Ich muss sagen, das Ding jedoch alles an bei einer Lüge von ihm, der viel Eifersucht und Misstrauen ausgelöst hatte. Vor Monaten schon. Da ich gemerkt habe wie sehr ihn mein Verhalten einengt und auch mich belastet habe ich ein Gespräch gesucht vor Monaten aber er hatte nie Zeit und Kopf dafür.
Jetzt sagt er, er braucht Zeit. Wir sind weder zusammen noch getrennt. Er sagt niemanden etwas darüber, er wäre mir treu. Er braucht einfach Zeit. Und ich soll auf mich schauen. Soweit so gut. Verstehe ich.
Jetzt mein Problem:
Er ist schwer chronisch depressiv, ich habe Angst um ihm, denn ihn hat gerade ein Schicksalsschlag getroffen und hohe Schulden. Er versucht mich davon fernzuhalten, will alles alleine klären.
Er vermisst mich nicht, weil sein Kopf viel zu voll ist. Er arbeitet sich halb tot, hat keine Freizeit oder Freunde. Eine private solvent kommt für ihn nicht in Frage weil er sich vor seinem sehr strengen Vater schämt. Obwohl es die einzige Lösung wäre. Zu mir ziehen will er nicht wegen der Depression, er braucht die Sicherheit seiner eigenen Wohnung. Obwohl er die Zeit dann stemmen könnte und er bei mir sein eigenes Zimmer bekommen könnte um sich zurück ziehen zu können.
Völlig klar, ich muss auf mich schauen.
Doch ganz ehrlich, was wäre ich für ein Mensch, wenn mich das alles völlig kalt lässt? Er hat sehr viele gute Seiten, die mir bei der Trennung bewusster würden denn je. Er glaubt mir nicht, weil er sich selbst nicht mehr leiden kann. Dennoch sagte er, er braucht einfach Zeit. Wir werden Kontakt haben, ich darf mich melden. Und der Rest wie oben beschrieben.
Ich weiß nicht wie ich das schaffen kann, ihm Zeit zu geben, und Mal davon abgesehen, wie lange kann sowas dauern, bis jemand der so eine Krankheit hat, doch vielleicht vermisst und vergibt?
Wäre diese Krankheit nicht, wäre es klar, dass ich ihn beengt habe und ihm einfach Zeit gebe und dann wird man sehen was passiert. Aber unter diesen Voraussetzungen habe ich Angst, dass er nicht Mal mehr in der Lage ist, eine Herzensentscheidung zu treffen. Ich bin maximal verzweifelt.
Habt ihr einen Rat? Gibt es jemanden der auch unter Depressionen bzw. ja unter Dysthymie leidet?