Ehemaliger User
Gast
Langsam glaube ich daß der Mensch nicht dazu gemacht ist über einen längeren Zeitraum monogam zu leben. Vielleicht sollten wir Anleihen aus dem Tierreich nehmen: Jeden Frühling zur Paarungszeit was neues!
Grundsätzlich muß man das ganze glaube ich vor der heutigen Zeit und den heutigen Lebensumständen sehen. Zu unserer Großeltern Zeiten wars doch so daß sich 2 Menschen gefunden haben (oder gefunden worden sind) und geheiratet haben. Aus Liebe oder als "Zweckgemeinschaft" sei dahingestellt. Dann waren die beiden auf ihrem weiteren Lebensweg meist damit beschäftigt, möchte nicht gerade sagen ums überleben zu kämpfen, aber es war doch wesentlich schwieriger als heute halbwegs durchzukommen. Meist dann mit Kindern und meist mit mehr als der heute standartmäßigen 1 bis 2 Kinder. Man MUSSTE zusammenhalten eben um den Alltag zu meistern, oft damit auch übermorgen noch was zum essen aufm Tisch steht. Die beiden waren aufeinander angewiesen. Speziel die Frauen, weil sich einfach so scheiden lassen war ja nicht, denn was dann? Das Leben währe doppelt schwer weitergegangen.
Und heute? Heute ist doch niemand mehr "auf den anderen angewiesen". Kein Bock mehr? Scheiden lassen? Kein Problem! Das Leben geht locker weiter, nur die Kinder sind bissl lästige Anhängsel dabei. Und indem es ja keine Zweckgemeinschaften mehr sind, man muß ja nicht mehr zusammenhalten kommt ja jeder für sich auch klar, versucht heutzutage jeder das optimale für sich rauszuholen. Logo, in einer Gesellschaft die darauf gedrillt wird überall für sich das optimale rauszuholen! Sei es im Job, im konsumieren ("Geiz ist gut!"), in der Partnerschaft etc. Ständig fragt sich jeder: Habe ich es mir so vorgestellt? Krieg ich genug raus für mich? Ist das das optimale für mich? Ist es daß was ich will? Was will ich überhaupt??? Oder komm ich zu kurz? Kann ich mich selbst verwirklichen? usw. usw. Das viele Partnerschaften einer derart harten Hinterfragung nicht standhalten ist klar. Wenn jeder die Latte in schier unereichbare Höhen legt darf er sich nicht wundern.
Ich glaube: Lehnt euch zurück und schraubt alle eure Erwartungen auf ein normales Maß runter. Seit mal mit was zufrieden was ihr habt. Hört auf ständig zu rechnen was bring ich ein was krieg ich raus. Es gibt eben Dinge im Leben die kann man nicht in Zahlen messen.