Alan
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Meine Vorgeschichte ist nicht sehr schön.
Ich hatte alles verloren: Meine Familie, meinen besten Freund. Meine Freunde, meinen Beruf, beinahe meine Gesundheit (physisch als auch psychisch). Ich war völlig am Boden und ich war nie ein glücklicher Mensch, ich war immer unglücklich, alleine und einsam.
Nun ist es so, dass ich wie aus dem Nichts einen ganz tollen Menschen kennengelernt habe. Eine wundervolle Frau und es gibt praktisch keine negativen Erinnerungen. Ich bin sehr tolerant und versuche auch viel sachlich zu sehen. Sie trägt keine Schuld und ich auch nicht, denn im Endeffekt haben wir beide viel Energie investiert.
Wir mussten uns trennen und wollten das nie. Wir leiden beide. Aber ich habe mich damit abgefunden, dass es zu Ende ist. Dass es keinen Kontakt mehr geben wird, so sehr ich auch darunter leide, da sie mich geöffnet hat und ich endlich ein Mensch sein durfte.
Mein Problem das ich habe:
Es gibt nichts Schönes, an das ich mich erinnern könnte. Auch in 3 Monaten, in 6 Monaten oder einem Jahr werde ich nicht zufrieden sein, denn das war ich nie und insbesondere in den letzten Jahren nicht, wo ich sehr gelitten habe.
Wenn ich sie irgendwann "vergessen" haben sollte, was nie ganz geschehen wird, werde ich also kaum zufrieden sein. Ich habe immer nur funktioniert, das war alles.
Darum werde ich, um zur Ruhe zu kommen, einschlafen zu können, eine Art Ritual probieren.
Wie gesagt habe ich sehr schöne Erinnerungen, die mir allgemein für mein Leben Hoffnungen gemacht haben. Ich will sie nicht vergessen, denn sie sind die einzigen Erinnerungen, die ich wirklich als ehrlich, rein und schön empfinde. Alles andere war nicht ehrlich.
Wir gingen oft spazieren, in einem Park und setzten uns auf eine Parkbank.
Und dort werde ich mich jeden Abend hinsetzen. An die schönen Zeiten denken, dabei "unseren Song" hören. Wahrscheinlich weinen.
Aber es wird mir gut tun, denn es gibt mir die Möglichkeit, nicht völlig daran zu zerbrechen. Den Tag abzuschließen und weiterzumachen.
Und nachdem ich das geschrieben habe, bin ich in Tränen ausgebrochen und weine immer noch. Aber es tut einfach gut, weinen zu dürfen, nicht, weil einem Unheil widerfahren ist oder einem Angehörigen.
Sondern weil es einfach nur schön war mit ihr und ich ihr so unendlich dankbar bin für alles.
