Zitat von Nalf: Da kann das JA nichts tun und darf dafür auch keine Kapazitäten verschwenden.
Wieso soll das JA nichts tun können wenn es um etwas wichtiges wie Umgangsrecht eines Kindes und Kindeswohl geht. Beides sind Grundrechte - des Kindes!
Und warum soll das dann "Verschwendung" von Kapazitäten sein?
Es ist doch im Interesse und auch der Sinn des JA, dass man Konflikte und Probleme mit deren Unterstützung löst, wenn es um die eigenen Kinder geht.
Zitat von Nalf: Ich an Deiner Stelle würde ganz bei der Linie bleiben: Mit der Ex gibt's keine Probleme, weil der Fokus ja bei den Kindern liegt.
Ja, der Fokus sollte auf den Kindern liegen und man sollte kooperationsbereit sein.
Aber zu sagen die Ex würde keine Probleme machen, wenn das aber gar nicht stimmt und die Ex sogar ihn selbst vorher beim JA schlecht gemacht hat, dann wirkt das u.U. eher ignorant und einseitig.
Sie sagt es gibt Probleme und er sagt alles ist gut.
Was soll das JA da denken? Für mich kein guter Plan...
Zitat von Nalf: Außerdem nie vergessen: Das JA gibt auch nur eine Empfehlung ans FG ab.
Stimmt nicht - das JA kann ganz ohne substanzielle Grundlage vor Gericht durch deren Vertreter einem Vergleich widersprechen.
In meinem Fall waren sich ALLE einig: Richterin, Verfahrensbeistand meines Kindes, sogar meine Ex und ich haben begleiteten Umgängen zugestimmt.
Die JA-Vertretung hat einfach allen im Saal widersprochen.
Das ist aus meiner persönlichen Sicht und laut meiner Anwälte schlicht krank!
Dass ohne substanziellen Grund sich die JA-Vertretung vor Gericht gegen ALLE stellt: studierte Richter u. Anwälte, den beiden Elternteilen - die sich trotz des hochstrittigen Verfahrens geeinigt haben.
Zitat von AtzeFlip: Viele Fragen über meine NF wo ich dann gegensteuerte und sagte das es nur um die Kinder ginge und nicht um meine NF.
Den Fokus auf die Kinder zu lenken ist schon richtig.
Ebenso ist es richtig, nicht "mit Dreck" zu werfen in Richtung deiner Ex.
Deine Ex hat allerdings Probleme und Konflikte geäußert, die es ja auch gibt. Und du sitzt da und ignorierst das (Ignorant aus Sicht des JA) und willst davon nichts wissen und darüber gar nicht sprechen.
Ich persönlich halte das nicht für sonderlich klug.
Zitat von AtzeFlip: Dann sagte sie das Sie einem Wechselmodell mit Kindern in dem Alter kritisch gegenüber stehe.
Zitat von AtzeFlip: Dann sagte sie das es ja keine Regelung gab.
Da siehst du ja, wo die Reise hingeht. Leider üblich.
Zitat von AtzeFlip: Sie hatte aber den Antrag von meiner Frau schon da. Da sagte ich schauen sie doch mal in den Antrag selbst meine Frau hat das so zu Protokoll gegeben.
Das ist ein guter Hinweis von dir gewesen, sehr gut.
Zitat von AtzeFlip: Dann musste sie eingestehen das es diese Regelung doch gab.
Zitat von AtzeFlip: Am Ende war bzw hatte ich das Gefühl das sie ein anderes Bild von mir erwartet hatte und nicht den ruhigen abgeklärten.
Und wieder siehst du wer einen "Bonus" hat bzw. wer einen Malus hat.
Du siehst das Framing. Gewöhne dich schon Mal daran und hole dir ggf. wirklich gute Anwälte zu Hilfe, wenn dir die Kinder wichtig sind.
Zitat von aequum: Natürlich hatte sie ein anderes Bild von Dir. Nämlich das welches Deine NF ihr von Dir gezeichnet hat.
Exakt - genau so ist es. Daher halte ich es nicht für klug, wenn man selbst Probleme oder Konflikte abstreitet oder nicht darüber sprechen möchte.
Zitat von AtzeFlip: ich hatte stellenweise das Gefühl das Sie mich explizit dahin drängen wollte das ich über die Ex anfange her zu ziehen.
Es ging vielleicht nicht darum, dass du über deine Ex "her ziehst".
Aber wenn deine Ex Probleme angegeben hat, dann wollte sie deine Meinung und deine Seite der Geschichte hören.
Ich wäre an deiner Stelle da auch sehr zurückhaltend und diplomatisch - aber komplett über Probleme zu schweigen, ausweichen oder verleugnen halte ich, aus eigener Erfahrung, für kontraproduktiv.
Ich wünsche dir alles Gute und viel Erfolg - vor allem für das Seelenheil deiner Kinder!