Sunti
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vor 4 Wochen ist mir so ziemlich das Schlimmste passiert, was ich mir bis jetzt vorstellen konnte. Mein Mann hat sich nach 7 Jahren Ehe von mir getrennt. Seit 10 Jahren waren wir ein Paar - die richtig grosse Liebe.
Ich war schon in den 3 Monaten vor der Trennung fast nicht mehr in unserem gemeinsamen Zuhause, sondern wieder in meinem Elternhaus, dort gibt es eine Einliegerwohnung. Zunächst wegen einem Corona Verdachtsfall: Ich war im ganzen Jahr 2019 viel krank und wurde Ende Januar 2020 dann operiert. Mein Mann, selbst im medizinischen Bereich tätig, wollte es nicht riskieren, mich evtl. anzustecken und riet mir, mich aus der Schusslinie zu nehmen. In diesen knapp 3 Wochen wurden seine Nachrichten und unsere Telefonsgespräche von seiner Seite aus immer distanzierter und unpersönlicher, bis ich ihn dann direkt darauf angesprochen habe. Er meinte, dass die letzten Wochen und Monate für ihn sehr schwer gewesen seien und er Zeit bräuchte. Das Ganze ging dann 3 Monate so weiter, in denen er mir quasi die kalte Schulter gezeigt hat. Ich war zeitweise wieder kurz Zuhause, aber er wollte mich da nicht wirklich haben, was er mir durch sein Verhalten klar gezeigt hat. Wir sind auch noch ein paar Tage miteinander weg gefahren, haben viele Gespräche geführt etc. Letztlich hat er mir alles mögliche vorgeworfen, was ich falsch gemacht hätte - in den Jahren davor oder auch in der letzten Zeit hat
er nie gesagt, dass ihn etwas stört. Habe dann wirklich alles versucht, aber er ist mir fast nicht entgegen gekommen. Letztlich habe ich ihn gefragt, ob jemand anders im Spiel ist und er hat es vehement verneint und mir noch ein schlechtes Gewissen eingeredet, dass ich so etwas überhaupt frage. Ein paar Wochen später habe ich allerdings herausgefunden, dass meine Sorge berechtigt war. Er hat eine andere Frau kennen gelernt. und mir nichts davon gesagt. Als ich ihn direkt mit meinem Wissen konfrontiert habe, hat er trotzdem nicht versucht, mich zurück zu gewinnen oder um unsere Ehe zu kämpfen. Selbst den Vorschlag einer Eheberatung hat er abgelehnt. meinte, es bringt nichts, wenn nur einer (in dem Fall ich) kämpft.
Mich hat das alles aus heiterem Himmel getroffen, dachte, dass unsere Liebe stark ist und ihm etwas an unserer Ehe liegt. Zumindest soviel, dass es sich lohnt dafür zu kämpfen.
Jetzt ist das Wichtigste in Bezug auf Finanzen, Trennungsjahr etc. schon geregelt, ich bin ausgezogen. und stehe jetzt mit Anfang 40 vor einem riesigen Scherbenhaufen. Kinder sind keine da. Nur meine Katze, die habe ich zum Glück bei mir.
Ich wäre einfach dankbar für alle Tipps, Vor- und Ratschläge, die ich bekommen kann. Für mich ist das alles ganz neu, war noch 'die Verlassene' und bin so unendlich traurig.
Viele Grüße
Sunti
