DarkestSun
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ich hab bisher still mitgelesen und -gelitten. Tut mir sehr leid das du durch so eine furchtbare Situation gehen musst. Ich bin Mutter und kann daher gut verstehen, wie es dir das Herz zerreißen muss, deine Kinder so leiden zu sehen.
Gerne mag ich dir ein paar Gedanken hier lassen, die vielleicht ein bisschen helfen können. Auch gut möglich, dass du das eh schon genau so machst, dann fühl einfach an dich gedacht.
Ich kenne dieses Gefühl von Hilflosigkeit und auch das Gefühl, stark sein zu müssen für meine Kinder.
Allerdings hilft es meinen Kindern sehr viel mehr, wenn ich echt bin. Natürlich sollst du nicht vor deinen Kindern über die Mutter herziehen oder deinen Zorn auf sie ausleben.
Aber sagen, wie du dich fühlst, ist nicht schlimm. Gib deinen Kindern die Gelegenheit zu beobachten wie du mit deinen Gefühlen umgehst, damit sie davon lernen können. Denke nicht, sie schützen zu müssen und verstecke daher deine eigenen Gefühle von Trauer. Kinder haben deine Antennen und merken eh, das etwas ist. Es kann auch zu Verunsicherung führen, wenn das was sie fühlen nicht mit dem was sie sehen übereinstimmt oder sogar etwas anderes gesagt wird.
Ich habe immer nur darauf geachtet ihnen zu sagen, dass es nicht an ihnen liegt und auch zu sagen, dass es ok ist, wenn man traurig ist und es sich auch wieder ändern wird.
Wenn dein kleiner Sohn seine Mama vermisst, benenne seine Gefühle um sie für ihn begreifbar zu machen. Ich bin immer erstaunt, wie gut meinen Kindern dieses benennen tut und wie sehr sie sich gesehen fühlen.
Du musst gar nicht viel tun außer da sein und sie wahrnehmen. Wichtig ist, nicht zu fragen, z.B. „Bist du traurig?“ sondern eine Aussage zu treffen: „Du bist traurig. So traurig, dass du grad weinen musst. Du vermisst Mama“ Solltest du danebenliegen, wird dein Kind dich eh korrigieren. Zumindest meine tun das dann
Fragen tu ich gern, was das Kind denn grad braucht, was ihm vielleicht helfen würde, sich besser zu fühlen.
Bitte mach dir auch nicht zu viele Gedanken, was für einen ‚Knacks‘ sie bekommen könnten. Kinder sind verdammt robust, wenn es eine Person gibt, die konstant da ist und bei der sie resilienz aufbauen können und du bist genau das.
Entschuldige, wenn meine Sätze nach „du musst so oder so machen“ klingen, das ist nicht meine Absicht. Schau ob etwas davon für dich passt. Wenn es zu kryptisch war, sag das auch gern.
Ganz liebe Grüße
PS am mobilen Gerät geschrieben. Ich hoffe die Worterkennung hat nicht irgendwelche Seltsamkeiten eingebaut.