Zitat von AtzeFlip: ich habe damals für dich alles aufgegeben
Das ist Dein Vorwurf an sie. Das machst Du jetzt nicht mehr und Dein Leben hat sich verbessert. Ein guter Grund, sich zu freuen, statt sich über die Vergangenheit zu ärgern.
Zitat von AtzeFlip: Das Auto den Mercedes zum letzten mal kaufte Sie damals, also ich war Arbeiten, gerade mit dem LKW unterwegs da saß die gute Dame im Autohaus rief mich an und sagte ich habe gerade ein Auto gekauft, du musst mal her kommen zum Unterschreiben das läuft alles über deinen Namen. Da war ich erstmal Pappsatt. Aber Sie hatte den Kaufvertrag schon unterschrieben.
Da hast Du gegen Dein besseres Wissen gehandelt. Aber als erwachsener Mann.
Vielleicht kannst Du Dir ja selbst verzeihen, dass Du damals geglaubt hast, so handeln zu müssen.
Mittlerweile bist Du ja stolz auf das Auto, hast es als Wertgewinn beschrieben und möchtest es behalten.
Ob Du es behältst oder für was günstigeres verkaufst, ist auch Deine Entscheidung.
Als erwachsener Mann.
Dafür kannst Du sie nicht mehr verantwortlich machen.
Wir machen alle Fehler und können uns über die Vergangenheit ärgern.
Und das, was Dir als Kind widerfahren ist, dafür kannst Du nichts. Das wurde Dir angetan und Du musst jetzt unfairer Weise damit leben und es verarbeiten.
Aber das was Du als erwachsener Mann getan hast, das musst Du selbst verantworten und eben auch (fairer Weise) ausbügeln.
Machst Du jetzt ja in Teilen auch, indem Du Dich um das Elektroauto kümmerst und schaust, ob Du es loswerden kannst.
Was aber unreif wäre, wäre alle positiven Aspekte (schönes Auto, Wertzuwachs) in Deine "Haben-Seite" zu stellen und bei allem, was in der Rückschau negativ war und ist (z.B. dass ihr nur ein Auto mit ausreichender Reichweite gekauft habt, dass ihr euch zu teure Autos gekauft habt, dass nur eines der Autos familientauglich ist, dass Du bei der Entscheidung über die Autos nur eine passive Rolle eingenommen und nicht aktiv gestaltet hast, dass Du ihr die Entscheidung über die Familienmobilität überlassen hast, dass aktuell noch hohe Kredite laufen, dass die Autos eigentlich eine Vollzeitarbeit bei Dir voraussetzen) nur sie in die Verantwortung zu nehmen und ihr noch Gier, Rücksichtslosigkeit und Berechnung zu unterstellen.
Damit machst Du es Dir zu leicht und kommst nicht in Deine Verantwortung als erwachsener Mann.
Zitat von AtzeFlip: derzeit sieht die Richtung aber anders aus, da spricht halt einfach zu viel dafür.
Ist aktuell nicht Dein Problem und nur Spekulation. Im Trennungsjahr passiert erfahrungsgemäß viel.
Aktuelles Problem scheinen Wechselklamotten und Windeln zu sein. Das kannst Du aus eigener Kraft lösen (und hast das ja auch schon getan) und bist nicht passiv auf die Ex angewiesen. Also lass sie doch aus Deinen Gedanken raus und schau nur darauf, was die Kinder brauchen.
Die Autokredite hängen noch mit der Ex zusammen, weil die Fahrzeuge während der Ehe angeschafft wurden und daher während des Trennungsjahrs nicht einfach entzogen werden können. Da muss ein Anwalt Dich beraten, welche Möglichkeiten Du hast.
Aktuelles Problem ist auch Dein Einkommen. Da kannst Du Dich entweder wieder von Deiner Ex abhängig machen und bei ihr das hälftige Kindergeld und, wenn sie mehr verdient als Du, Trennungsunterhalt einfordern.
Oder Du sorgst aus eigener Kraft, z.B. mit einem Nebenjob oder dem Verkauf von Wertgegenständen oder einer Unterbrechung der Umschulung zu Gunsten einer besser bezahlten Erwerbsarbeit für mehr Einkommen. Oder Du nutzt die Chance der Umschulung und knappst jetzt noch ein Jahr sehr mit dem Geld, versuchst die Kredite stunden zu lassen und versuchst dann, mit dem höheren Einkommen alles abzubezahlen. Bis dahin hoffst Du ja auch auf eine Geldspritze durch die Scheidung (Wertzuwachs der Immobilie Deiner Frau).
Rechne das durch, triff Entscheidungen, steh dazu, aber bewerte die Vollstreckungskosten für ein Knöllchen, das Dir Deine Ex nicht weitergeleitet hat, nicht in der Gesamtsituation derart über.
Schlechte Lehensentscheidungen, Trennungen und Scheidungen kosten Geld. Häufig auch unnötiges Geld, weil eine/r dem anderen nichts gönnt oder überfordert ist. Gehört zu den Gesamtkosten dazu.