Hallo zusammen,
die Woche war irgendwie richtig schlecht. Die Arbeit fiel mir schwer, konnte mich nicht konzentrieren. War nah am Wasser gebaut. War kurz davor, mich krankschreiben zu lassen. Und dabei bin ich - noch - gar nicht getrennt.
Hab absolutes Chaos im Kopf. Meine Gedanken kreisen nur um das eine Thema, Trennung oder nicht. Den letzten Schritt zu gehen, schaffe ich nicht. Denke manchmal, werde das nie durchziehen. Hab sowieso Probleme mit dem Loslassen und Abschiednehmen. Stoße jetzt an meine Grenzen.
Und dann die Kinder. Hab so Angst, dass sie an der Trennung zerbrechen. Lese viel über Scheidungskinder und darüber, wie traumatisch das ist und viele auch als Erwachsene Probleme haben. Super aufbauend! Mir ist vom Verstand her klar, dass die Kinder mit einem Spieler als Vater auch nicht gut dran sind. Aber ich halte so an der Illusion der vollständigen Familie fest, krank, oder?!
Denke, zieh es durch, lass ihn gehen. Und dann siehst du, was passiert. Vielleicht bin ich dann ja gar nicht so unglücklich, wie ich jetzt denke. Es braucht ja alles seine Zeit. Aber dann bekomme ich wieder Panik vor dem neuen Leben. Obwohl ich weiß, dass ich so wohl nie wieder glücklich werden kann. Alles, was man sich wünscht - Sicherheit, Liebe, Zärtlichkeit, Vertrauen, Geborgenheit - existiert nicht. Warum kann ich dann nicht einfach einen Schlussstrich ziehen?!
Ich ärger mich auch über mich, dass ich nicht stark genug bin. Soviele Menschen trennen sich und stellen sich dem Schmerz und der Ungewissheit. Und ich komme mir trotzdem so allein vor...
Über eine Mutter- Kind-Kur habe ich auch schon nachgedacht. Mal sehen.
Ich jammer hier rum, oder?

Alle haben hier ihr Päckchen zu tragen, und das oft unverhofft und unfreiwillig. Liebeskummer ist schrecklich, und manchmal auch für den, der geht.
Aber es hilft, hier zu schreiben und zu lesen...